Die Datenspeicherung in der Cloud eröffnet Unternehmen alternative Kommunikationswege

Online-Backup kann mehr als Daten sichern

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Das Marktpotenzial ist insofern enorm, was auch die zahlreichen Firmenübernahmen auf diesem Gebiet beweisen. Allein die texanische Dell hat im abgelaufenen Jahr mit AppAsure, Credant Technologies, Gale Technologies, Quest Software und SonicWALL fünf Firmen übernommen, die sich alle in irgendeiner Form mit Techniken zur sicheren Datenverlagerung und Speicherung befassen.

Wer profitiert am meisten?

Der US-Diensteanbieter Zetta.net hat für das Jahr 2013 Vorhersagen für Online-Backup und Disaster Recovery abgegeben. Danach profitieren kleine Unternehmen, Zweigstellen großer Firmen, Erziehungseinrichtungen und lokale staatliche Behörden am meisten von der neuen Art der Datenspeicherung.

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Als Gründe nennt das Zetta.net-Papier die besseren Sicherheitsvorkehrungen der externen Anbieter im Vergleich zu dem, was in den Firmen vorhanden ist. Oftmals werden erst dadurch Compliance-Vorschriften erfüllt, die die herkömmliche Datensicherung, etwa auf Festplatten, nur selten bietet.

Zudem erhalten damit auch kleinere Unternehmungen Zugang zu Techniken, die sie sich sonst nicht leisten würden. Als Beispiel wird die kostengünstige Datenspeicherung von vier TByte an neuen Informationen in weniger als 24 Stunden genannt, auf die dann auch noch von überall auf der Welt aus zugegriffen werden kann.

Schließlich würden die Firmen auch noch sparen, so die Argumentation des Serviceanbieters: „Das Online-Backup von Servern kostet nur einen Bruchteil dessen, was sonst für Backup-Software, Speicher-Equipment, Support und Service notwendig ist – ganz zu schweigen, wenn man die Zeit und Ressourcen einberechnen würde, die für die Verwaltung unterschiedlicher Produkte und Hersteller aufzuwenden wäre.“

Spielarten von Online-Datenspeicherung

Unternehmen unterscheiden sehr wohl, welche Daten sie der Cloud anvertrauen und welche im Unternehmen bleiben sollen. Doch auch selbst wenn Daten ausgelagert werden, soll die Kontrolle dafür beim IT-Management bleiben.

Die Enterprise Strategy Group hat dafür den Begriff „Cloud integrated Storage“ (CiS) geprägt und jubelt: „CiS bietet eine großartige Kombination vom Besten aus der alten und der neuen Welt.“ Schließlich könne der IT-Administrator so agieren, als ob alle Daten vor Ort liegen. Das bedeutet, dass er auch Deduplizierungs- oder Caching-Algorithmen nutzen kann – auch wenn die Daten physikalisch weit entfernt in einer Public Cloud liegen.

Neben CiS macht derzeit noch eine andere Spielart von sich reden: Hybrid Backup 2.0. Darunter versteht man die Kombination zwischen replizierten Daten in der Cloud und einer „schlanken lokalen“ Kopie großer Datenbank-Files.

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