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Datenbank RocksDB als Beispiel KIOXIA demonstriert Vorteile flexibler Datenplatzierung auf SSDs

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Der Speicherspezialist KIOXIA Europe hat auf dem „Global Summit“ des Open Compute Projects (OCP) die Vorteile einer SSD seiner XD-Serie demonstriert, die über die FDP-Funktion („Flexible Data Placement“) verfügt und auf der die Datenbank RocksDB läuft.

Welche Vorteile Flexible Data Placement in der Praxis bietet, zeigte KIOXIA im Rahmen des OCP „Global Summits“.(Bild:  Brian Penny /  Pixabay)
Welche Vorteile Flexible Data Placement in der Praxis bietet, zeigte KIOXIA im Rahmen des OCP „Global Summits“.
(Bild: Brian Penny / Pixabay)

RocksDB ist besonders leistungsfähig, wenn es um die Suche in großen Datenmengen und die Verwaltung von Verlaufsdaten geht. Die Datenbank wird deshalb häufig im Umfeld von generativen KI- und Cloud-Anwendungen eingesetzt. Bei Flexible Data Placement (FDP) handelt es sich um eine in der NVM-Express-Basisspezifikation (TP4161) definierte Funktion. Sie ermöglicht die flexible Steuerung der Datenplatzierung innerhalb einer SSD. In Verbindung mit einer adäquaten internen Datenplatzierungsverwaltung und minimalen Änderungen an Host-Software und Gerätetreibern kann FDP für höhere Performance und längere Lebensdauer sorgen.

Da SSDs grundsätzlich die Anweisungen von Host-Software und Gerätetreiber zur Datenspeicherung und -löschung ausführen, kann es zu wiederholten Prozessen und Neuzuweisungen von Daten innerhalb der SSD kommen. Dies wiederum kann zu reduzierten Zugriffszeiten und einem unnötigen Verbrauch von Flash-Speicher-Schreibzyklen führen. FDP verringert diese potenzielle Neuzuweisung von Daten, was letztlich zu Leistungsvorteilen und höherer Ausdauer führt.

Aus der Theorie in die Praxis

Im Rahmen des OCP „Global Summits“ hat KIOXIA diese Technik nun im Praxiseinsatz gezeigt. Als Grundlage diente eine Datacenter-NVMe-SSD der XD-Reihe. Ein speziell entwickeltes Plug-in aktiviert die FDP-Funktion und lässt dann einen Test auf Basis von RocksDB laufen. Laut KIOXIA konnte die Lebensdauer einer RocksDB-Anwendung auf einem FDP-fähigen System im Vergleich zu einem herkömmlichen Aufbau mit konventionellen SSDs und Dateisystem um etwa den Faktor 3 sowie die Leistung um rund den Faktor 1,8 verbessert werden.

KIOXIA plant, das FDP-Kompatibilitäts-Plug-in für RocksDB als Open-Source-Projekt zu veröffentlichen. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Ziel, die Entwicklung und den Austausch von Technologien zur effektiven Nutzung von SSDs und Flash-Speichern vorantreiben. Dies soll auch in Zukunft einen Beitrag zur Effizienz moderner Computerinfrastrukturen und Rechenzentren leisten.

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