Platon schrieb: „Menschliches Verhalten kann auf drei Quellen zurückgeführt werden: Sehnsucht, Gefühl – und Wissen.“ Die zentrale Aufgabe einer Bibliothek ist es, Werke, die im Kontext von Platons drittem Element stehen, dem Kulturgut Wissen, für künftige Generationen zu bewahren – in hoher Qualität, unveränderbar und langfristig sicher.
Analoge Bibliotheken versprühen ihren ganz eigenen Charme – digitale Bibliotheken bestechen durch andere Vorteile.
Papier ist erstaunlich haltbar – auch wenn Holzwürmer über die Jahre buchstäblich zur Substanz beitragen! Mit einer Lebensdauer von in der Regel (das heißt unter idealen Bedingungen) mehr als 900 Jahren stellt Papier eines der dauerhaftesten Speichermedien überhaupt dar. Dennoch kann Papier schnell versagen, wenn die Rahmenbedingungen nicht ideal sind. Die Zukunft der Bibliotheken liegt nicht zuletzt deshalb in der Digitalisierung.
Moderne Bibliotheken sind Vorreiter eines kulturellen Wandels
Der Wandel der Medien hat das Potenzial, unseren Zugang zu Bildung und Kultur zu revolutionieren. Im Zuge der Digitalisierung erreicht die Auslagerung des kulturellen Gedächtnisses auf Speichermedien qualitativ und quantitativ neue Dimensionen. Diese Auslagerung, die mit Aufzeichnungen auf Pergament, Papyrus und Papier begann, findet derzeit in Form von digitalen Daten auf vernetzten Servern statt. Parallel dazu haben die Menge der verarbeiteten Daten, der Umfang der Verbreitung und die Speicherung von Informationseinheiten rapide zugenommen. Diese fortschreitende Entwicklung bildete die Grundlage für das Entstehen digitaler Bibliotheken.
Während die Unterbringung von gedruckten Sammlungen von Jahr zu Jahr teurer wird, werden digitale Speicherlösungen immer kostengünstiger. Digitale Bibliotheken bieten auch den schlagenden Vorteil, dass sie einen viel größeren Bestand als physische Bibliotheken anbieten können und ferner einem größeren Publikum Zugang zu geografisch verteilten Sammlungen offerieren.
Digitale Bibliotheken – „New Kids on the Block“
Digitale Bibliotheken konzentrieren sich auf die Bewahrung, Zugänglichkeit und zukünftige Relevanz der Institution. Sie sind noch ein recht neues Phänomen im Kontext der Bereitstellung grenzüberschreitender kultureller Wissensspeicher. Besonders im digitalen Zeitalter entfernt sich der Begriff „Bibliothek“ in der Definition immer weiter von der Beschreibung bloßer Buchsammlungen. Moderne Bibliotheken werden als virtuelle Container für alle Arten von Medienformaten gesehen. Sie stehen jedoch auch vor einer Reihe von dynamischen Herausforderungen.
Sowohl analoges als auch „ursprünglich digitales“ Material sicher aufbewahren
Neben der Konvertierung und Digitalisierung von ursprünglich analogen Werken muss auch die Anzahl der „born-digital“ Werke, zum Beispiel unstrukturierte Daten wie Video, E-Mail, Dateien, Datensicherungen, Überwachungsströme und Genomics, sicher und dauerhaft zuverlässig gespeichert werden.
Amazon S3 (Simple Storage Service) transformierte die Speicherung von Cloud-Objekten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dateisystemschnittstellen bietet dieser Service Anwendungsentwicklern die Möglichkeit, Daten über einen umfangreichen API-Satz zu kontrollieren. Die S3-API ist in der Tat zu einem De-facto-Standard für die Schnittstelle zur Speicherung von Objekten geworden, und viele Cloud-Anbieter (wie auch Anbieter von On-Premises-Speichern) bieten heute S3-kompatible Dienste und Lösungen an.
Schlüsselfaktoren, die auf Objektspeicherung hindeuten
Aus technologischer Sicht besteht die größte Herausforderung darin, große Mengen an unstrukturierten Daten überwiegend On-Site zu sichern. Da die Datenmenge ständig wächst, gehört der Aufbau einer zuverlässigen Gesamtinfrastruktur zu den obersten Zielen. Bibliotheken, die sich dazu entschließen, von den platz- und arbeitsintensiven Tapes abzuweichen, müssen sich nach neuen Speicherlösungen für ihre Bestände umsehen.
