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Sustainability-Gastkolumne, Folge 2 Eine Frage des Mindsets: Mitarbeiterbewusstsein für Nachhaltigkeit

Ein Gastbeitrag von Petra-Maria Grohs* 3 min Lesedauer

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Die IT-Branche hat eine besondere Verantwortung gegenüber dem Thema Nachhaltigkeit, weil sie in einer Doppelrolle auftritt: Zum einen sorgt die Digitalisierung für immense Produktivitätsfortschritte, bei Dienstleistungen, aber auch im Bereich der Industrie 4.0. Auf der anderen Seite verbrauchen die Rechenzentren aber halt auch exorbitante Mengen an Ressourcen, angefangen bei der Produktion der Systeme über den Betrieb bis zur Verwertung am Ende des Lebenszyklus.

Die zweite Folge unserer „Sustainability“-Gastkolumne beschäftigt sich mit dem Mitarbeiterbewusstsein bezüglich der Nachhaltigkeit.(Bild:  gemeinfrei)
Die zweite Folge unserer „Sustainability“-Gastkolumne beschäftigt sich mit dem Mitarbeiterbewusstsein bezüglich der Nachhaltigkeit.
(Bild: gemeinfrei)

In jedem Schritt kommt es auf Menschen und ihre Kreativität an, um Dinge zu verbessern. Wie können wir Geräte langlebiger und mit weniger seltenen Metallen bauen? Wie lassen sich die Energieeffizienz und der „Carbon Footprint“ weiter verbessern? Es geht dabei nicht um „Greenwashing“ – Nachhaltigkeit wird immer stärker zu einem echten Wettbewerbsfaktor. Aber diesmal geht es nicht nur um Marktanteile, wir stehen auch in einem intensiven Wettbewerb um Fachpersonal; die Amerikaner in ihrer bildreichen Sprache reden hier schon vom „war for talents“.

Eine nachhaltige Unternehmenskultur und ein entsprechendes Employer Branding verbessern die Chancen bei Recruitment und Mitarbeiterbindung erheblich! Ein wichtiges Indiz ist die Veröffentlichung eines CSR-Reports (Corporate Social Responsibility), der über die freiwilligen Aktivitäten einer Organisation Aufschluss gibt. Die Relevanz bestätigt auch eine Studie des Karriereportals Stepstone aus dem Vorjahr: Demnach ist es für 75 Prozent der Befragten wichtig, dass Nachhaltigkeit bei ihrem (möglichen) Arbeitgeber einen hohen Stellenwert hat. Die höchste Zustimmung dazu gab es interessanterweise nicht von der Generation Z, sondern von den „Baby Boomern“ mit 81 Prozent. In Zeiten, in denen sich Fachkräfte mit MINT-Background ihren Arbeitgeber beinahe aussuchen können, ist das für Unternehmen ein starkes Argument.

Eine nachhaltige Unternehmenskultur lebt aber letzten Endes nicht von Absichtserklärungen, sondern von konkreten Handlungen und einem Team-Spirit. Hier gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, um gemeinsame Ziele zu definieren und messbar umzusetzen. Das können der viel diskutierte Veggie-Day in der Kantine oder der Umstieg auf regionale Produkte sein. Aber auch der Umstieg vom Dienstwagen auf den öffentlichen Nahverkehr oder ein Leasing-Bike. Oder die Aufstellung von Ladesäulen für E-Autos. Oder den Zug zu nehmen, anstatt zu fliegen. Einige Unternehmen räumen ihren Mitarbeiter*innen auch ein Zeitbudget für soziale und nachhaltige Projekte ein. Umweltinitiativen können auch als gemeinsame Challenge angegangen werden: Wie viel CO2 kann das Team bis Ende des Jahres einsparen? Oder jeder Einzelne?

Eine wichtige Rolle können gerade in unserer Branche auch digitale Tools spielen, etwa für Online-Meetings oder zur Collaboration. Während der Corona-Pandemie haben wir schließlich gelernt, dass ein Arbeitsplatz nicht immer im Büro sein muss: Die Straßen waren spürbar leerer und die Luft besser. Zugegeben: Der persönliche Kontakt ist in vielen Fällen nicht durch eine Videokonferenz zu ersetzen. Aber er wird auch aufgewertet, wenn Meetings geplant und effizient durchgeführt werden.

Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.(Bild:  Hitachi Vantara)
Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.
(Bild: Hitachi Vantara)

Wenn das Team in der täglichen Arbeit das Thema Nachhaltigkeit verinnerlicht, kann sich das neue „Mindset“ auch auf die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen auswirken: Daten können Smart Cities befeuern, den Verkehr optimieren und unsere Städte damit lebenswerter machen. Sie können die Landwirtschaft effizienter machen und beispielsweise in trockenen Regionen den Wasserverbrauch optimieren. Oder die illegale Abholzung des Regenwalds verhindern. Bei Hitachi nennen wir solche Projekte „Social Innovation“ und haben sie in unserer DNA verankert. Wie sieht es bei Ihnen aus?

* Die Autorin: Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.

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