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ITB: Hat IBM Global Financing denn eine Bank-Lizenz von der BaFin?
Heitjans: Ja, das ist einer der weiteren wesentlichen Vorteile, die wir bei IBM Global Finacing bieten können. Mit der IBM Kreditbank verfügen wir über eine lizensierte Bank und operieren auf Basis der internationalen Vorgaben von Basel II.
ITB: Sie finanzieren IT-Projekte. Allerdings wird es dabei in den seltensten Fällen ausschließlich um IBM-Komponenten gehen. Nach welchen Kriterien gilt ein solches IT-Projekt denn noch als „IBM-Projekt“?
Heitjans: Wir verstehen uns ganz allgemein als IT-Finanzdienstleister und das umfasst auch Fremdleistungen. Wenn 20 Prozent des Projektes „IBM-Geschäft“ ist, also 80 Prozent Fremdleistungen vorliegen, reicht das. Dann haben wir mit einer Finanzierung keine grundsätzlichen Probleme.
ITB: Sie arbeiten allerdings auch mit anderen IT-Firmen zusammen, für die IBM die Projektfinanzierung übernimmt. Welche sind das denn?
Heitjans: Wir haben Verträge mit fünf Partnern geschlossen, deren Geschäft wir auch mit IBM-Global-Financing-Angeboten unterstützen. Das sind die Firmen Lenovo, Motorola, Juniper, Infoprint und APC.
ITB: IBM Global Financing hat noch mehr im Portfolio als die klassische Kreditfinanzierung. Würden Sie das bitte skizzieren?
Heitjans: Neben klassischer Projektfinanzierung kann mit IBM Global Financing beispielsweise vereinbart werden, dass die bestehende IT-Infrastruktur eines Unternehmens verkauft und anschließend zurückgeleast wird. Dabei handelt es sich um so genannte Sale-and-Lease-back-Programme. Aber auch Darlehen, Teilzahlungsangebote, Wareneinkaufsfinanzierungen und Factoring sind für gewerbliche Kunden möglich. Letzten Endes können Hardware, Software und Managed Services in einem entsprechenden Vertrag zu einer einzigen monatlichen Rate zusammengefasst werden. Außerdem werden über die IBM Global Financing Rücknahme- und Entsorgungsangebote umgesetzt. Das ausgemusterte IT-Equipment wird in dem Zusammenhang wieder verwertet, verkauft oder entsorgt. Durch Buy-back-Angebote erhalten die Kunden dann für die zurückgegebenen Geräte liquide Mittel, um ihre IT umwelt- und energietechnisch auf den neuesten Stand zu bringen.
ITB: Wareneinkaufsfinanzierungen sind speziell auf IT-Reseller ausgelegt. Würden Sie dieses Modell bitte kurz erläutern?
Heitjans: Mit der Wareneinkaufsfinanzierung gibt IBM den Geschäftspartnern die Möglichkeit an die Hand, Lieferantenrechnungen später als bisher zu bezahlen. Ein Beispiel: Der Geschäftspartner muss normalerweise spätestens am 30. Tag nach der Lieferung die Zahlung an den Lieferanten leisten. Mit einer Wareneinkaufsfinanzierung kann er die Rechnung später, sagen wir am 60. Tag an IBM Global Financing bezahlen. Die zusätzlichen 30 Tage Zahlungsziel ermöglichen es unserem Geschäftspartner, auch seine Liquidität zu erhalten, denn bis der Kunde zahlt, vergeht ebenfalls Zeit. Neben diesem Angebot, das sich speziell an Reseller richtet, ergeben sich weitere positive Effekte für den Channel, wenn er dem Endkunden gleich eine Finanzierungsmöglichkeit mit anbietet. Das kann das Zünglein an der Waage sein, warum sich der Endkunde für diesen Partner entscheidet.
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