Absicherung kompletter Rechenzentren

Metrocluster – Lebensversicherung für das Rechenzentrum

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7. Ausfall eines kompletten Standorts

Im schlimmsten anzunehmenden Fall fällt ein kompletter Standort aus. Erst in diesem Fall nutzt der Metrocluster die Redundanz des Rechenzentrums für ein Failover und der zweite Standort übernimmt alle Services. Den Anwendungsservern stehen somit alle Dienste zur Verfügung, wenn auch nur auf der Hälfte der Service Nodes, das heißt, mit eingeschränkter Performance. Da in diesem Fall allerdings auch das Spiegeln, Lesen und Schreiben zwischen den Standorten wegfällt, verbessert sich die Latenz, was zum Beispiel bei Datenbanken sogar zu einer besseren Performance führen kann. Geht der ausgefallenen Standort wieder online, wird niemals der komplette Datenbestand zurückgespielt, sondern nur alle bisher dahin geänderten Daten.

Vermeidung eines „Split Brains“

Um bei einem einfachen Ausfall der Verbindungen zwischen den Rechenzentren nicht zu undefinierten Zuständen („Split Brain“) zu gelangen, wird ein ZFS-Metrocluster wie folgt implementiert:

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  • 1. Bei undefinierten Zuständen wird nicht auf Verdacht ein automatisches Umschalten zwischen den Sites ausgeführt. Services bleiben zuerst dort, wo sie bisher liefen, online. Ein manuelles Eingreifen des Administrators ist mit einem Mausklick natürlich möglich.
  • 2. Volume Service Locking sorgt dafür, dass bei einem einfachen Netzwerkausfall zwischen den Sites dieser auch nur als Netzwerkausfall erkannt wird.
  • 3. Ein Cloud Beacon Repeater sorgt dafür, dass die beiden Standorte gegenseitig den „Herzschlag“ des anderen hören und über dessen Zustand informiert sind.
  • 4. End-to-End-Prüfsummen über den gesamten Datenbestand hinweg sorgen dafür, dass fehlerhafte Daten automatisch gefunden und mittels der Parität repariert werden können.
  • 5. Das Copy-on-Write-Verfahren sorgt dafür, dass beim Schreiben neue Daten nicht den alten Daten-Block überschreiben. Stattdessen wird ein neuer Block zugewiesen und die Metadaten als Referenz des Originals ändern sich, um auf den neuen Block zu verweisen. Auf diese Weise sind Daten in ZFS stets konsistent.

Metrocluster bieten viele Vorteile

Hochverfügbare Rechenzentren sind heute das Rückgrat zahlreicher Unternehmen und sie investieren hohe Summen in ihre Geschäftstätigkeit. Für alle Unternehmen, die ohnehin zwei Standorte innerhalb von 50 Kilometer Umkreis besitzen oder die Ressourcen in einem von Dienstleistern betriebenen Rechenzentrum in Anspruch nehmen können, ist ein Metrocluster eine geeignete Methode, ihre Systeme unter allen Umständen zugänglich und aktiv zu halten.

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