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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

Tivoli Storage Manager – die Erfolgsgeschichte der ersten 20 Jahre, Teil 5

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Umbenennung in IBM System Storage Archive Manager

Im Jahr 2005 wurde „Tivoli Storage Manager for Data Retention“ in „IBM System Storage Archive Manager“ umbenannt, vor allem wegen des geänderten Lizenzierungsverfahrens (Terabyte-Lizenz auf Basis des verwalteten Archivdatenbestandes). TSM V5.3 wurde im Dezember 2004 verfügbar mit folgenden wichtigen Neuerungen:

  • Einführung der Integrated Service Console als Resultat einer allgemeinen Oberflächenkonsolidierung bei Tivoli-Produkten für die grafische Administration
  • Erweiterungen für tagesgenaue Definitionen im TSM-Scheduler
  • Multiple Prozesse bei Reclamation und Migration
  • Durchsatzverbesserungen im TSM File-Pool
  • Group-Collocation zur verbesserten Nutzung hochkapazitiver Bandkassetten
  • Automatische SAN-Device Erkennung und Re-Konfiguration
  • Generische Unterstützung von ACSLS-Libraries ohne externe Software
  • Segmentieren von NDMP-Backups, NDMP-Dumps von Snapshots oder Quota-Trees bei NetApp NAS
  • Neue Verschlüsselungsmethode für Clients AES 128-bit
  • Einführung des Proxy-Node Supports für die Unterstützung von virtualisierten System-Umgebungen
  • Windows Open File Support und online Image Support über den TSM Logical Volume Snapshot Agent (LVSA)
  • Unterstützung von TSM-Clients in VMware-Gastsystemen und Unterstützung des Linux B/A-Clients für die Sicherung von ESX/GSX
  • Administration Assistant für TSM for mySAP
  • TSM HSM for Windows – als Resultat eine Firmenkooperation mit der Intercope GmbH in Hamburg (OpenStore for File Server OS4FS)

Mit der Version TSM 5.4 (Januar 2006) änderten sich die zugesagten Wartungsintervalle pro Release von drei auf fünf Jahre, was solchen TSM-Kunden sehr entgegenkommt, die Aufrüstungen längerfristig planen.

Die wichtigsten funktionalen Neuerungen:

  • Unterstützung von TS1120 Encryption und die Implementierung des Encryption Managers im TSM für den Encryption-Modus „application managed“
  • Implementierung der NDMP-Copy-Funktion zur Erstellung von Kopien für NDMP-Dump-Tapes
  • NDMP „Filer-to-Server“-Modus – NAS Filer schickt seine Volume Dumps über LAN an den TSM-Server, dort können die Daten im TSM-Format auf allen Speicherhierarchiestufen gespeichert werden inklusive der Erstellung von Copypool-Tapes.
  • „Data Shredding“-Funktion für Diskpools – das mehrfache Überschreiben von gelöschten Daten mit zufälligen HEX-Werten
  • Backupset-Verbesserungen (Point-in-Time, Kombination mit Image Backup, Einzeldatei-Restauration über TOC, multiple Backupsets auf gleichem Medium)
  • „Active Datapool“ – die Möglichkeit, das Abbild der letzten Full-Backups auf einem separaten Speicherpool zu erstellen oder zu bevorraten
  • TSM for Copy Services – Nutzung der Microsoft Volume Shadowcopy Services für die konsistente Snapshot-Sicherung von Exchange und MS-SQL inklusive der „Instant Restore“-Funktion bei der Nutzung von IBM-Diskspeicher (IBM DS6000/DS8000) oder IBM SAN Volume Controller.

TSM V5.5 wurde im November 2007 angekündigt, dies war das letzte Release mit der Nutzung der proprietären Datenbank. Die wichtigsten Neuerungen:

  • Encryption-Key-Management durch den TSM-Server, dadurch auch die Möglichkeit, dass Anwendungs-Clients (TSM for… Clients) ihre Daten verschlüsselt über Netzwerke schicken können, ohne dass die Verwaltung der Keys von der Anwendung unterstützt sein muss
  • Verbesserungen bei sequenziellen Diskpools (u. a. multithreaded read im gleichen Volume)
  • Import- und Export-Prozesse sind wiederanlauffähig
  • Integration des VMware „VCB Integration Moduls“ in den Windows B/A-Client zur Unterstützung von VMware Consolidated Backup VCB
  • TSM for Advanced Copy Services – Erweiterungen in der Einheitenunterstützung und Nutzung für DB2 Snapshots
  • NetApp „Snapmirror to tape“-Unterstützung als alternatives Protokoll zu NDMP mit verbesserter Skalierung

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