Diese Bibliotheken wissen auch, dass Backup wichtig ist – aber die Lösung muss sinnvoll sein. Backup ist nicht skalierbar. Innerhalb eines gewählten IT-Systems sollte die Sicherung weitestgehend unveränderter Daten keine tägliche Belastung im Bibliothekskontext darstellen. Tägliche oder wöchentliche Sicherungen, wie sie etwa Unternehmen benötigen, sind für Bibliotheken keine Priorität. Da Backups zudem immer umfangreicher werden, sind sie bei überwiegend gleichbleibenden Daten und der Verwendung von Tapes problematisch. Moderne Lösungen wie Scality RING setzen auf maßgeschneidertes Backup. Dazu zählt im Falle von Bibliotheken und Archiven beispielsweise ein Mehrfachkopienkonzept, um verschiedene Standorte zu bedienen.
Scalitys Botschaft wurde von einigen Büchertempeln deutlich vernommen. Mehrere Nationalarchive und Bibliotheken, darunter eine der renommiertesten Institutionen Großbritanniens, die National Library of Scotland, wählten Scality RING als Grundlage für ihren Weg zu zukunftstauglichen digitalen Sammlungen und mehr und mehr weg von Tape-Lösungen. Der Umstieg auf einen flexibleren, schnell zugänglichen und dabei kostenkontrollierten Speicher, der leicht zu verwalten ist und mit den individuellen Sammlungen einer Bibliothek wachsen kann, stellt einen der Hauptanreize dar.
Stand: 08.12.2025
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Die gewährleistete Langlebigkeit der Daten ist letztlich im Fokus, ebenso wie die Kostenkontrolle, insbesondere für Institutionen, die mit der Erhaltung unersetzlicher Bestände beauftragt sind. Auch bei der Frage der Software-Lizenzierung punktet Scality. Kunden können wählen, ob sie zwei oder sogar drei Kopien der Daten behalten möchten, wie es die jeweilige Datenerhaltungsstrategie der Organisation erfordert, ohne dass sie für diesen doppelten oder dreifachen Speicherplatz extra zur Kasse gebeten werden.
Was kann Objektspeicherung?
Objektspeicherung gibt es seit Mitte der ’90er-Jahre. Sie ist ein leistungsfähiges Werkzeug zur Speicherung und Bereitstellung von Medien, Software und anderen digitalen Assets.
Aber natürlich ist die Implementierung neuer Technologien immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Wenn sich eine Institution bewusst für eine objektbasierte Speicherlösung entscheidet und File Storage den Rücken kehrt, liegt ein Vorteil darin, dass Objektspeicherung bei wachsender Datenmenge kein Limit kennt. Der Himmel steht quasi offen. Die besten Objektspeicherungsanbieter liefern die Integration in bestehende Infrastrukturen, Partnerschaften mit zuverlässigen, geschäftskritischen Hardware- und Software-Anbietern, höchste Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Verwaltung, dazu Kosteneffizienz und ein maßgeschneidertes Leistungspaket.
Objektspeicherung versieht zudem Dateien mit benutzerdefinierten Metadaten, die ihre jeweiligen Inhalte beschreiben. Die bei File-Storage-Lösungen klassisch abgestufte Dateistruktur ist obsolet. Flache Adressen und Storage-Pools herrschen vor. Dadurch ist es möglich, Dateien zu verfolgen und zu indizieren, ohne dass externe Software oder Datenbanken erforderlich wären. Die Daten sind „selbstbeschreibend“, was insbesondere auch die Analyse revolutioniert.
Bewährte Kundenreferenzen und Fallstudien trennen auch hier die Spreu vom Weizen. Neue und unerprobte Anbieter mögen zwar schnelle Innovationen versprechen, aber es kann ihnen an entscheidenden Qualitätsmerkmalen fehlen – und das kann sich auf die Langlebigkeit und Verfügbarkeit gerade bei unstrukturierten Daten schnell dramatisch auswirken.
Maziar Tamadon, Director of Product Marketing bei Scality.
(Bild: Frank Roesner 2018/Scality)
Unterm Strich ist die Objektspeicherung eine ideale Lösung für große unstrukturierte Datenmengen. Würde Platon zustimmen? Wir können nur spekulieren! Aber immer mehr Bibliotheken und Archive geben Lösungen auf der Basis von Objektspeicherung grünes Licht.
*Der Autor: Maziar Tamadon, Director of Product Marketing bei Scality