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Datenströme im Wide Area Netzwerk gegen Abhören und Manipulation sichern Fibre Channel Link Encryptor verschlüsselt Daten im WAN per AES

Autor / Redakteur: Peter Hempel / Florian Karlstetter

Ein Hardware-Encryption-Modul mit Fibre-Channel-Konnektivität der saarländischen Firma ATMedia verschlüsselt Daten mit 256 Bit AES (Advanced Encryption Standard) und verhindert so, dass sie auf unsicheren Strecken im WAN (Wide Area Network) ausgespäht oder verändert werden. Das Gerät lässt sich ohne Veränderungen der Topografie ins Netzwerk integrieren und verursacht laut Hersteller nur minimale Verzögerungen.

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Wenn Speicher- und Backup-Systeme auf Fibre-Channel-Basis zwischen entfernten Orten vernetzt werden, sind die Daten auf der WAN-Verbindung in vielen Fällen nicht gegen Abhören und Manipulation geschützt. Der ATMedia FC-Link-Encryptor verhindert das, indem er Fibre-Channel-Datenströme verschlüsselt, die über WAN oder kleinere Metropolitan Area Networks (MAN) übertragen werden. Die Verschlüsselungsgeräte werden hierfür zwischen dem lokalen FC-Netz und dem WAN-Netzabschluss als „Inter Switch Link“ oder Trunk integriert.

Aufgrund der transparenten Arbeitsweise bleibt die Kompatibilität der eingesetzten Fibre-Channel-Komponenten erhalten. Eine Änderung der Konfiguration oder der Netzwerkinfrastruktur ist nicht notwendig. Die Geräte arbeiten mit 1-GBit/s- und 2-GBit/s-FC-Verbindungen zusammen. Verschlüsselt wird bei voller Leitungsgeschwindigkeit durch den Advanced Encyption Standard mit 256 Bit Schlüssellänge. Die dadurch verursachte Paketverzögerung liegt nach Angaben von ATMedia im Bereich weniger Mikrosekunden.

Preis und Verfügbarkeit

Der Fibre Channel Link Encryptor ist im Direktvertrieb von ATMedia für 25.000 Euro pro Gerät erhältlich.

Auf der Basis der im unten verlinkten Artikel vorgestellten 10G-Encryptor-Hardware wird ATMedia die Fibre Channel Produktreihe demnächst um eine 10-GBit/s-Variante ergänzen.

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