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Synchrone und asynchrone Verschlüsselung sind „wasserdicht”
Das Laufwerk ist nun in der Lage, den originalen Data Key herzustellen und damit die Daten entschlüsselt auszulesen. Die Kombination von synchroner und asynchroner Technik machen diese Verschlüsselung absolut „wasserdicht“. Werden Kassetten, die mit Verschlüsselung aufgezeichnet wurden, in eine andere Lokation transportiert, z.B. zu einem Geschäftspartner, müssen dort TS1120-Laufwerke mit Encryptionfähigkeit und ein EKM installiert sein. Will die Lokation nun die Daten auslesen, schickt ein TS1120-Laufwerk den auf der Kassette gespeicherten EEDK zum örtlichen EKM, der einen Private Key hat, um den auf der Kassette abgespeicherten EEDK zu entschlüsseln.
Es können auf der 3592-Kassette bis zu zwei verschlüsselte EEDKs mit zwei unterschiedlichen Private Keys abgespeichert werden. Der erste Key gehört zum EKM, der den Schlüssel erzeugt hat, und der zweite Key kann einem anderen EKM gehören, der aufgrund des dort verfügbaren Private Keys den zweiten EEDK in den orginalen Schlüssel umwandeln kann. Mit zwei Keys auf der Kassette zu arbeiten, ist dann sinnvoll, wenn in verschlüsselter Form Datenträgeraustausch zwischen zwei unterschiedlichen Lokationen durchgeführt wird. Das Laufwerk schickt immer den ersten EEDK zum EKM. Kann der EKM damit nichts anfangen, wird automatisch der zweite EEDK zu dem vorhandenen EKM übertragen.
Mit der Ankündigung der LTO-4-Laufwerke im April 2007 wurde für LTO-4 auch Encryption angekündigt. LTO-4-Laufwerke arbeiten wie TS1120-Laufwerke auch mit der AES 256-Bit-Verschlüsselungstechnik. Der Unterschied zu TS1120 liegt darin, dass keine verschlüsselten Schlüssel (EEDK) auf der LTO-4-Kassette abgespeichert werden, sondern nur der Key Identifier, also der Schlüsselanhänger. Die Key-Verwaltung und Key-Abspeicherung erfolgt über den EKM. Soll eine verschlüsselte Kassette ausgelesen werden, überträgt das LTO4-Laufwerk den Identifier zum EKM, der dann in der Lage ist, den richtigen Originalschlüssel dem Identifier zuzuordnen.
Der EKM wurde im Mai 2007 mit dem EKM Release 2 so erweitert, dass er sowohl das Key-Handling für TS1120, TS1130 als auch für LTO-4 durchführen kann. Damit können beide Technologien mit demselben EKM gemanagt werden. Das neue TS1130-Bandlaufwerk, das als Nachfolger der TS1120 im September 2008 verfügbar wird, ist mit derselben Verschlüsselungstechnik ausgestattet. Die Bandkassetten bleiben gleich, d. h., das neue TS1130-Laufwerk verwendet dieselben Kassetten. Das Abspeichern der Keys auf den Kassetten ist identisch.
TKLM – Tivoli Key Lifecycle Manager
Im Frühjahr 2008 steht als neue Software zur Keyverwaltung der TKLM (Tivoli Key Lifecycle Manager) zur Verfügung, der denselben Funktionsumfang wie der EKM hat und darüber hinaus auch das Key-Handling für Encryption auf Platte (Disk) zur Verfügung stellt und eine einfach zu bedienende Oberfläche besitzt. Der TKLM kann als offizielles IBM-Programmpaket bezogen werden.
Weiter mit: Drei Verschlüsselungsoptionen
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