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Workshop - Die Mini-SAS-Schnittstellentechnik, Teil 2

Pay as you grow und Ausfallsicherheit sind gut mit SAS-Topologien umsetzbar

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SATA-Topologien sind eine Selbstbeschränkung

In den letzten Monaten sind kostengünstige 2,5-Zoll SAS-Laufwerke mit Kapazitäten von ein Terabyte auf den Markt gekommen. Diese können direkt an jeden SAS-Link angeschlossen werden und sind damit eine Alternative zur Verwendung der SAS/SATA-Interposer geworden. besonders dort, wo die Auswirkung des Interposers auf das Design des Laufwerksrahmens nicht akzeptabel ist (Nearline-SAS).

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden mit SATA-Laufwerken gekoppelte Interposer und native SAS-Laufwerke mit hoher Kapazität in der Storage-Landschaft koexistieren. Der Markterfolg von SAS sorgt dafür, dass diese Varianten aufkommen, und beweist, wie stark sich SAS an eine Vielzahl von Marktanforderungen anpassen kann (siehe Abb. 13). Dies stellt einen Tribut an die Flexibilität der SAS-Architektur dar.

Der SAS-Expander. SAS-Laufwerke mit hoher Kapazität vereinfachen das Design von Laufwerksrahmen. (Archiv: Vogel Business Media)

Abb. 13: Der SAS-Expander: SAS-Laufwerke mit hoher Kapazität vereinfachen das Design von Laufwerksrahmen.

Multiplikationsfaktor SAS-Expander

Die grundlegenden Bausteine selbst einfachster SAS-Systeme sind SAS-Expander. SAS-Expander werden in einem Host oder einem JBOD eingesetzt, um die SAS-Verbindungen, die ein primärer SAS-Controller bereitstellt, zu vervielfachen.

Diese Geräte skalieren nicht nur drastisch die SAS-Architektur ebenso wie die verschiedenen bereits besprochenen Interposer, sondern sind auch ein effektives Mittel, um das Protokoll (SAS oder SATA) des angeschlossenen Gerätes zu managen. Sie bieten zustäzlcih eine saubere Signalübertragung und elektrische Isolierung für Endknoten wie zum Beispiel Laufwerke.

Speicherkapazität mühelos expandieren

Die SAS-Architektur wurde so ausgelegt, dass Expander als einfache verbindungsbasierte, kostengünstige Switching-Elemente dienen sollten. Daher ist es leicht und kostengünstig, SAS-Systeme nach dem „Pay-as-you-grow“-Modell zu skalieren.

Der Volumen-SAS-Markt, der nur vier bis acht Laufwerke benötigt, wird daher nicht durch teure Switching-Elemente belastet, die die Kosten für die grundlegende Storage-Architektur über Gebühr in die Höhe treiben. Stattdessen bieten sie zahlreiche Möglichkeiten, kleine Systeme drastisch zu skalieren, wenn Bedarf besteht.

Kaskadierung von 1000 Disk-Laufwerken möglich

Die Portzahl bei den Expandern hat wesentlich zugenommen, und SAS-Expander mit 36 oder mehr Ports sind keine Seltenheit. Durch die Bereitstellung von mehr SAS-Ports an einem einzigen Expander sinken die Kosten pro Port beim Skalieren der Architektur, und bei sehr großen Konfigurationen sinkt auch der Strombedarf (siehe Abb. 14).

Externe und interne Mini-SAS HD-Konfigurationen mit Benennung der Komponenten. (Archiv: Vogel Business Media)

Abb. 14: SAS-Expander ermöglichen Skalierbarkeit und Erweiterung von SAS-Architekturen, indem sie die Anzahl nutzbarer SAS-Links erhöhen und eine verbesserte Signalübertragung und Isolation bieten.

Wie in Abb. 14 dargestellt, können SAS-Expander kaskadiert werden, um problemlos mehrere hundert Laufwerke in einem Storage-Subsystem zu unterstützen. In manchen Fällen setzen große Storage-Systeme kaskadierte Expander ein, um mehr als tausend Laufwerke zu unterstützen.

weiter mit: Höhere Komplexität mit SAS-Switches bewältigen

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