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Algorithmen gegen Betrüger
Wenn Software-Algorithmen Muster in großen Datenmengen erkennen, kommen teilweise sehr erstaunliche Ergebnisse heraus. Das erfolgreiche Windel-Bier-Bundle in Kassennähe ist ein berühmt gewordenes Beispiel. US-amerikanische Supermärkte bieten das Bundle für Väter, die sich nach einer Arbeitswoche schnell für das Wochenende eindecken. Das ist nur ein Beispiel für die „schrägen Ideen“, die herauskommen, wenn man Marketing in die Hände von Algorithmen legt. Inzwischen leisten sie auch wertvolle Dienste in der Betrugsbekämpfung und helfen auch bei oben genanntem Garantiebetrug. So setzen die Ermittler von Corma unter anderem eine Softwarelösung ein, mit der große Mengen an Garantiedaten automatisch analysiert und nach ihrem Betrugspotenzial priorisiert werden. Anhand der ermittelten Daten kann das Team für die einzelnen Unternehmen Richtwerte festgelegen.
Automatische Meldungen
Auffälligkeiten werden so automatisch gemeldet. Lässt sich ein Verdacht durch Beweise belegen, kann der Hersteller abwägen, ob er juristische Schritte einleitet oder lediglich eine Vertragsstrafen verhängt. Bei Vertragspartnern könne, so Moritz, eine Vertragsstrafe wirkungsvoller und schneller greifen als der Gang vor Gericht.
Delikte nehmen zu

Internationale Ermittlungsarbeit
Das Problem des Garantiebetrugs muss also auf internationaler Ebene angegangen werden, denn die Verflechtungen wurden immer komplexer. „Oft geraten die Betrüger erst ins Blickfeld, wenn sie waghalsiger werden. Unseren Erfahrungen nach muss man aber davon ausgehen, dass ein Hersteller, der seine Garantieleistungen vollständig an externe Unternehmen verlagert, auch mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit Einbußen durch Betrug erleidet“, so Moritz.
Wenn das stimmt, sollte sich der Aufwand für Präventivmaßnahmen (siehe Kasten) recht schnell auszahlen. □
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