Mobile-Menu

Studie deckt milliardenteure Verschwendung auf Nur die Hälfte aller Software-Lizenzen wird genutzt

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Unternehmen haben Hunderte von Anwendungen im Einsatz, die viel gekostet haben und ein produktives Mitarbeitererlebnis ermöglichen sollen. Doch werden etwa viele davon gar nicht genutzt? Das jedenfalls legt eine neue Studie von Nexthink nahe.

Die Hälfte aller installierten Anwendungen in Unternehmen wird von den Mitarbeitern nicht genutzt, so Nexthink. (Bild:  frei lizenziert Gerd Altmann - Pixabay /  Pixabay)
Die Hälfte aller installierten Anwendungen in Unternehmen wird von den Mitarbeitern nicht genutzt, so Nexthink.
(Bild: frei lizenziert Gerd Altmann - Pixabay / Pixabay)

Die Hälfte, genau genommen 49,96 Prozent, aller installierten Anwendungen in Unternehmen wird von den Mitarbeitern nicht genutzt. Das ist das erschreckende Ergebnis einer Untersuchung von Nexthink, das eine Plattform für das Digital Employee Experience Management (DEEM) anbietet. Für die Studie wurden mehr als sechs Millionen Endgeräte von Kunden in acht Branchen analysiert.

Lizenzen nicht einfach abschalten

Gezählt wurden historische Daten von „durchschnittlichen Unternehmen“. Nexthink legte dann eine Gebühr pro Anwender und Monat zwischen acht und 83 US-Dollar zugrunde. Die ungenutzten Software-Lizenzen kosteten die untersuchten Unternehmen demnach etwa 45 Millionen US-Dollar pro Monat, also rund eine halbe Milliarde pro Jahr.

„Damit wird eine typische Herausforderung ganz offensichtlich, vor der Unternehmen im Jahr 2023 stehen: nachhaltig und effizient zu agieren“, kommentierte Yassine Zaied, Chief Strategy and Marketing Officer bei Nexthink. Das Ergebnis legt nahe, dass die Firmenleitung mit dem großen Rechen durch die App-Landschaft gehen sollte. Doch Zaied warnt: „Willkürliches oder rigoroses Abschalten von Lizenzen kann mittelfristig zu höheren Kosten führen. Nur wenn die IT-Abteilung Zugang zu allen Informationen darüber hat, a) wer was nutzt, b) was nicht genutzt wird, c) was noch leistungsfähig ist und d) was erneuert oder ersetzt werden muss, kann sie nachhaltig und kontinuierlich maßgebliche Effizienzvorteile erkennen und nutzen.“

Oft verschiedene Tools für dieselbe Aufgabe

Doch Lizenzen für ungenutzte Software seien nicht das einzige Kosteneinsparungspotenzial in Bezug auf Apps: Die Analyse habe zudem ergeben, dass Mitarbeiter mehrere Anwendungen für denselben Zweck verwandten. So nutzen etwa 37 Prozent der Angestellten drei Browser-Anwendungen für den Zugriff auf ihre SaaS-Tools und das Internet, 31 Prozent zwei Tools für die Zusammenarbeit. Für letzteres verrät Zaied auch, gestützt auf die Ergebnisse des Reports, welche am aktivsten genutzt wurden, nämlich Slack, Teams, Zoom, Webex-Host und Asana. Am wenigsten kamen Tableau, Trello, Notion App, Spotfire und BlueJeans zum Einsatz.

Nexthink hat die Studie unter dem Titel „Soft-WASTE: Wie groß ist die Verschwendung durch ungenutzte Software-Lizenzen?“ zum Download bereitgestellt.

(ID:49434451)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Data-Storage und -Management

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung