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Daten und Digitalisierung Mit einer Datenstrategie zu mehr Nachhaltigkeit

Ein Gastbeitrag von Florian Disson* 3 min Lesedauer

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Nachhaltiger wirtschaften, dies haben sich viele Unternehmen vorgenommen. Massiven Einfluss auf die Nachhaltigkeit hat der Umstand, wie man mit seinen Daten umgeht.

Unternehmen müssen an einer Strategie arbeiten, größtmögliche Wertschöpfung aus ihren Daten zu ziehen – und Nachhaltigkeit zu erzielen.(Bild:  ©metamorworks, Getty Images via Canva.com)
Unternehmen müssen an einer Strategie arbeiten, größtmögliche Wertschöpfung aus ihren Daten zu ziehen – und Nachhaltigkeit zu erzielen.
(Bild: ©metamorworks, Getty Images via Canva.com)

Über den ökologischen Aspekt hinaus ist Nachhaltigkeit in zwei weiteren Kategorien zu denken: Gesellschaft und Wirtschaft. Bei der gesellschaftlichen Nachhaltigkeit geht es um Integration und Vielfalt, Ethik und Selbstbestimmung. Wie wir Daten verstehen und ethisch sowie transparent nutzen, hat auf diese Themen großen Einfluss. Unsere Gesellschaften sind nicht mehr nur in traditionelle Kategorien wie Industrie-/Entwicklungsländer oder demokratische/autokratische Regime unterteilt. Sie lassen sich zusätzlich unterscheiden hinsichtlich ihres digitalen Reifegrades. Die Art und Weise, wie Gesellschaften das transformative Potenzial einer global ausgerichteten Digitalisierung nutzen, hat enorme Auswirkungen auf deren Nachhaltigkeit.

Ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte

In wirtschaftlicher Hinsicht kann Nachhaltigkeit in Form von Soll und Haben interpretiert werden. Jede Geschäftspraxis, die überwiegend Kosten verursacht, ohne klar definierten Nutzen ist keine Investition. Sie ist nicht nachhaltig, nicht skalierbar und nicht lebensfähig. Ressourcenintensive lineare Geschäftspraktiken wie das Verpacken einzelner Bio-Orangen etwa. Zirkuläre Geschäftspraktiken, bei denen Lebensmittel, die kurz vor dem Verderben stehen, mit Rabatten versehen und über digitale Plattformen angeboten werden, hingegen schon. Diesbezüglich müssen Unternehmen ihrer etablierte Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten grundsätzlich in Frage stellen.

Daten und die Digitalisierung sind entscheidende Instrumente zur Bekämpfung der Klimakrise. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, nicht nur über die Nutzung von Daten nachzudenken, um Rentabilität und Wachstum zu gewährleisten, sondern auch über Möglichkeiten, durch sie nachhaltiger zu agieren. Digitalisierung bietet die Möglichkeit, umfassende Datenmengen darüber zu erfassen, wie Menschen mit digitalen Werkzeugen interagieren, und Ereignisse und Situationen um uns herum zu messen. Vollständige Daten über die gesamte Wertschöpfungskette zu erhalten, ist in wohl keiner Kategorie so wichtig wie bei der Nachhaltigkeit. Diese zielgerecht zu bewerten, geht nur mit qualitativ hochwertigen End-to-End-Daten.

Daten als Beschleuniger für Nachhaltigkeit

In vier Bereichen – aus interner wie externer Perspektive – sollten Unternehmen an einer Strategie arbeiten, größtmögliche Wertschöpfung aus ihren Daten zu ziehen.

Zunächst geht es darum, wie sie zu effizienteren Geschäftsabläufen beitragen können. Wenn Daten über den gesamten Herstellungsprozess hinweg erfasst und als Carbon-Footprint der eigenen Entwicklung, aber auch Geschäftspartnern zur Verfügung gestellt werden, hat dies erheblichen Einfluss auf die Nachhaltigkeit des gesamten Ökosystems.

Zweitens gilt es Möglichkeiten zu suchen, neue datengesteuerte Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln – hier hilft ein besseres Verständnis der Kundenbedürfnisse. Daten können genutzt werden, um Produkte länger und mit weniger Energie zu nutzen. Man kann aus ihnen lesen, warum Kunden Produkte zurückgeben und ob sie mehr Abfall verursachen, als sie dem Kunden nützen. Konsequenz daraus könnte sein, ein anderes Geschäftsmodell zu wählen, zum Beispiel Mieten statt Kaufen.

Der dritte Bereich dreht sich um die Monetarisierung von Daten. Das heißt: Gibt es Erkenntnisse oder Algorithmen, die für andere Unternehmen so wertvoll sind, dass sie bereit wären, dafür zu bezahlen? Vielleicht könnte etwas, das für die Nachhaltigkeit der eigenen Geschäftsprozesse entwickelt wurde, auch an andere Unternehmen verkauft werden. So könnte man Einnahmen erzielen und dazu beitragen, dass mehr Unternehmen nachhaltiger werden. Schließlich muss geklärt werden, wie man aus Daten verschiedener Ökosystempartner neue Erkenntnisse gewinnen kann. Man könnte etwa einige Daten frei zugänglich veröffentlichen, um die Entwicklung neuer Lösungen zu fördern.

Florian Disson, Managing Director Germany von Solita.(Bild:  Solita)
Florian Disson, Managing Director Germany von Solita.
(Bild: Solita)

Wertschöpfung aus Daten ziehen, funktioniert also über mehrere Ebenen. Hierfür eine ganzheitliche Strategie zu entwickeln und umzusetzen, führt dazu, dass Daten vereinfacht und in sinnvolle Bahnen gelenkt werden. Darauf kommt es an, denn Daten spielen eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung. Und ohne Digitalisierung keine nachhaltige Unternehmensführung.

* Der Autor: Florian Disson, Managing Director Germany von Solita

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