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TRIM, fsutil, schnellere Schreibzugriffe und mehr Tipps für den Umgang mit SSDs in Windows 10 und Windows 11

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Solid State Drives bieten gegenüber herkömmlichen Festplatten deutliche Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Die Optimierung der SSD-Leistung und -Lebensdauer ist entscheidend für Windows-10- und Windows-11-Nutzer. Im Folgenden werden praxisnahe Tipps für den effizienten Einsatz von SSDs unter diesen Betriebssystemen vorgestellt.

SSDs in Windows-Umgebungen effizienter nutzen – so geht’s.(Bild:  ©ANDREY MOISSEYEV, Andrey Moisseyev Images via Canva.com)
SSDs in Windows-Umgebungen effizienter nutzen – so geht’s.
(Bild: ©ANDREY MOISSEYEV, Andrey Moisseyev Images via Canva.com)

Im Folgenden gehen wir auf verschiedene Tipps ein, mit denen SSD in Windows 10 und Windows 11 besser genutzt werden können.

Systemanpassungen zur Leistungssteigerung

Die Aktivierung des TRIM-Befehls ist eine grundlegende Maßnahme, die dafür sorgt, dass SSDs nicht benötigte Daten effizient löschen können. Dies unterstützt die Aufrechterhaltung der Geschwindigkeit und verlängert die Lebensdauer der SSD. Der TRIM-Befehl lässt sich durch die Eingabe von „fsutil behavior set DisableDeleteNotify 0“ in der Eingabeaufforderung als Administrator aktivieren.

Die Indizierung von Dateien verbessert zwar die Suchgeschwindigkeit auf HDDs, auf SSDs führt sie jedoch zu unnötigen Schreibvorgängen, die die Lebensdauer verkürzen können. Eine Deaktivierung der Indizierung, insbesondere für häufig genutzte und weniger relevante Dateien, kann in der GUI erfolgen:

  • 1. Öffnen Sie den Explorer.
  • 2. Rechtsklicken Sie auf das SSD-Laufwerk und wählen Sie „Eigenschaften“.
  • 3. Entfernen Sie auf der Registerkarte „Allgemein“ das Häkchen bei „Zulassen, dass für Dateien auf diesem Laufwerk Inhalte zusätzlich zu Dateieigenschaften indiziert werden“.
  • 4. Bestätigen Sie die Auswahl, indem Sie auf „Übernehmen“ klicken. Wählen Sie die Option, diese Änderung auf alle Unterordner und Dateien anzuwenden.
  • 5. Beachten Sie, dass das Deaktivieren der Indizierung die Suchgeschwindigkeit auf dem Laufwerk beeinträchtigen kann, da Windows nicht mehr auf einen vorab erstellten Index zugreift, um Suchergebnisse zu generieren.

Optimierung des Speicherzugriffs

Automatische Defragmentierungen sind für SSDs nicht nur unnötig, sondern auch potenziell schädlich, da sie die Anzahl der Schreibvorgänge erhöhen. Es empfiehlt sich, diese Funktion zu deaktivieren. Ebenso können „Prefetch“ und „Superfetch“ – Funktionen zur Beschleunigung des Programmstarts auf HDDs – auf SSDs deaktiviert werden, da sie keinen spürbaren Leistungsgewinn bieten und zusätzliche Schreibvorgänge verursachen.

Die Anpassung der Auslagerungsdatei, die Reduktion des Schreibzugriffs durch Verlagerung temporärer Dateien und Browser-Caches auf eine HDD und die regelmäßige Aktualisierung der SSD-Firmware sind weitere wichtige Schritte zur Optimierung. Diese Maßnahmen helfen, die Belastung der SSD zu minimieren und ihre Effizienz und Lebensdauer zu maximieren.

Fortgeschrittene Konfigurationen

Die Aktivierung des AHCI-Modus im BIOS ist entscheidend, um die volle Leistungsfähigkeit der SSD zu nutzen. Dies ermöglicht ein schnelleres Lesen und Schreiben sowie eine verbesserte Energieeffizienz. Darüber hinaus ist die regelmäßige Überprüfung der SSD auf fehlerhafte Blöcke wichtig, um frühzeitig potenzielle Ausfälle zu erkennen und Datenverluste zu vermeiden.

Die Verwendung von Windows-Bordmitteln zur Leistungsoptimierung, wie beispielsweise das Sicherheits- und Wartungscenter, bietet Nutzern Werkzeuge zur Überwachung und Verbesserung der Systemleistung. Diese Tools unterstützen bei der effektiven Verwaltung und Wartung der SSD.

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(Bild: Storage-Insider)

Speichermedien begleiten viele Nutzer und Unternehmen im Zusammenhang mit der Datenspeicherung, -verarbeitung, -verbreitung und ihrer obligatorischen Löschung (DSGVO) während ihrer gesamten Nutzung. Sollte man dafür HDDs oder SSDs wählen? Beide haben Vor- und Nachteile.

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  • Festplatten und unstrukturierte Daten
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