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Traditionelle Speichermedien Was sind Bandmedien/Tape-Media?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Tape-Media sind Speichermedien, die Daten auf einem Magnetband speichern. Die Informationen sind auf dem Band in sequenzieller Form, das heißt nacheinander, gespeichert. Das Band ist in einer schützenden Kassette untergebracht. Bandmedien bieten günstigen Speicherplatz und werden häufig für Datensicherungen und -archivierungen eingesetzt.

Die Tape-Speichertechnologie wird bereits sehr lange zur Datenspeicherung und heute noch hauptsächlich bei der Langzeitarchivierung eingesetzt. Im Backup-Bereich hingegen hat die Bedeutung der Speicherbänder in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die Tape-Speichertechnologie wird bereits sehr lange zur Datenspeicherung und heute noch hauptsächlich bei der Langzeitarchivierung eingesetzt. Im Backup-Bereich hingegen hat die Bedeutung der Speicherbänder in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Bandmedien, auch als Tape-Media, Tape-Medien oder seltener Speicherbänder bezeichnet, sind Speichermedien, die Daten in Form magnetischer Informationen auf einem Band mit einer magnetisierbaren Schicht speichern. Diese Technologie wird im Computerumfeld schon sehr lange für die elektronische Datenspeicherung verwendet. Da sich mit Bandmedien große Datenmengen relativ günstig über einen langen Zeitraum zuverlässig speichern lassen, kommen sie noch heute häufig für Anwendungen wie Datensicherungen und Datenarchivierungen zum Einsatz. Sie werden beispielsweise für robotergesteuerte Bandbibliotheken (Tape-Librarys) genutzt.

Das Magnetband der Tape-Medien ist in einer schützenden Kassette, auch als Cartridge bezeichnet, untergebracht. Die Formen und Abmessungen und die genaue Art und Weise, wie die Bänder beschrieben werden, sind abhängig vom verwendeten Format. Ein weit verbreiteter und beliebter Standard für Magnetbänder ist das LTO-Format (Linear Tape-Open). Das herstelleroffene Format hat sich zu einer Art Standardtechnologie für Bandaufzeichnungen entwickelt.

Prinzipielle Funktionsweise der Datenspeicherung auf Tape-Media

Die magnetischen Zustände definierter Bereiche einer auf einem Kunststoffsubstrat aufgebrachten magnetisierbaren, aus Metalloxiden bestehenden Schicht repräsentieren die Datenbits. Diese Schicht lässt sich durch ein externes Magnetfeld, das beispielsweise elektrisch induziert ist, dauerhaft magnetisieren. Zum Lesen und Schreiben der Datenbits kommen motorgetriebene Bandlaufwerke zum Einsatz, die das Magnetband an einem oder mehreren Schreib-/Leseköpfen vorbeiführen. Dabei können die Schreib-/Leseköpfe das Band in der gewünschten Form sequenziell beschreiben oder die bereits vorhandenen magnetischen Informationen auslesen.

Um an die an einer bestimmten Stelle gespeicherte Information eines Tapes zu gelangen, muss das Band an die entsprechende Position gespult werden. Wie das Band genau beschrieben wird und wie viele Spuren es hat, legen der Aufzeichnungsstandard und das Bandformat fest.

Vor- und Nachteile von Tape-Media

Vorteile der Datenspeicherung auf Tape-Medien sind:

  • hohe Speicherkapazität bei günstigem Preis,
  • lange Haltbarkeit der gespeicherten Informationen (mehrere Jahrzehnte),
  • einfach aufzubewahren und zu transportieren,
  • guter Schutz vor Cyberbedrohungen durch Offline-Datensicherung (Air-Gap).

Als Nachteile der Datenspeicherung auf Bandmedien lassen sich nennen:

  • langsamer Zugriff auf die gespeicherten Informationen aufgrund der sequenziellen Datenspeicherung,
  • manuelle Handhabung der Bänder (zum Beispiel beim Einlegen und Wechseln der Kassetten),
  • Empfindlichkeit gegenüber externen Magnetfeldern.

Typische Einsatzbereiche für Bandmedien

Bandmedien eignen sich für Anwendungen, bei denen große Datenmengen über lange Zeit zuverlässig und sicher gespeichert werden sollen und bei denen kurze Zugriffszeiten weniger von Bedeutung sind. Typische Anwendungen für Tape-Media sind Datensicherungen und Datenarchivierungen. Bandmedien werden aber auch verwendet, um große Datenmengen effizient und schnell an einen anderen Ort zu transportieren. Das kann beispielsweise bei der Migration und entsprechender Erstbestückung eines Rechenzentrums mit Daten der Fall sein.

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