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Zukunftskongress 2023 Oracle stellt souveräne und DSGVO-konforme Cloud vor

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Datensouveränität ist insbesondere in der Öffentlichen Verwaltung ein Must-have. Mit der Sovereign Cloud stellt der US-amerikanische Hyperscaler Oracle eine Cloud-basierte Speicherverbundlösung vor, die den schärfsten Kriterien deutscher und europäischer Datenschützer genügt. Ein Rahmenvertrag mit dem BSI ermöglicht den Einsatz in Hochrisikobereichen.

Die Oracle Sovereign Cloud steht der Öffentlichen Verwaltung ab Ende Juli 2023 zur Verfügung und soll auch in Hochsicherheitsszenarien Anwendung finden.(©  Dilok - stock.adobe.com)
Die Oracle Sovereign Cloud steht der Öffentlichen Verwaltung ab Ende Juli 2023 zur Verfügung und soll auch in Hochsicherheitsszenarien Anwendung finden.
(© Dilok - stock.adobe.com)

Es gibt beinahe keine Internetanwendung, die ohne eine Anbindung an ein Cloud-basiertes Speicherverbundsystem auskommt. Über die Cloud können riesige Datenmengen in Echtzeit und ortsunabhängig bereitgestellt werden, und darüber hinaus können die Anbieter von Cloud-Lösungen eine Hochverfügbarkeit der eigenen Daten garantieren.

Auch die Öffentliche Verwaltung hat Bedarf, die eigenen Datenmengen sicher und hochverfügbar zu speichern. Schließlich gibt es außerhalb der Verwaltung wenige Bereiche, in denen derart viele Datensätze von Bürgerinnen und Bürgern vorhanden sind. Doch die deutsche und insbesondere die europäische Gesetzeslage – Stichwort DSGVO – hat die Auslagerung von Bürgerdaten in kommerzielle Rechenzentren bislang unterbunden. Die großen Hyperscaler wie Google, Microsoft oder Amazon haben daher alle seit einiger Zeit auch souveräne Clouds im Portfolio, die genau diese Normen bedienen und – dem Namen entsprechend – datensouverän operieren können.

Mit Oracle betritt nun ein weiter Akteur das Spielfeld der souveränen Clouds.

Spezifikationen und Verfügbarkeit

Im Rahmen des Zukunftskongresses wurde am 20. Juni 2023 in Berlin die Oracle EU Sovereign Cloud dem anwesenden Fachpublikum präsentiert. Im Vergleich zu den souveränen Cloud-Lösungen der Mitstreiter bietet die Oracle Cloud laut Peter von Dietze, Vicepresident Cloud von Oracle, die gleiche Preispolitik wie die Private-Cloud-Lösungen des Unternehmens. Um die Datensouveränität und die DSGVO-Konformität zu garantieren, wurde eine GmbH gegründet, deren einziger Zweck die Installation und Verwaltung souveräner Cloud-Lösungen darstellt. Die Daten werden auf Kundenwunsch entweder in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main oder „On-Premises“, also in den Räumlichkeiten der Kunden selbst, gespeichert, so von Dietze. Weiterhin betonte er beim Zukunftskongress in Berlin, dass bereits im März dieses Jahres ein Rahmenvertrag mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geschlossen wurde, der den Einsatz der Oracle EU Sovereign Cloud in Hochsicherheitsumgebungen, wie etwa der Bundeswehr oder bei Bundesbehörden, ermöglichen soll.

Die souveräne Cloud von Oracle ist ab dem 31. Juli 2023 verfügbar. Bis dahin werden alle rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen sein, um die Oracle-Cloud auch in der Öffentlichen Verwaltung verwenden zu können, ist sich Peter von Dietze sicher.

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