Seit einigen Monaten hören wir immer wieder von ChatGPT und generativer KI – und das ist gut. Dadurch wird Transparenz geschaffen, und wir verstehen, was auf uns zukommt. Wie bei Cybersicherheit und Ransomware dürfen wir nicht blind sein für die Risiken. Stattdessen müssen wir uns für die Aufgaben wappnen, die rund um diese neue Technologie entstehen.
Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen – dennoch sollten wir „auch die Frage stellen, wer die Verantwortung trägt, wenn bei der KI etwas schiefläuft“, betont Edwin Weijdema von Veeam.
(Bild: kentoh - stock.adobe.com)
Von ChatGPT bis hin zu einem Roboterhund, der durch das Wohnzimmer tobt: Künstliche Intelligenz beginnt, sich in der Gesellschaft durchzusetzen. Einerseits ergeben sich daraus enorme Möglichkeiten – zum Beispiel im medizinischen Bereich, wo Nanoroboter vielleicht bald Menschenleben retten werden. Andererseits müssen wir uns aber auch die Frage stellen, wer die Verantwortung trägt, wenn bei der KI etwas schiefläuft. Die Organisation, die das System programmiert hat? Der Anbieter des Services? Der Endnutzer? Oder eine Kombination aus allen dreien?
Wir müssen darüber nachdenken, welche Wirkung die Technologie auf unsere Gesellschaft hat. Leider stecken wir Menschen lieber den Sand in den Kopf, als einen guten Umgang mit Veränderung zu pflegen – so lange, bis es sich auf unser persönliches Leben auswirkt. Vergleichen wir das damit, wie wir Datensicherung nutzen: Am Anfang stand das Bewusstsein, dass Datensicherung wichtig ist. Dennoch wollte niemand dafür bezahlen, bis Ransomware allgegenwärtig wurde. Unternehmen haben erst dann verstanden, dass eine gute Datensicherung an der Spitze der Sicherheitsstrategie stehen sollte. Auch die KI-Technologie könnte hier allmählich an Bedeutung gewinnen.
Vorbereiten, reagieren und wiederherstellen
Wie gehen wir mit einer Technologie um, die das Potenzial hat, unsere Arbeitswelt völlig umzugestalten? Wir sollten die Antwort kennen, denn jeder hat das schon erlebt. Man könnte sogar von einem Kreislauf sprechen, der entsteht, wenn wir eine neue Erfindung oder Technologie auf die Welt loslassen. Fast alles wird in der Absicht entwickelt, Gutes zu tun. Doch wir sehen, dass es immer einen Zeitpunkt gibt, an dem jemand beginnt, eine Lösung zu missbrauchen. Das Schwarzpulver wurde einst mit den besten Absichten erfunden, bis die Menschen entdeckten, dass sie damit Dinge in die Luft jagen können. Fortschrittliche IT-Anwendungen ermöglichen es Unternehmen, mehr Umsatz zu generieren, bis Hacker eine Gelegenheit sehen, Ransomware über diese Kanäle zu verbreiten. KI-Systeme vollbringen revolutionäre Dinge, bis die Dinge schiefgehen, weil sie für falsche Intentionen missbraucht werden können.
Wenn wir eine neue Technologie einführen, gehen wir jedes Mal nach demselben dreistufigen Verfahren vor. Zunächst versuchen wir, uns so gut wie möglich vorzubereiten. Anschließend reagieren wir auf die auftretenden Probleme. Im letzten Schritt beheben wir, was schiefgelaufen ist. Beispielsweise kann man einen Hacker mit keinem Sicherheitstool vollständig aufhalten – aber man kann den Schaden begrenzen, indem man den Angriff verlangsamt und ihn in eine andere Richtung lenkt.
Je schneller wir diesen Prozess abschließen, desto eher können wir die positiven Auswirkungen der Technologie auf unser Leben nutzen.
Gute Vorbereitung ist unerlässlich – und dafür ist Transparenz nötig. Wenn wir wissen, was auf dem Markt passiert und welche Veränderungen auf uns zukommen, können wir sie besser vorhersehen und eine entsprechende Politik oder Gesetzgebung entwickeln. Transparenz ist dabei die beste Verteidigung, um etwas nachhaltig aufzubauen. Normalerweise teilt sich das Problem auf verschiedene Akteure auf, und unsere Aufgabe als ebenfalls handelnde Personen ist es, so viele Perspektiven wie möglich zusammenbringen.
Außerdem ist es sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik wichtig, dass wir Menschen mit dem richtigen technischen Hintergrund in die Positionen setzen, in denen Entscheidungen getroffen werden. Alternativ sollten Führungskräfte und politische Entscheidungsträger von Experten mit dem richtigen Fachwissen umgeben ein. Es ist kein Zufall, dass die Technologiegiganten heute die erfolgreichsten Unternehmen der Welt sind. Sie werden von Menschen geführt, die eine Zukunftsvision haben und eine Perspektive, die andere inspiriert.
Während zu Corona-Zeiten täglich Gesundheitsexperten in den Nachrichtenstudios saßen, die Zeitungen füllten und politische Entscheidungen beeinflussten, müssen jetzt Experten für digitale Technologien diese Rolle übernehmen. Unsere Gesellschaft und Unternehmen müssen in den Technologiewandel eingeführt werden. Nur eine gute Vorbereitung kann verhindern, dass unsere Gesellschaft bald in einer digitalen Pandemie versinkt. Schließlich stehen wir mit Künstlicher Intelligenz vor der größten Innovation seit der industriellen Revolution.
Stand: 08.12.2025
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Edwin Weijdema, Field CTO EMEA & Global Cybersecurity Technologist bei Veeam.
(Bild: Veeam)
Bei jeder Revolution, die die Menschheit erlebt hat, wussten wir anfangs nicht, was wir tun sollten. Doch jedes Mal haben wir es überstanden. Jetzt haben wir den Vorteil, besser vorbereitet zu sein, weil wir einen Teil des Prozesses bereits kennen. Und der Rest? Das wollen wir gemeinsam herausfinden.
* Der Autor: Edwin Weijdema, Field CTO EMEA & Global Cybersecurity Technologist bei Veeam.
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