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Klimawandel in der IT – Jetzt regnet es spitze Bleistifte

Nachgerechnet und Metrik erstellt: Fünf IaaS-Cloud-Anbieter im Vergleich

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Dazu ein Beispiel

Dieses Verhältnis entspricht den konkreten Verhältnissen in Beratungs-Projekten. Zwar sind oftmals die genauen Kosten nicht bekannt, doch wenn man sich nicht „in die Tasche lügt“, dürfte man kaum darunter kommen (siehe: Tabelle 2). Hier ein Beispiel:

Ein Rechenzentrum umfasst 300 Server von HP, IBM, Fujitsu/Siemens oder Dell. Kosten entstehen Ihnen für:

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  • Grundstücke,
  • Gebäude,
  • Anschlüsse,
  • Reinigung,
  • Klimatechnik,
  • Energieverbrauch,
  • Personal für den Betrieb und Sicherheit,
  • Führung, Management,
  • externe Berater,
  • Zugangssicherung,
  • Hardware für Computing,
  • Hardware für Storage,
  • Archiv,
  • Switches,
  • Netzanbindung,
  • Betriebssysteme,
  • Systemsoftware,
  • Middleware,
  • Datenbank,
  • Supportleistungen aller Art,
  • Updates,
  • Informationen,
  • Herstellerservice,
  • Schulung,
  • Kurse,
  • Reisen,
  • Markt- und Messe-Beobachtung usw.

Die SLWR müssen für jeden einzelnen Server aufgrund dessen Ausstattung errechnet werden, was mit einer Tabelle schnell geschafft ist. Im konkreten Beispiel ergeben sich bei einer Verfügbarkeit von 99,00 Prozent im Jahr etwa 43,3 Millionen kSh.

Nun müssen diese Kosten – im Beispiel rund 3 Millionen Euro per anno – und die dafür zu beziehende Cloud-Leistung gegenüber gestellt werden (siehe: Tabelle 3 – Galerie und Download).

In der dritten Tabelle sind nun diese Jahres-Kosten des Eigenbetriebs dem entsprechenden Cloud-Angebot der fünf großen Provider gegenübergestellt. Dafür dienen ein unterer und ein oberer Preis von jedem Provider.

So geht man vor

Nach aller Erfahrung kann man eigentlich davon ausgehen, dass je höher das kontrahierte Volumen ist, desto niedriger der spezifische Preis pro Stunde wird. Das bedeutet auch, dass man für ein großes Volumen sich am besten den Cloud-Preis heraus suchen sollte, der bei dem Volumen insgesamt am günstigsten ist.

Da grundsätzlich alle Cloud-Preise mengenabhängig hoch skalierbar sind, kann man seinen Jahresbedarf praktisch zu jedem Preis kontrahieren. Es heißt also aufpassen, dass man einen möglichst günstigen herausfindet.

Das Ergebnis läuft schlicht darauf hinaus, dass die Cloud-Angebote durchweg rund 60 bis 80 Prozent der Jahreskosten einsparen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern und innerhalb von deren Tarifen sind dagegen marginal, vor allem wenn man die großen Units wählt.

Aufpassen bei den Größeneinheiten!

Dass der Anbieter E bei der kleinen Unit sogar teurer ist als der Eigenbetrieb, deutet klar darauf hin, dass kleine Mengen sein Geschäft nicht sind. Umso besser steht er bei der oberen Unit-Größe da.

Ein weiterer Kostenvorteil wird sich ergeben, wenn man die Cloud entsprechend dem Leistungsbedarf „atmen“ lässt. Beim Eigenbetrieb ist das kaum möglich, und das macht unsere Rechnung nochmals sicherer. Erst bei viel größeren Rechenzentren, die jährlich 10 Millionen Euro und mehr kosten, kann man auch im Eigenbetrieb in punkto Kosten „atmen“.

weiter mit: Zu schön, um wahr zu sein

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