Die Datenbestände in Unternehmen wachsen rasant, vor allem am Rand der IT-Infrastruktur (Edge). Das macht es schwer, Informationen dorthin zu transferieren, wo sie mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen analysiert werden können. Abhilfe schaffen mobile, physische Speichermedien. Mit ihnen lassen sich große Datenbestände von mehreren hundert Terabyte einfach und sicher an den Analyseort transportieren – etwa vom Edge in ein Unternehmensrechenzentrum – wo sich aus den Daten Handlungsempfehlungen und ein Mehrwert für das Geschäftsmodell ableiten lassen.
(Bild: Seagate)
Autor: Hugo Bergmann, Product Marketing Manager LYVE Cloud bei Seagate
Die Zeiten, in denen Datenbestände an einem zentralen Ort wie dem Unternehmensrechenzentrum gespeichert und bearbeitet wurden, sind vorbei. Heute fallen Informationen an vielen Orten an, in zunehmendem Maß am Rand von Unternehmensnetzen und IT-Infrastrukturen. Zum Edge zählen beispielsweise Maschinen und Anlagen in Smart Factories. Sensoren an diesen Standorten erfassen eine Vielzahl von Daten, etwa für Effizienzsteigerungen in den Bereichen Warenwirtschaft, Qualitätsmanagement oder Logistik. Weitere Beispiele sind Testfahrzeuge, mit denen Automobilhersteller Lösungen für das autonome Fahren entwickeln sowie die Daten, die bei der Produktion von TV-Serien und Filmen generiert werden. Auch in der Forschung, etwa den Geowissenschaften, sowie bei der Suche nach Bodenschätzen fallen immer mehr Daten an – oft fernab von Unternehmens- und Cloud-Rechenzentren.
Das bringt viele Herausforderungen mit sich, die Unternehmen bewältigen müssen: von der Überlastung des Edge, über das Aufbrechen von Datensilos, Datensicherheit und Konformität mit neuen Sicherheitsstandards bis hin zu Skalierbarkeit des Datenmanagements und kalkulierbaren Kosten. Eines der Hauptprobleme einer solchen dezentralen Datenerfassung und -speicherung ist die Datenverfügbarkeit. Massendaten über 5G-Mobilfunknetze oder Unternehmensnetzwerke in ein Data Center zu übertragen, ist nicht praktikabel. Selbst diese Netzwerke verfügen nicht über die erforderliche Bandbreite, um die großen Datenmengen schnell zu übermitteln und zur Verfügung zu stellen.
Zwei Beispiele: Um ein Advanced Driver-Assistance System (ADAS) für autonomes Fahren zu trainieren, werden unzählige Daten benötigt. Ein durchschnittliches Level 3-Testfahrzeug produziert rund 150 TB Daten pro Tag, wie der "Mass Data on the Go"-Report von Seagate zeigt. Beim voll autonomen Fahren (Level 5) sind es sogar bis zu 20 TB in der Stunde. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat wiederum ermittelt, dass eine intelligente Fabrik pro Woche etwa 5 PB an Daten erzeugt. Mit den in deutschen Metropolregionen aktuell verfügbaren Bandbreiten über Mobilfunk- oder kabelgestützte Verbindungen kann es Wochen oder gar Monate dauern, um solche Datenbestände zu übertragen.
Mit Lösungen wie Seagate Lyve Mobile Array können Unternehmen und Forschungseinrichtungen Daten vor Ort oder am Netzwerkrand (Edge) speichern und schnell und sicher zur Weiterverarbeitung in ein Unternehmens- oder Cloud-Rechenzentrum transportieren.
(Bild: Seagate)
Datenbestände mobil machen
Die Konsequenz ist, dass Unternehmen nur einen Teil ihres „Datenschatzes“ heben können. Laut dem „Rethink Data“-Report von Seagate nutzen Unternehmen im Schnitt nur 32 Prozent der verfügbaren Daten. Das heißt, zwei Drittel der verfügbaren Informationen bleiben ungenutzt, wodurch ein großes Geschäftspotenzial verloren geht.
