Mit den All-Flash-Arrays PowerScale F210 und F710, seinen Scale-Out-NAS-Lösungen, will Dell Technologies anspruchsvolle File-Workloads von allgemeiner KI und generativer KI unterstützen.
Die beiden All-Flash-Arrays PowerScale F210 und F710 basieren auf den neuesten PowerEdge-Servern von Dell Technologies und unterstützen File-Workloads von KI und generativer KI.
(Bild: Dell Technologies)
Die zwei AFAs PowerScale F210 und F710 basieren auf den neuesten PowerEdge-Servern von Dell Technologies und nutzen die aktuelle Version des Betriebssystems PowerScale OneFS. Die Version 9.7 unterstützt laut Whitepaper die jüngste Generation der PowerEdge-AFAs.
OneFS verwaltet als skalierbares, sicheres Dateisystem große Datenmengen unstrukturierter Daten, das Datensicherheit integriert, Laufwerkverwaltung eliminiert und mehrere Protokolle und Workloads unterstützt. OneFS ermögliche die Mobilität von Daten über den Edge, den Core und Cloud-Umgebungen hinweg.
Mit OneFS 9.7 böten sie Unternehmen eine KI-fähige Datenplattform mit „außergewöhnlicher“ Leistung, Skalierbarkeit und Effizienz, erklärt Dell. Das F210 sei dabei die geeignete „Lösung für große Leistung bei kleineren Kapazitätsanforderungen“. Das F710 biete hingegen in einer Höheneinheit die „ideale Kombination aus Hochleistung und großer Kapazität“.
Zur PowerScale-Produktfamilie gehörten bislang die Modelle PowerScale F900 (bis 368 TB pro Node), PowerScale F600 (122,8 TB pro Node), PowerScale F200 (30,72 TB pro Node) und die Modelle Isilon F800 and F810 (924 TB pro Node). Die neuesten PowerEdge-Server-Modelle weisen Intel-Xeon-Sapphire-Rapids-CPUs, PCIe-5.0-Bus-Technik, CXL 1.1 (Compute Express Link), eine um 60 Prozent höhere Speicherdichte durch ein geändertes Chassis und das Smart-Flow-Design auf, das die Luftzufuhr intelligent steuert. Stromverbrauch und CO2-Ausstoß seien ebenfalls verringert worden.
Das F710 biete Platz für bis zu zehn 15-TB-QLC-Laufwerke, was im Vergleich zum AFA F600 eine um 25 Prozent höhere Dichte bedeute. Im F210 kommen vier 15-TB-QLC-Laufwerke zum Einsatz, wodurch sich seine Kapazität im Vergleich zum F200 verdopple, verlautbarte Dell.
PowerScale F210 ist ein 1U-Chassis mit PowerEdge R660 mit einem RAM von 128 GB. Wenigstens drei Nodes sind nötig, um einen Cluster zu bilden, der sich auf bis zu 252 Nodes skalieren lässt. Das F210 sei kompatibel zum Modell F200, doch der große Unterschied sei die Nutzung von NVMe-SSDs anstelle von SSDs. Dadurch kann das F210 nun vier QLCs mit 15,36 TB Kapazität aufnehmen. Die Speicherdichte sei ebenso doppelt so hoch wie die Rechenleistung, so dass nun in einem 3U-Cluster die Speicherkapazität zwischen 23 TB und 184 TB liegen kann.
PowerScale F710, ebenfalls auf PowerEdge R660 basierend, überragt seinen kleineren Bruder turmhoch: Gleich zehn QLCs à 15,36 beziehungsweise 30,73 TB (angekündigt) sollen eine Speicherkapazität erlauben, die zwischen 115 TB und 922 TB liegen kann. Im Vergleich zur Vorgängergeneration sollen die zwei neuen Systeme bis zu zweimal schnellere Lese- und Schreibvorgänge bei gestreamten Daten realisieren können. Das Frontend-Networking des F710 wird von zwei 100-GbE- oder 25-GbE-Anschlüssen, das Infrastrukturnetzwerk von zwei 100-GbE-Anschlüssen realisiert. Damit diese Schnittstellen keine offenen Scheunentore für Malware bieten, verfügen die beiden AFAs dank OneFS 9.7 über eine Reihe von Sicherheitsfunktionen. Diese werden in einem gesonderten Whitepaper beschrieben.
KI-Anwendungen
Unternehmen könnten durch CXL 1.1 auch GPUs beim Training und Finetuning von KI-Modellen erheblich schneller mit Daten füttern und zudem die Checkpoint-Phasen in der KI-Entwicklung deutlich verkürzen. OneFS 9.7 komprimiert und dedupliziert Daten automatisch. Der Grund: Bei allen KI-Prozessen ist ja nicht nur die direkte Verarbeitung unstrukturierter Daten (Audio, Video, Text, Streaming) notwendig, sondern auch die Vorverarbeitung, um große Datenmengen in eine qualitativ und strukturell optimale Form zu bringen, mit der die Algorithmen und Modelle, etwa auch LLMs, effektiv arbeiten können. Das werde von OneFS 9.7 erledigt.
Außerdem böten die beiden AFAs eine um den Faktor 2,6 verbesserte Performance bei High-Concurrency-Workloads und latenzkritischen Aufgaben wie Hochfrequenzhandel (HFT) oder Electronic Design Automation (EDA), verglichen mit der Vorgängergeneration. Es gibt also noch eine Welt außerhalb von KI.
TCO gesenkt
Die AFAs F210 und F710 senken nach Dells Angaben die Total Cost of Ownership signifikant und steigern die Nachhaltigkeit. Sie seien mit einem Smart-Flow-Gehäuse ausgestattet, das immer genau die richtige Menge an Luft dorthin leite, wo sie gerade zur Verbesserung der Energieeffizienz benötigt werde. „Durch Innovationen wie diese konnte Dell Technologies innerhalb nur eines Jahres die Leistung per Watt seiner Systeme um bis zu 90 Prozent erhöhen“, heißt es in der Presseinformation.
Stand: 08.12.2025
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Die neuen PowerScale-Systeme F210 und F710 sind ab sofort (Ende Februar 2024) bei Dells Vertriebspartnern verfügbar.
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