In der PowerShell lassen sich Laufwerke mit dem Cmdlet „Format-Volume“ formatieren. Wir zeigen in diesem Tipp, worauf dabei geachtet werden muss und wie am besten bei der Formatierung vorgegangen wird.
Admins haben in der PowerShell verschiedene Möglichkeiten zur Laufwerksformatierung.
(Bild: rcx - stock.adobe.com)
Die PowerShell bietet verschiedene Möglichkeiten zur Laufwerkformatierung. Wir zeigen in diesem Tipp einige Beispiele dazu.
Grundlegende Formatierung eines Laufwerks
Das grundlegende Formatieren eines Laufwerks erfolgt mit dem Cmdlet „Format-Volume“. Dieses Cmdlet ermöglicht es, ein Laufwerk schnell und einfach zu formatieren. Die Syntax lautet:
Format-Volume -DriveLetter X -FileSystem NTFS -NewFileSystemLabel "NeuesLaufwerk" -Confirm:$false
In diesem Beispiel wird das Laufwerk mit dem Buchstaben X mit dem NTFS-Format formatiert. Der Parameter „-NewFileSystemLabel“ weist dem Laufwerk einen neuen Namen zu. Der Parameter „-Confirm:$false“ unterdrückt die Bestätigungsaufforderung, sodass der Prozess automatisch erfolgt.
Erweiterte Formatierungsoptionen
Für spezifischere Anforderungen bietet PowerShell erweiterte Formatierungsoptionen. Ein Beispiel ist die Nutzung des Parameters „-AllocationUnitSize“, um die Größe der Zuordnungseinheiten festzulegen. Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung von „-Full“ für eine vollständige Formatierung, die alle Daten auf dem Laufwerk löscht und nicht nur die Verzeichnisstruktur neu anlegt. Die Syntax für eine erweiterte Formatierung könnte so aussehen:
Format-Volume -DriveLetter Y -FileSystem NTFS -AllocationUnitSize 4096 -Full -Force
Hier wird das Laufwerk Y mit einer Zuordnungseinheitsgröße von 4.096 Bytes vollständig formatiert. Der „-Force“-Parameter stellt sicher, dass die Formatierung ohne Benutzerinteraktion durchgeführt wird.
Neben dem Standard-Dateisystem NTFS kann auch das Resilient File System (ReFS) verwendet werden, das für Datenspeicherung auf Enterprise-Level entwickelt wurde. Die folgenden Beispiele demonstrieren verschiedene Methoden zur Laufwerkformatierung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Anforderungen und Dateisysteme. Für die Formatierung eines Laufwerks mit dem ReFS-Dateisystem wird das Cmdlet „Format-Volume“ mit dem Parameter „-FileSystem ReFS“ genutzt. Dieses Dateisystem ist ideal für große Datenspeicher und bietet verbesserte Datenintegrität. Ein Beispiel für die Formatierung eines Laufwerks mit ReFS ist:
Format-Volume -DriveLetter Z -FileSystem ReFS -NewFileSystemLabel "EnterpriseStorage" -SetIntegrityStreams $true
In diesem Befehl wird das Laufwerk Z im ReFS-Format formatiert und mit dem Namen „EnterpriseStorage“ versehen. Der Parameter „-SetIntegrityStreams $true“ aktiviert die Integritätsstreams, die zur Verbesserung der Datensicherheit beitragen.
Schnellformatierung versus Vollformatierung
PowerShell ermöglicht sowohl eine Schnellformatierung als auch eine Vollformatierung. Eine Schnellformatierung wird durch das Weglassen des „-Full“-Parameters erreicht. Sie ist schneller, da sie lediglich die Datei- und Verzeichnisstruktur neu erstellt, ohne die vorhandenen Daten vollständig zu löschen. Ein Beispiel:
Format-Volume -DriveLetter X -FileSystem NTFS -Quick
Im Gegensatz dazu löscht eine Vollformatierung alle Daten auf dem Laufwerk und überprüft das Laufwerk auf defekte Sektoren. Dies ist nützlich für neue Laufwerke, oder wenn man sicherstellen möchte, dass keine alten Daten zurückbleiben. Die Syntax dafür ist:
Format-Volume -DriveLetter Y -FileSystem NTFS -Ful
Formatierung mit angepasster Clustergröße
Die Clustergröße kann für spezielle Speicheranforderungen angepasst werden. Eine kleinere Clustergröße kann Speicherplatz sparen, während eine größere Clustergröße die Leistung bei der Speicherung großer Dateien verbessern kann. Ein Beispiel zur Formatierung mit einer angepassten Clustergröße:
Format-Volume -DriveLetter Z -FileSystem NTFS -AllocationUnitSize 8192
Dieser Befehl formatiert das Laufwerk Z mit einer Clustergröße von 8.192 Bytes.
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