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CKD und ECKD
Bei der Empfindlichkeit magnetischer Aufzeichnung gegen elektrische und mechanische Störungen musste man von Anfang an mit Bitfehlern rechnen. Über Zusatzbits zur Paritätsprüfung entwickelte IBM immer ausgefeiltere Methoden, um Redundanzbits zu generieren, die den gespeicherten Daten angehängt wurden. Bei den Aufzeichnungsformaten CKD und ECKD findet diese „Redundanz“-Aufzeichnung in den Zwischenräumen (Gaps) zwischen den Datensätzen statt. Mit ihrer Hilfe ließen sich durch entsprechende Programme in Rechnern und Steuereinheiten die meisten Bitfehler beim Übertragen ohne nennenswerte Zeitverzögerung korrigieren und durch technische Einflüsse verfälschte Daten praktisch ausschließen. Die Verfahren setzten für jede Datei die Definition sogenannter „physischer Sätze“, einer einheitlichen Länge in Bytes, voraus. Solche Sätze wurden als Blöcke bezeichnet.
Bei Eingabe-/Ausgabe-Operationen wurden immer komplette Blöcke übertragen und geprüft. Meistens war es zweckmäßig, in einem Block mehrere „logische Sätze“ zusammenzufassen. Sie bestanden aus einem Ordnungsbegriff, dem in „Feldern“, die nach Lage und Länge definiert waren, die zugehörigen Angaben und Informationen folgten. Bei administrativen Anwendungen wären z. B. Artikel-, Kunden- oder Personalnummern die Ordnungsbegriffe. In den Feldern standen dann alphabetische und numerische Informationen. Die Anzahl der logischen Sätze im physischen Satz bezeichnete man als Blockungsfaktor.
Der Linearmotor
Nach bisherigen hydraulischen Zugriffsmechanismen benutzten die Magnetplatteneinheiten IBM 3330 erstmals für das Suchen die horizontale Einstellung des Zugriffskammes mit den Schreib-/Leseköpfen, einen Linearmotor. Wie bei Lautsprechern wirkt ein durch variablen Stromfluss in einer Spule erzeugtes Magnetfeld dem statischen Feld eines Permanentmagneten entgegen. Deshalb die englische Bezeichnung „Voice Coil Motor“ (Lautsprecherspulenmotor). Die Lage der Schreib-/Leseköpfe zu bestimmten Zeitpunkten ergab sich aus der Stärke des von der Spule erzeugten Magnetfelds.
Weiter mit: Suchoperationen reduzieren sich um die Hälfte
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