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Direkter Speicherzugriff notwendig
Für diese Funktion können Administratoren auch die neue Team-Funktion von Netzwerkkarten in Windows Server 8 nutzen. Über den Server-Manager lassen sich Netzwerkadapter zu Teams zusammenfassen, auch ohne dass die Treiber das direkt unterstützen. Neben den weiter unten erwähnten Diensten, nutzt zum Beispiel auch BranchCache diese Funktion.
Dieser in Windows Server 2008 R2 eingeführte Serverdienst ermöglicht Datenaustausch zwischen Dateiservern in verschiedenen Niederlassungen. SMB Direct ist ebenfalls zwischen Servern mit Windows Server 8 aktiv. Administratoren müssen weder Einstellungen vornehmen, noch etwas installieren.
Damit diese Funktion nutzbar ist, müssen die verbauten Adapter aber die RDMA-Funktion (Remote Direct Memory Access) unterstützen. Bei dieser Funktion können Server Daten aus dem Hauptspeicher eines Systems über das Netzwerk auf einen anderen Server übertragen, der aktuell Kapazitäten frei hat. So lassen sich stark belastete Server beschleunigen, indem Sie Daten auf nicht ausgelastete Server übertragen.
Damit das funktioniert muss das Netzwerk extrem schnell sein und die Adapter müssen die Funktion nutzen können. Das sind Adapter mit den Typen iWARP, Infiniband und RDAM over Converged Ethernet (RoCE). Von dieser Technik profitieren hauptsächlich Hyper-V und SQL Server 2008 R2/2012.
Hyper-V over SMB und SQL Server over SMB
Auch Hyper-V kann in Windows 8 Server direkt auf das SMB-Protokoll zugreifen. Der Sinn ist, dass Unternehmen die virtuellen Festplatten in Hyper-V 3.0 (*.vhdx) nicht direkt auf dem Hyper-V-Host speichern, sondern auf einer Freigabe im Netzwerk.
Diese ist dann mit SMB Multichannel, SMB Direct und Hyper-V over SMP sehr schnell zugreifbar für Hyper-V 3.0. Für Unternehmen sollen dabei keinerlei Einschränkungen entstehen. Auch hochverfügbare Lösungen wie Livemigration funktionieren so. Der gemeinsame Datenträger des Clusters muss sich dann nicht mehr in einem teuren SAN befinden, sondern es reicht ein Server mit Windows 8 Server und ausreichend Speicherplatz.
Auf diesem Server können auch die Konfigurationsdateien der virtuellen Server gespeichert sein und eventuell vorhandene Snapshots. Cluster Shared Volume (CSV), der für hyper-V-notwendige Dienste für gemeinsame Datenträgern in Clustern, unterstützt das SMB 2.2-Protokoll und dessen neue Funktionen ebenfalls. 
Dazu muss ebenfalls auf beiden Servern Windows Server 8 installiert sein. Ein Server läuft mit der Hyper-V-Rolle, der andere als Dateiserver. Die Umgebung muss außerdem über ein Active Directory verfügen. Hier müssen die Domänencontroller aber nicht zwingend auf Windows Server 8 umgestellt werden. Empfohlen, aber nicht unbedingt notwendig, ist ein Cluster für Hyper-V und die Dateidienste. In diesem Fall lässt sich die Umgebung wesentlich schneller und sicherer betreiben.
Auch Datenbanken profitieren

Setzen Unternehmen zusätzlich zu Windows Server 8 noch SQL Server 2008 R2 oder SQL Server 2012 ein, profitieren auch hier die Datenbankserver vom neuen SMB-Protokoll. Hier gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei Hyper-V over SMB. Ältere Editionen als SQL Server 2008 R2 können diese Funktion nicht nutzen. Auch hier ist ein Cluster wieder der beste Weg.
Sinn dieser Funktion ist, dass Transaktionsprotokolle oder Datenbankdateien, sowie eventuelle Sicherungen oder ausgelagerte Dateien auf Dateiservern mit Windows Server 8 ausgelagert sind. Außerdem hat Microsoft den Zugriff von schnellen Schreib-/Lese-Vorgängen deutlich optimiert. Davon profitiert vor allem SQL Server 2012. Von Mircorosft verbessert wurde ebenfalls der Zugriff auf Data-Warehouses durch die Erhöhung des Werts für Maximum Transmission Unit (MTU).
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