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Kapitel 6: Wie Sie das für Sie passende Backup-System finden
Wie gesehen, bieten sich viele verschiedene Möglichkeiten für das Backup an, einige eher traditioneller Art, andere sehr modern und trendig. Wie aber finden Sie das Verfahren, das am besten zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt?
Dafür kann es natürlicherweise keine singuläre Antwort geben, es müssen vielmehr verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, die bei der Entscheidung leicht übersehen werden. Folgende Faktoren sollten Sie in Ihre Überlegungen mit einbeziehen:
Im Durchschnitt erzeugt jedes abzusichernde Terabyte Produktionsdaten in Höhe von vier bis fünf Terabyte, und zwar in Form von Backups, Klonen und Snapshots. Hinzu kommen rund fünf weitere Terabyte „Aktivierungsdaten“, etwa für Funktionen wie Analytik und Qualitätssicherung.
Ein weiterer kritischer Faktor für das Backup ist die Größe eines Unternehmens. Diese bestimmt, ob Daten vollständig lokal, in einem externen Rechenzentrum, in einer Cloud oder durch eine Hybridkonfiguration gespeichert werden. Die Größe definiert auch die Zahl der Mitarbeiter, welche die Backups verwalten.
Vorschriften und Security-Maßnahmen sind gleichermaßen zu berücksichtigen. Backups müssen in Übereinstimmung mit lokalen rechtlichen oder wirtschaftlichen Vorgaben wie SOX, Basel II et cetera durchgeführt werden, die von Branchenspezifikationen und Datenschutzgesetzen wie der DSGVO flankiert werden. Der eingangs zitierte Rechenzentrumsexperte Bernd Dürr nennt darüber hinaus das speziell für das Backup relevante „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG), das ein Überwachungssystem fordert, um früh geeignete (Gegen-)Maßnahmen zu treffen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können.
Kurzes Fazit
Ohne Backups kann und darf kein Unternehmen leben. Seit den Anfängen der elektronischen Datenverarbeitung hat sich dabei aber viel getan. Unternehmen können heute Backups fahren, ohne eigene Hardware betreuen zu müssen. Das ist – so gesehen – die wahre Revolution in der IT.
Und wie geht es weiter? Die Zukunft der Datensicherung liegt in den „Wolken“ – doch nicht ausschließlich.
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