Unternehmen aus aller Welt tendieren zunehmend zu hybriden Multi-Cloud-Architekturen, verwaltet über eine zentrale Plattform. Die kalifornischen Cloud-Software-Entwickler Nutanix haben als Beleg für die Veränderungen vor fünf Jahren eine Langzeitstudie in Auftrag gegeben. Die aktuellen Resultate sind eindeutig.
Der Trend zu Hybrid-Cloud-Strukturen in Unternehmen hält an.
(Bild: Yanawut Suntornkij - stock.adobe.com)
Der Enterprise Cloud Index (ECI) misst den Fortschritt bei der Cloud-Einführung. Befragt wurden über die üblichen westlichen Kernmärkte hinaus auch Firmen in Afrika, dem Mittleren Osten und Südamerika; insgesamt nahmen 1.450 IT-Entscheider aus unterschiedlichsten Branchen teil. Erstellt wurde die Studie, die vollständig über die Nutanix-Website abrufbar ist, durch die Marktforscher Vanson Bourne.
2018 gab mehr als die Hälfte der Befragten an, sie hätten vor, zukünftig alle Workloads ausnahmslos entweder in einer Private Cloud oder in der Public Cloud zu betreiben. Mittlerweile jedoch hat sich diese Einschätzung verschoben: hin zur Notwendigkeit, Workloads gleichermaßen in der Public Cloud, vor Ort und an Edge-Standorten einzusetzen.
Nie dagewesene Datenmengen
„In den kommenden Jahren werden hunderte Millionen Anwendungen entwickelt werden, die nie dagewesene Mengen an Daten generieren werden“, heißt es aus dem Nutanix-Hauptquartier. „Die Unternehmen ringen mit dem aktuellen Anwendungs- und Datenmanagement zwischen Edge, verschiedenen Clouds und ihrer Kerninfrastruktur.“ Der Markt brauche daher ein Cloud-Betriebsmodell, wie etwa das von Nutanix angebotene, um alle Arten von Anwendungen in jeglichem Szenario zu unterstützen.
60 Prozent der Befragten fehlt der Überblick
Über den Trend zu Hybrid-Cloud-Strukturen hinaus beleuchtet die Studie weitere für die Unternehmen und den Markt relevante Aspekte:
Lediglich 40 Prozent haben einen vollständigen Überblick darüber, wo genau sich ihre Daten befinden.
60 Prozent der Befragten nutzen bereits mehr als eine IT-Infrastruktur. Es wird erwartet, dass dieser Wert in den nächsten ein bis drei Jahren auf 74 Prozent ansteigt.
94 Prozent geben an, ihr Ziel sei eine zentrale und einheitliche Steuerungskonsole, da weiträumig nutzbare Tools immer wichtiger werden.
34 Prozent sehen Cloud-Kosten als eine erhebliche Herausforderung, insbesondere in der Anwendungsmigration über Cloud-Umgebungen hinweg.
46 Prozent planen, Anwendungen zurück ins eigene Rechenzentrum zu holen, um das Budget zu bändigen.
96 Prozent haben trotz des anspruchsvollen Handlings begonnen, Kubernetes auf Open-Source-Basis zu nutzen.
92 Prozent bewerten das Thema Nachhaltigkeit höher als im Vorjahr, vor Environment, Social and Governance (ESG) mit 63 Prozent, Lieferkettenunterbrechungen (59 Prozent) und Kaufentscheidungen der Kunden (48 Prozent).
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