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Datenbanken, Data Warehouses und Fileserver profitieren vom SMB2.2-Turbo

Schnellerer Datenzugriff mit Windows Server 8

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Continous Availability bei geclusterten Dateiservern

Zunächst ermöglicht SMB 2.2 beim Einsatz auf einem geclusterten Dateiserver einen transparenten Failover zwischen Clusterknoten. Wird der Dateiserver auf einen anderen Knoten verschoben, bleiben die SMB-Sitzungen, also die Zugriffe der Anwender im Netzwerk erhalten.

Dazu gibt es einen neuen Rollendienst in Windows 8 Server mit der Bezeichnung Services For Continuously Available Shares. Der Rollendienst stellt dazu einen Serverdienst zur Verfügung, der bei Clusterfailovern für einen kontinuierlichen Dateizugriff sorgt.

Bei ungeplanten Abstürzen kann der Dienst Benutzer wieder mit der Freigabe verbinden, falls der Server zu lange nicht erreichbar war. Die entsprechenden Einstellungen dazu müssen auch in den einzelnen Freigaben konfiguriert sein.

Abwärts kompatibel

Die Standardeinstellung für Freigaben in Windows 8 Server sind aber bereits so gesetzt, dass die Funktion von Beginn an aktiviert ist. Das heißt, wenn Administratoren diese Funktion nicht wollen, muss sie explizit für jede Freigabe abgeschaltet werden.

Damit der Zugriff funktioniert, müssen Client und Server das SMB 2.2-Protokoll beherrschen. Das heißt, auf dem Client muss Windows 8 installiert sein und auf dem Netzwerkrechner Windows Server 8. Ob eine SMB 2.2-Erweiterung für Windows 7 nachgeliefert wird, hat Microsoft noch nicht bekanntgegeben.

Natürlich können ältere Clients auf Freigaben in Windows Server 8 zugreifen, allerdings steht dann die Continous Availability-Funktion nicht zur Verfügung. Natürlich nutzen nicht nur Clients diesen Dienst, sondern vor allem auch Serverdienste wie SQL Server 2012 oder Hyper-V. Das macht wiederum alle Services stabiler, da nun keine nervigen Abbrüche mehr passieren, die eine Re-Initialisierung erforderten.

SMB Multichannel und SMB Direct

Sind im Unternehmen mehrere Server mit Windows Server 8 im Einsatz, tauschen diese Daten über das Netzwerk mit der neuen Multichannel-Funktion aus. Damit lassen sich von einem Server aus auf eine Freigabe mehrere parallele Zugriff durchführen. Das beschleunigt den Datenverkehr und sichert ihn auch gegen den Ausfall eines einzelnen SMB-Kanals ab.

Der Vorteil liegt darin, dass Serverdienste Daten auch auf Servern speichern können und nicht nur auf der eigenen Festplatte. Der sinnvolle Einsatz ist in Umgebungen mit Hyper-V-Hosts, die auf Windows Server 8 aufbauen, zu sehen. Dazu ist weder die Installation eines Rollendienstes , noch eine Konfiguration notwendig.

Diesen beschleunigten Zugriff bietet Windows 8 Server automatisch. Damit die Funktion genutzt werden kann, müssen die Netzwerkadapter natürlich entsprechende Geschwindigkeit liefern. Microsoft empfiehlt dazu entweder die Installation eines 10 Gigabit-Adapters, oder mindestens den Einsatz von zwei 1 Gigabit-Adaptern.

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