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Im Test: Iomega StorCenter px4-300d

Leistungsfähiger NAS-Server für mittelgroße Umgebungen

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Der Geschwindigkeitstest

Um die Geschwindigkeit des NAS-Servers zu testen, führten wir zwei Arbeitsschritte durch. Zunächst einmal kopierten wir einen Testordner mit 537 Bilddateien und einer Größe von 943 Mbyte fünfmal über verschiedene Übertragungswege auf den NAS-Server beziehungsweise von dem Server auf unseren Client. Der erste Übertragungsweg war dabei ein direktes Kabel zwischen Client und NAS-System. Der zweite Weg ging über einen Linksys SRW2008-GBit-Ethernet-Switch, an dem nur die beiden Testsysteme arbeiteten. Der dritte Weg lief über den gleichen Switch, allerdings waren bei diesem Durchlauf noch andere Clients an das System angeschlossen. Zum Schluss fassten wir auf dem Switch zwei Ports über LACP zusammen und aktivierten auf dem Iomega-System die Link-Aggregation. Auch hier testeten wir die Geschwindigkeit wieder auf zwei Wegen: einmal mit Datenübertragungen zu einem Client, der allein mit am Switch hing, einmal mit mehreren Clients, von denen einer im Hintergrund noch eine weitere Datei herunterlud, um die Last zu erhöhen.

Im zweiten Arbeitsschritt kopierten wir mit Hilfe des Tools "NAS Tester 1.3" fünfmal 400 Mbyte große Testdaten auf den Server. Hierbei verwendeten wir nochmals die gleichen Übertragungswege wie zuvor. Zum Schluss errechneten wir aus den fünf Übertragungen jeweils einen Durchschnittswert für jeden Übertragungsweg.

Als reiner Durchsatzmesswert wirklich aussagekräftig ist nur die Messung mit dem direkten Kabel zwischen Client und Server, da bei allen anderen Messungen die Umgebung mehr oder weniger große Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Die Messungen über den Switch sind also nur im Verhältnis zu einander von Interesse.

Ergebnisse

Um bei den Messungen mit dem direkten Kabel einen Vergleichswert zu haben, verbanden wir zunächst zwei Windows-Systeme mit GBit-Ethernet-Anschluss und einer Intel Core-2-Quad-CPU mit 2,4 GHz miteinander und übertrugen unsere Testdaten zwischen diesen Systemen. Dabei kamen wir mit dem NAS Tester zu den Laborwerten 114,47 MByte beim Lesen und 112,02 MByte beim Schreiben. Die Übertragung unseres Ordners mit den Bilddaten dauerte beim Lesen 21 Sekunden, beim Schreiben 34 Sekunden.

Nun ersetzten wir den Windows-Fileserver durch den NAS-Server. Mit diesem kamen wir beim Lesen mit dem NAS Tester auf immer noch sehr gute 97,68 MByte und beim Schreiben auf 63,01 MByte. Die Bilddaten waren in 42 Sekunden gelesen und in 72 Sekunden geschrieben. Iomega stellt mit dem nächsten Firmware-Release ein neues Dateisystem in Aussicht, das die Performance des Systems nochmals verbessern und an das Geschwindigkeitsniveau der reinen Windows-Testumgebung heranführen soll.

Was die übrigen Messungen angeht, die nur in Relation zu einander aussagekräftig sind, so folgende Ergebnisse heraus: Die direkte Verbindung über Kabel war etwas schneller als die über den Switch (Bei der Switchübertragung benötigte unser Client für den Download der Bilder 50 Sekunden). Griffen mehrere Clients via Switch auf den Server zu, ging die Geschwindigkeit erneut zurück. So dauerte beispielsweise das Laden unserer Bilddaten bei zwei gleichzeitig herunterladenden Clients ohne Link-Aggregation 126 Sekunden.

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