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Kapitel 2: Die verschiedenen Arten des Backups
Die IT-Verantwortlichen in Unternehmen wissen dies natürlich und wappnen sich gegen Datenverluste mit einer Backup-Strategie. Auch wissen sie, dass ihnen grundsätzlich folgende Backup-Möglichkeiten zur Verfügung stehen:
Volles Backup
Das Full Backup ist eine Sicherungsmethode, bei der alle ausgewählten Dateien und Ordner gesichert werden. Bei nachfolgenden Sicherungen wird die gesamte Liste der Dateien erneut gesichert. Der Vorteil ist, dass Wiederherstellungen schnell und einfach sind, da die vollständige Liste der Dateien jedes Mal gespeichert wird. Der Nachteil ist, dass jeder Sicherungslauf zeitaufwändig ist, und zwar aus demselben Grund. Auch muss klar sein, dass vollständige Sicherungen im Vergleich zu den gleich vorgestellten inkrementellen oder differenziellen Sicherungen viel mehr Speicherplatz in Anspruch nehmen.
Inkrementelles Backup
Bei der inkrementellen Sicherung werden nur alle Änderungen, die seit der letzten Sicherung vorgenommen wurden, abgespeichert. Deshalb erfolgt bei inkrementellen Sicherungen zunächst eine vollständige Sicherung, und nachfolgende Sicherungsläufe sind nur die Änderungen, die seit der letzten Sicherung vorgenommen wurden. Im Ergebnis läuft die Sicherung viel schneller ab als eine vollständige Sicherung für jeden Sicherungslauf. Auch ist der verwendete Speicherplatz viel geringer, auch weniger als bei differenziellen Sicherungen. Die Wiederherstellung verläuft allerdings langsamer als bei einer vollständigen Sicherung und einer differenziellen Sicherung.
Differenzielle Sicherung
Die differenzielle Sicherung ist eine Sicherung aller Änderungen, die seit der letzten vollständigen Sicherung vorgenommen wurden. Bei differenziellen Sicherungen erfolgt zunächst eine vollständige Sicherung, nachfolgende Sicherungsläufe übernehmen nur noch die Änderungen, die seit der letzten vollständigen Sicherung vorgenommen wurden. Das Ergebnis ist eine viel schnellere Sicherung als eine vollständige Sicherung für jeden Sicherungslauf. Der verwendete Speicherplatz ist viel geringer als eine vollständige Sicherung, aber mehr als bei inkrementellen Sicherungen. Die Wiederherstellung dauert länger als bei einer vollständigen Sicherung, ist aber in der Regel schneller als bei inkrementellen Sicherungen.
Spiegel-Backup
Spiegel-Backups sind, wie der Name schon sagt, eine Spiegelung der gesicherten Quelle. Bei Spiegelsicherungen wird diese Datei schließlich auch in der Spiegelsicherung gelöscht, wenn eine Datei in der Quelle gelöscht wird. Aus diesem Grund sollten Spiegelsicherungen mit Vorsicht verwendet werden, da eine Datei, die versehentlich oder durch einen Virus gelöscht wird, auch als Spiegelsicherung gelöscht wird.
Digitale Zwillinge
Einen Schritt weiter als Backup geht das Konzept des digitalen Zwillings. Speziell im IoT-Umfeld ist es manchmal nötig, ein digitales Spiegelbild einer kompletten physischen Maschine zu erstellen. Dafür wird ein Computer-Aided-Styling-Modell (CAS) davon erstellt und in Echtzeit mit Daten aus dem laufenden Betrieb versorgt. So können Ingenieure Testläufe durchführen und Fehler in der Konstruktion ausfindig machen. Prinzipiell können solche Zwillinge auch für das Backup verwendet werden, machen die Angelegenheit aber damit sehr kompliziert.
Welche Art des regelmäßigen Backups auch immer gewählt wird, eröffnet darüber hinaus weitere Vorteile: Die Sicherungen können verwendet werden, um neue Umgebungen für Entwicklung, Staging oder Qualitätssicherung zu erstellen, ohne die Produktion zu beeinträchtigen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es Entwicklungsteams, schnell und einfach neue Funktionen zu testen, die Entwicklung neuer Funktionen zu beschleunigen und reibungslose Produkteinführungen zu gewährleisten.
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