Einen Ausweg bieten physische Datenspeicherlösungen, die Anwendern einen mobilen, schnellen und sicheren Datentransport sowie ein effizientes Datenmanagement ermöglichen. Daten-Shuttle- und Offloading-Dienste haben sich vor allem in Situationen bewährt, in denen eine Übertragung über Netzwerke die Zeit bis zur Datenanalyse erheblich verlangsamen würde. Mit diesen Systemen auf HDD- oder SSD-Basis, wie den Lyve Mobile-Lösungen von Seagate, können Unternehmen große Datenmengen sicher speichern und für eine schnelle Analyse an den gewünschten Zielort transportieren. Das kann ein Unternehmensrechenzentrum sein, aber auch ein Cloud-Data-Center. Dort werden die Daten auf Server überspielt und stehen umgehend für die weitere Bearbeitung und Analyse zur Verfügung.
Bei der Auswahl einer solchen „Data Transfer as a Service“-Lösung, bei der Unternehmen die Hardware mieten können und nicht selbst kaufen müssen, sollten Nutzer darauf achten, dass sie eine Lösung wählen, die sich bedarfs- und projektorientiert an ihre Anforderungen anpassen lässt. Für Einsatzorte, an denen keine Server zur Verfügung stehen oder die mobil sind, etwa in einem Testfahrzeug, bieten sich beispielsweise kompakte Systeme an, die ohne Hostrechner auskommen und sich direkt mit der Datenquelle verbinden lassen.
Sollen größere Datenbestände gespeichert werden, kann ein Array mit mehreren SAS-Harddisks beziehungsweise -SSDs, die sich in ein Rack integrieren lassen, die richtige Lösung sein. Dadurch verkürzen sich die Datenübertragungszeiten. Eine solche Lösung lässt sich nicht nur für den Transfer von Informationen vom Edge in ein Rechenzentrum oder eine Cloud nutzen. Anwender können damit auch innerhalb des Unternehmens größere Datenbestände verlagern oder eine Notfallwiederherstellung von Informationen durchführen.
Das Datenvolumen wächst drastisch an. Allein in einer Smart Factory fallen bis zu fünf Petabyte Informationen pro Tag an. Um schnell Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen sind physische, mobile Datenspeicher essentiell, da sie eine schnelle Datenverfügbarkeit ermöglichen.
(Bild: Seagate)
Sicherheit und Flexibilität
Wichtig ist zudem ein optimaler Schutz der Informationen. Daten sind bei einer Übertragung über öffentliche Netze anfällig für Cyber-Angriffe. Eine hardwaregestützte Verschlüsselung der Daten ist hier die beste Lösung, da sie schneller, einfacher und effizienter ist.
Um flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können, spielen auch Skalierbarkeit und Offenheit der Lösung sowie die Servicequalität und das -angebot des Anbieters eine zentrale Rolle. So sollten Nutzer die Option haben, die Kapazität der mobilen Datenspeicher kontinuierlich an ihre aktuellen Anforderungen anzupassen, nach oben wie nach unten. Zudem sollte keine Bindung an bestimmte Host-Systeme oder Cloud-Services bestehen. Vielmehr muss der Anwender die Daten vom mobilen Speichersystem dort einspeisen können, wo er möchte – das kann gerade bei einer Multi-Cloud Strategie ein wesentliches Entscheidungsmerkmal sein, um die Kosten unter Kontrolle zu halten und Unternehmensdaten schnellstmöglich nutzbar zu machen.
Hinsichtlich des Service ist auf eine einfache Handhabung des Dienstes und eine unkomplizierte und schnelle Abwicklung zu achten. Darüber hinaus sollte Unternehmen für die jeweiligen Projekte immer aktuelle Hardware zur Verfügung stehen – einer der großen Vorteile einer „Data Transfer as a Service“-Lösung.
Sind diese Voraussetzungen gegeben, sind Unternehmen auch für das Petabyte-Zeitalter bestens gerüstet und stellen sicher, dass ihr Datenschatz nicht versickert, sondern einen Mehrwert für das Geschäft generiert.
Mehr Informationen zu Seagates Lyve Mobile-Lösungen finden Sie hier.
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Stand: 08.12.2025
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