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Kioxia entwickelt Speicher für KI-Infrastrukturen Super-High-IOPS-SSD für GPU-initiierten Flash-Zugriff

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Kioxia hat eine neue SSD-Baureihe angekündigt, die GPUs den direkten Zugriff auf Flash-Speicher als Erweiterung des High-Bandwidth-Memory ermöglichen soll. Die GP-Serie richte sich an KI- und HPC-Umgebungen und sei auf die Storage-Next-Initiative von Nvidia abgestimmt.

Kioxia zufolge liefert die GP-Serie hohe Leistung und geringe Latenz für die Speichererweiterung der Storage-Next-Architektur von Nvidia.(Bild:  Kioxia)
Kioxia zufolge liefert die GP-Serie hohe Leistung und geringe Latenz für die Speichererweiterung der Storage-Next-Architektur von Nvidia.
(Bild: Kioxia)

Kioxia positioniert seine GP-Serie als Antwort auf die Anforderungen der Storage-Next-Initiative von Nvidia. Diese adressiert den erwarteten Wandel von rechenintensiven hin zu datenintensiven Workloads in KI-Systemen. Ein zentrales Problem dabei: Die für GPUs direkt verfügbare Speicherkapazität ist durch die Größe des verbauten High-Bandwidth-Memory (HBM) begrenzt. Nvidia ruft im Rahmen der Initiative SSD-Hersteller dazu auf, Laufwerke zu entwickeln, die GPU-initiierten Speicherzugriff nativ unterstützen – also Flash-Speicher als funktionale Erweiterung des HBM nutzbar machen.

Technik: XL-Flash als Basis

Die SSDs der GP-Serie basieren auf Kioxias XL-Flash-Storage-Class-Memory – einer Flash-Technologie, die auf niedrige Latenz und hohe IOPS-Raten ausgelegt ist. Im Vergleich zu konventionellen TLC-basierten Kioxia-Laufwerken biete die GP-Serie folgende technische Vorteile:

  • höhere IOPS-Werte,
  • feinere Datenzugriffsgranularität (512 Byte),
  • geringeren Energieverbrauch pro I/O-Vorgang.

Durch den direkten GPU-Zugriff auf den Flash-Speicher könnten größere Datensätze verarbeitet werden, ohne dass die HBM-Kapazität das limitierende Element bleibt. So sei es möglich, mehr Daten näher an die tatsächlichen Rechenressourcen zu verlagern.

KV-Cache-Bedarf und die CM9-Serie

Parallel zur GP-Serie adressiert Kioxia einen weiteren Engpass in großskaligen KI-Deployments: den wachsenden Bedarf an KV-Cache (Key-Value-Cache). Dieser entsteht, weil KI-Modelle zunehmend mit Billionen von Parametern und Kontextfenstern im Millionen-Token-Bereich operieren.

Für Architekturen wie Nvidias Context Memory Storage (CMX), die die Speicherhierarchie über den GPU-Speicher hinaus erweitern, setzt Kioxia auf seine CM9-Serie: PCIe-5.0-E3.S-SSDs mit bis zu 25,6 TB TLC-Kapazität und einer Ausdauer von drei DWPD (Drive Writes Per Day). Diese Laufwerke würden die nötige Kombination aus Leistung, Kapazität und Langlebigkeit für Inferenzumgebungen im großen Maßstab bereitstellen, so der Hersteller.

Muster der GP-Serie will Kioxia ab dem 3. Quartal 2026 an ausgewählte Kunden liefern.

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