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Neue Ansätze für stromsparende Hardware, Teil 2

Storage jenseits von 0 und 1

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Quantenspeicher

Photonen leiten über zu Quantenspeichern, die an dieser Stelle nur kurz erwähnt seien. Anders als klassische Speicher, die Informationen in Bits ablegen, nutzen auch Quantenspeicher Qubits, die nicht nur den Zustand 0 oder 1 annehmen, sondern dank der Superposition auch 0 und 1 gleichzeitig in einer Überlagerung sein können. Ein Quantenspeicher muss diesen fragilen, überlagerten Zustand stabil speichern.

Qubits werden theoretisch in verschiedenen physikalischen Systemen gespeichert, zum Beispiel in Atomen oder Ionen, Festkörpern wie Diamanten oder eben in Photonen. Es gibt derzeit allerdings keine kommerziell verfügbaren Quantenspeicher im Sinne von „Quanten-SSDs“. Unter anderem IBM Quantum, Google, Microsoft und Amazon Braket bieten jedoch über die Cloud Zugriff auf ihre Quantencomputer-Hardware an. Grundsätzlich gilt aber, dass die Technologie sich noch in der niedrigen bis mittleren Phase der technologischen Reife (TRL) befindet.

Marius Kowalewski, Manager Solutions Specialists & Architects Germany bei NetApp.(Bild:  NetApp)
Marius Kowalewski, Manager Solutions Specialists & Architects Germany bei NetApp.
(Bild: NetApp)

„Neue Speichertechnologien wie PLC-NAND, MRAM, DNA und Quantenspeicher bieten eine höhere Speicherdichte und einen geringeren Stromverbrauch. Die wirklichen Effizienzsteigerungen werden jedoch erst erzielt, wenn diese Technologien mit KI-gestütztem Ressourcenmanagement und CO2-bewusster Orchestrierung kombiniert werden“, erläutert Scott Baker, CMO IBM Storage, im Austausch mit Storage-Insider. „Zusammen können sie Unternehmensspeicher in eine nachhaltige, leistungsstarke Grundlage für das KI-Zeitalter verwandeln.“

Das bestätigt Marius Kowalewski, Manager Solutions Specialists & Architects Germany bei NetApp: „KI-gestützte Routinen können den Energiebedarf prognostizieren und den Betrieb dynamisch anpassen. Ebenso trägt konsequente Datenbereinigung zur Effizienz bei, da weniger redundante Daten auch weniger Speicherplatz und damit Energie erfordern. Ergänzend helfen digitale Zwillinge, den Energieverbrauch transparent zu dokumentieren und Materialkreisläufe durch Recycling zu schließen.“

Lesen Sie im dritten und letzten Teil dieser kleinen Reihe, welche Ansätze es gibt, Storage künftig ganz ohne Strom zu betreiben. Dabei könnten gar menschliche Zellen zum Einsatz kommen.

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