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Netzwerk-Grundlagen – Rechenzentrumsnetze im Umbruch, Teil 6

iSCSI, FCIP, FCoE, EoFC, CEE, DEE und DCB – I/O-Konsolidierung im Rechenzentrum

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iSCSI und FCoE in der Gegenüberstellung

Hinter iSCSI und FCoE stehen jeweils Herstellerinteressen sowohl auf der Speicher- als auch auf der Netzwerkseite. Es gibt seit 2008 eine wüste und unübersichtliche Auseinandersetzung zwischen den jeweiligen Befürwortern von iSCSI und FCoE. Im Grunde ist diese Auseinandersetzung jedoch ebenso wenig sachlich wie hilfreich denn,

  • jemand, der heute iSCSI im unteren und mittleren Leistungsbereich einsetzt und damit zufrieden ist, hat keinen Grund auf FC oder FCoE zu wechseln
  • jemand, der heute im oberen Leistungsbereich FC einsetzt, wird sich FCoE oder EoFC ansehen
  • die Substitutionskonkurrenz wird überschätzt

Außerdem gab es sehr gute Fortschritte hinsichtlich der Hardware-Beschleunigung von iSCSI, z.B. bei HP. Wir sehen jetzt 4 Gb-iSCSI, technisch ist 2010/11 auch 8 Gb-iSCSI möglich. Bild 4 fasst wesentliche Charakteristika von iSCSI, FC und FCoE zusammen. Die Abbildungen 5 und 6 zeigen die Möglichkeiten des Hardware-Offloads für iSCSI an Messungen aus dem Jahr 2008.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Fassen wir zusammen

I/O-Konsolidierung ist möglich und hat folgende Vorzüge für ein Rechenzentrum:

  • Weniger NICs pro Server
  • Reduktion im Power Budget für die Server
  • Reduktion der Anforderungen an die Kühlung
  • Signifikante Reduktion der Kabelmenge
  • Nahtlose Konnektivität zwischen SANs und Ethernet
  • Bewahrung aller Investitionen in FC-Infrastruktur und -Betrieb

iSCSI ist bekannt und bewährt, benötigt aber relativ hohe Prozessorleistung. Dies kann man aber durch Hardware-Beschleuniger wesentlich mildern.

FCoE kann den Fibre Channel (FC) über Ethernet laufen lassen; aber: die Voraussetzungen an das Netz sind hoch.

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