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Besseres Datenmanagement gefordert Unzureichende und fragmentierte Daten erschweren den Klimaschutz

Von Martin Hensel 3 min Lesedauer

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Das Thema ESG („Environmental, Social, Governance“) steht für viele Unternehmen und Regierungen ganz oben auf der Prioritätenliste. Wie Christian Geckeis, General Manager DACH des Datenspezialisten Informatica anmerkt, behindert aber ein regelrechtes Datenpuzzle den Klimaschutz in Deutschland massiv.

Christian Geckeis, General Manager DACH von Informatica.(Bild:  Informatica)
Christian Geckeis, General Manager DACH von Informatica.
(Bild: Informatica)

Der „Expertenrat für Klimafragen“ konnte der Bundesregierung kein gutes Zeugnis in Sachen Klimaschutz ausstellen. So kritisierte unter anderem die stellvertretende Vorsitzende Brigitte Knopf das Zahlenchaos verschiedener Ministerien. Sie verglich die Datenlage mit einem 1.000-Teile-Puzzle, das allerdings Teile aus drei verschiedenen Sets enthalte.

Christian Geckeis von Informatica sieht das ähnlich: Die Verwaltung von ESG-Daten wird sowohl für staatliche Institutionen als auch für Unternehmen im Zuge der Nachhaltigkeitsberichterstattung immer wichtiger. Vorliegende Daten sind oft komplex, unstrukturiert und damit fehleranfällig. Eine integrierte, vertrauenswürdige Datenbasis könnte hier Abhilfe schaffen. Die Herausforderungen dabei sind allerdings die korrekte Erfassung, Zusammenführung und Verwaltung der ESG-Daten aus verschiedenen Quellen.

Der Weg zur belastbaren Datenbasis

Laut Geckeis erfordert die Schaffung einer soliden Datenbasis eine koordinierte Anstrengung durch alle beteiligten Stakeholder, einschließlich Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dem Experten zufolge müssten klare und einheitliche Standards für die Datenerfassung und -verarbeitung festgelegt werden. Dies sollte sowohl quantitative als auch qualitative Daten umfassen und auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen. Zudem müssten notwendige Infrastrukturen und Technologien implementiert werden, um Daten effektiv zu sammeln, zu verarbeiten und zu analysieren.

Die Einführung einer zentralen Datendrehscheibe ermöglicht es laut Geckeis, ESG-Daten aus verschiedenen Quellen zu erfassen, zu integrieren und zu verwalten. Somit sei sichergestellt, dass sie korrekt, konsistent und vertrauenswürdig seien. Anschließend kämen Data-Governance- und Datenqualitäts-Tools und -Prozesse zum Einsatz, um korrekt und konsistent zu halten. Die zentrale Datendrehscheibe werde so zur „single source of truth“ für alle ESG-Daten. Zudem könnten die ESG-Daten dann auch über APIs für verschiedene Interessengruppen zugänglich gemacht werden. Dies erlaube die Erfüllung von ESG-Berichtspflichten und biete jederzeit volle Transparenz.

Fünf Schritte gefordert

Von der Bundesregierung fordert Geckeis die folgenden fünf Schritte, um eine Datenbasis für effektive Maßnahmen zum Klimaschutz zu schaffen:

  • 1. Datenzugriff und -verfügbarkeit: Daten aus verschiedenen Quellen müssen gesammelt und zur Weiterverarbeitung in einem Data Warehouse oder einem Data Lake vorbereitet werden.
  • 2. Datenqualität und Vollständigkeit: Die Daten müssen hinsichtlich Vollständigkeit, Konformität, Konsistenz, Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft werden, um die Zuverlässigkeit der Ergebnisse sicherzustellen.
  • 3. Gemeinsame Referenzdatendefinitionen: Es ist wichtig, einheitliche Geschäftsterminologie, Taxonomien und Regeln für Daten zu etablieren, inklusive Data Policies, Standards, Prozesse und KPIs.
  • 4. Data Lineage und Transparenz: Unternehmen müssen die Verfügbarkeit, Sicherheit und Qualität der Daten über ihren Lebenszyklus hinweg verfolgen und transparent darstellen können.
  • 5. Identifikation, Klassifizierung und Sicherung sensibler Daten: Unternehmen sollten bewährte Verfahren für den Schutz sensibler Daten durch Datenmaskierung, Verschlüsselung und Tokenisierung übernehmen und Daten-Governance-Methoden implementieren.

Zudem müssten die gesammelten Daten so präsentiert und kommuniziert werden, dass sie für die breite Öffentlichkeit zugänglich und verständlich seien.

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