Merkmale anderer Daten Was sind Metadaten?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Bei Metadaten handelt es sich um strukturierte Daten über Merkmale anderer Daten oder Objekte. Metainformationen lassen sich verwenden, um Daten beispielsweise zu indexieren, nach bestimmten Daten zu suchen oder Daten IT-gestützt zu verarbeiten. Im World Wide Web werden die Metainformationen der HTML-Seiten von Suchmaschinen ausgewertet und für die Indexierung und das Ranking der Seiten genutzt.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Metadaten, auch als „Metainformationen“ bezeichnet, sind strukturierte Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten oder Objekte enthalten. Metainformationen sind kein digitales Phänomen, sondern kommen unabhängig davon zum Einsatz, ob Daten analog oder digital vorliegen oder es sich um reale oder virtuelle Objekte handelt. Beispielsweise werden Metainformationen über Bücher, Bilder, Musik, Videos, HTML-Dokumente, Dateien und vieles mehr gesammelt, um die enthaltenen Daten oder Objekte zu indexieren, nach ihnen zu suchen oder Daten maschinell zu verarbeiten.

Metadaten beinhalten Informationen zum Beispiel über den Autor eines Buchs, den Aufnahmeort eines Fotos oder den Inhalt, die Größe und den Typ einer Datei. Die Metainformationen sind entweder in den Daten oder dem Objekt selbst gespeichert oder werden in einer externen Datensammlung abgelegt und mit den Daten oder den Objekten verknüpft. Um sie maschinell und automatisiert auszuwerten, müssen die Metainformationen ein vorgegebenes Format oder eine bestimmte Struktur aufweisen. Ob es sich bei Daten um Daten oder Metainformationen handelt, ist vom Standpunkt des Anwenders abhängig. Je nach Standpunkt sind entweder der Inhalt der Daten oder Informationen über die Merkmale der Daten für den Anwender von Bedeutung.

Beispiele für Metainformationen

Um besser zu verstehen, was Metainformationen sind, im Folgenden einige typische Beispiele:

  • Metainformationen von Büchern sind: Name des Autors, Buchtitel, Erscheinungsjahr, Seitenanzahl, Auflage, Verlag, ISBN et cetera,
  • Metainformationen von Bildern oder Videos sind: Aufnahmedatum, Auflösung, Aufnahmeort, technische Aufnahmeeinstellungen wie die Brennweite et cetera,
  • Metainformationen von Konstruktionszeichnungen sind: Name des Zeichners, Erstellungsdatum, Versionsnummer der Zeichnung, verwendete Materialien et cetera,
  • Metainformationen von Musikaufnahmen sind: Künstler, Titel, Texter, Komponist, Genre, Erscheinungsjahr, Musikverlag et cetera,
  • Metainformationen von Dateien sind: Dateigröße, Dateiformat, Dateiname, Dateiinhalt, Erstellungsdatum, Änderungsdatum, Dateiersteller et cetera.

Verschiedene Arten der Speicherung der Metainformationen

Je nach Verwendungszweck und Art der Daten oder Objekte werden die Metainformationen entweder direkt in den Daten oder Objekten gespeichert oder in einer externen Datensammlung abgelegt und mit den Daten oder Objekten verknüpft. Im IT-Umfeld existieren standardisierte digitale Formate zur Speicherung der Metainformationen. Beispielsweise erlaubt das EXIF-Format, Metainformationen über digitale Fotoaufnahmen direkt in der Bilddatei zu speichern.

Weitere Beispiele für Metainformationenstandards sind die Metatags in HTML-Dateien. Sie speichern Informationen über den Inhalt, Keywords oder Autoren einer Webseite im Head-Element der HTML-Datei. Diese Informationen lassen sich von Crawlern abfragen und werden von Suchmaschinenbetreibern zur Indexierung der Seiten verwendet.

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