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Mount | Mounten | Mount Point

| Redakteur: Gerald Viola

Bei Computern bedeutet „mounten“ das Einhängen einer Sammlung von Dateien in eine Dateisystemstruktur, sodass sie für einen Benutzer oder eine Benutzergruppe ansprechbar sind.

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Bei Computern bedeutet „mounten“ das Einhängen einer Sammlung von Dateien in eine Dateisystemstruktur, sodass sie für einen Benutzer oder eine Benutzergruppe ansprechbar sind.

In einer UNIX-Umgebung hängt der Mount-Befehl Laufwerke oder Verzeichnisse logisch statt physikalisch ein. Der Mount-Befehl unter Unix ermöglicht den Zugriff auf ein Verzeichnis, indem es das Rootverzeichnis in einem Dateisystem in ein anderes Verzeichnis einhängt, sodass alle Dateisysteme angesprochen werden können als wären Sie Unterverzeichnisse des Dateisystems, in dem sie eingehängt sind.

Unix erkennt Geräte anhand des Speicherorts – im Gegensatz zum Windows-Betriebssystem, das Laufwerke anhand von Laufwerksbuchstaben (C:, D: usw.) verwaltet. Unix organisiert die Verzeichnisse in einer Baumstruktur, in der das Verzeichnis an einen Ast eingehängt wird. Die Stelle im Dateisystem, an der das Gerät eingehängt wird, bezeichnet man als Mount-Point (Einhängepunkt).

Mounts können lokal oder remote sein. Beim lokalen Mounten werden die Laufwerke an einer Maschine so verbunden, dass sie sich wie ein einziges logisches System verhalten. Ein Remote-Mount nutzt das Network File System (NFS), um Verzeichnisse auf anderen Maschinen so einzuhängen, dass sie wie Abschnitte des lokalen Dateisystems angesprochen werden können.

Eine interessante Anwendung des Mountens ist das Einhängen von Snapshots ein ein Dateiverzeichnis. Snapshots können so in Testsystemen verwendet werden, wiederbeschreibbare Snapshots können parallel zum primären Dateisystem auch mit Testdaten gefüllt werden.

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