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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 6

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SVC-Redundanz

Der redundante Aufbau des SVC stellt eine höchstmögliche Verfügbarkeit der Speicherumgebung sicher. Die Linux-Cluster-Lösung besteht aus mindestens zwei IBM-System-x-Servern. Alle kritischen Elemente sind doppelt ausgelegt, was das Risiko von Systemausfällen weitgehend minimiert. In jedem der zum Cluster gehörigen Server läuft ein Linux-Kernel, das von IBM auf Virtualisierungsbedürfnisse angepasst wurde und nicht von außen modifizierbar ist. Notwendige Veränderungen werden wie ein Firmware-Update behandelt, das der Kunde selbst oder ein Dienstleister durchführt. Die Virtualisierungssoftware läuft genau wie optionale Copy-Service-Routinen unter Kontrolle dieses Linux-Kernels.

Hardware, Software und Managementkonsole

Insgesamt stellt der SVC eine vollständige Appliance-Lösung dar, die Hardware, Software und Managementkonsole beinhaltet. Jeder der zwei zu einem sogenannten Node-Paar gehörigen IBM-System-x-Server ist mit einem 2-Prozessorsystem mit 2 x 2,4-GHz-Intel-Prozessoren ausgestattet, hat 8 Gigabyte Cache und vier 4-Gbit/s-Fibre-Channel-Ports (2145-8G4).

Diese neuen Prozessoren stehen seit Mai 2007 zur Verfügung und erhöhen die Leistungsfähigkeit von 160.000 I/Os auf bis zu 276.000 I/Os. Über die Managementkonsole können alle Administrationen ausgeführt und im Fehlerfall auch notwendige Analysedaten ausgelesen werden. Enthalten sind auch zwei Komponenten zur unterbrechungsfreien, batteriegepufferten Stromversorgung (UPS).

Die Implementierung des SVC vollzieht sich wie bei anderen Geräten, die neu ins SAN eingebunden werden. Anpassungen im SAN-Zoning und die Zuweisungen der Datenpfade dürften für einen erfahrenen SAN-Administrator nichts Neues bedeuten. Zur Datenaufnahme in der virtuellen Ebene führt der Administrator zunächst einen Imagemode mit jeder einzelnen LUN durch.

Das bedeutet, dass die bisherigen LUNs eines Servers dem SVC zugeordnet und von hier als virtuelle LUN an den jeweiligen Server weitergereicht werden. Im nächsten Schritt können diese LUNs einer anderen Managed Disk Group zugeordnet werden. Das hat zur Folge, dass die Daten auf die dieser Gruppe zugeordneten MDs verlagert werden. Das erfolgt im laufenden Betrieb und ist für den jeweiligen Server transparent.

Bis zu acht Knoten pro Cluster

Ein Highlight beim SAN Volume Controller besteht in der hohen Performance. Der SVC erfüllt alle Skalierungsanforderungen, indem ein Cluster heute auf bis zu acht Knoten erweitert werden kann. Falls ein Cluster mit einem Node-Paar an Performance- oder Kapazitätsgrenzen stößt, ist im laufenden Betrieb eine Erweiterung um jeweils ein weiteres Node-Paar (bis zu einem Maximum von vier Node-Paaren pro Cluster) möglich. Jeder Knoten des IBM SVC hat einen 8 Gigabyte großen Hauptspeicher, der fast vollständig als Cache genutzt wird.

Bei bis zu acht Nodes pro Cluster ergibt sich somit eine Cache-Größe von bis zu 64 Gigabyte. Die Nutzung des Cache im IBM SVC bringt Performance-Vorteile gegenüber traditionellen Speicherlösungen, da sämtliche Speicherzugriffe gegen den Cache des SVC laufen. Damit verliert die Performance der angeschlossenen Speichersysteme an Bedeutung, weil ein Großteil der I/Os durch den vorgeschaltetenCache des SVC bedient wird.

Damit erfüllt der IBM SAN Volume Controller alle Performance-Anforderungen von marktgängigen Systemen. Unterstrichen wird dies vom SPC-Benchmark-Test (Storage Performance Council) der gleichnamigen Herstellervereinigung, den alle Anbieter von Speichersystemen freiwillig durchführen können.

Detailierte Informationen zu den einzelnen SCV-Funktionen lesen Sie im kommenden Teil.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem IBM-System-Storage-Kompendium. Hier finden Sie das vollständige Kompendium in Form eines Whitepapers.

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