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IBM Zeus
Im Januar 1970 wurde das Plattensystem „IBM 2305 Fixed Head Storage“ angekündigt, das unter dem Entwicklungsnamen „Zeus“ entwickelt wurde und als IBM Zeus bekannter wurde als unter dem offiziellen Typennamen. 1971 erfolgten die ersten Auslieferungen. Die IBM 2305 war für große Datenbankanwendungen und für das Batch Processing bestens geeignet und wurde bei großen System/360 Rechnern der Modelle 85 und 195 und später dann bei den System/370 Modellen 155 und 165 für diese Applikationsformen eingesetzt.
Mit zwar kleinen Speicherkapazitäten von 5,4 Megabyte und 10,8 Megabyte, jedoch mit einer durchschnittlichen Zugriffszeit von 2,5 ms respektive fünf ms war das System das schnellste seiner Zeit. Die Datenrate lag bei drei Megabyte pro Sekunde und war damit zehnfach höher als bei bisherigen Plattensystemen.
Online-Anwendungen gewinnen an Bedeutung
1970 bis 1972: Der virtuelle Speicher, der auf Magnetplatten abgebildet wurde, schaffte eine neue Qualität in der Beziehung zwischen Prozessoren und Magnetplattenspeichern. Online-Anwendungen gewannen rasch an Bedeutung. Wie die neuen Prozessoren IBM/370 trugen Subsysteme aus den Steuereinheiten IBM 3830 und Magnetplatteneinheiten IBM 3330 den steigenden Leistungs- und Zuverlässigkeitsanforderungen Rechnung. Neue Blockmultiplexkanäle sorgten für wesentlich höhere Datenübertragungsraten und trugen zu einer wesentlich höheren Gesamtleistung bei.
Dazu einige Einzelheiten: Die Plattensteuereinheit IBM 3830 war Mikroprogramm-gesteuert, jedoch erstmals mit einem ladbaren Mikroprogrammspeicher, der über eine Diskette geladen wurde. Mit dem Mikroprogramm war es möglich, mehr Funktionen als in den Vorgängermodellen zu realisieren. Dazu zählten das Erkennen und Beseitigen von Bitfehlern, gegebenenfalls mehrfaches Wiederholen von Kanalbefehlen vor Übergabe einer Fehlerbehandlung an den Rechner und das Sammeln von Informationen über aufgetretene Fehler für das Systemprotokoll (LogRec). Diese Aufzeichnungen lieferten den Bedienern Informationen über den technischen Zustand von Datenträgern und boten dem technischen Außendienst Hinweise für vorbeugende Wartung.
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