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Wissenschaft Forscher erzielen Energierekord mit Kernfusion

Quelle: Max-Planck-Institut für Plasmaphysik 1 min Lesedauer

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Für die Energiewende wird in die Kernfusion große Hoffnung gesetzt. Doch trotz des Rekords konnten die Wissenschaftler keine positive Energiebilanz erreichen.

Der Innenraum der JET-Fusionsanlage.(Bild:  UKAEA)
Der Innenraum der JET-Fusionsanlage.
(Bild: UKAEA)

Ein europäisches Forschungsteam hat mit einem Fusionsexperiment einen Energierekord aufgestellt. Laut einer Mitteilung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) konnten am Joint European Torus (JET) in Großbritannien 69 Megajoule Energie aus 0,2 Milligramm Brennstoff erzeugt werden. Die Plasmaentladung dauerte 5,2 Sekunden. Für die gleiche Energiemenge hätte es etwa 2 Kilogramm Braunkohle gebraucht – also rund zehn Millionen Mal soviel. Der bisherige Rekord lag bei 59 Megajoule in 5 Sekunden.

Fusionskraftwerke sollen nach dem Vorbild der Sonne leichte Atomkerne verschmelzen, um damit aus sehr geringen Brennstoffmengen gewaltige Energiemengen für die Menschheit nutzbar zu machen, so die Forscher. Die Forschergruppe „Eurofusion“ verfolgt dabei das Konzept der Magnetfusion.

Trotz des Rekords konnte jedoch keine positive Energiebilanz erreicht werden. Es musste also mehr Heizenergie ins Plasma investiert werden, als an Fusionsenergie erzeugt wurde. Laut den Forschern sei dies am JET auch nicht möglich, die Fusionsanlage sei zu klein. Große Hoffnungen setzen die Wissenschaftler daher in die internationale Fusionsanlage ITER, die derzeit in Südfrankreich gebaut wird. Diese soll die kritische Größe überschreiten.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal elektrotechnik erschienen.

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