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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium 2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 6

| Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Die ersten Geräte des SAN Volume Controllers SVC waren im September 2003 verfügbar und sind in der Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre-Channel-SAN und -NAS beschrieben. Die Konzeption des SVC und die dazugehörige Software wurde über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und der heutige Produktplan des SVC sieht für die nächsten Jahre viele neue Erweiterungen bezüglich der Hardware und Software vor. Deshalb ist es notwendig, die Konzeption und den SVC selbst besser zu verstehen.

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SAN Volume Controller SVC: drei Knoten im Cluster
SAN Volume Controller SVC: drei Knoten im Cluster
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Administration von Speicherkapazitäten stellt nach wie vor einen hohen Anteil der IT-Kosten dar. Virtualisierte Speicherlandschaften bieten hier eine mögliche Lösung, indem sie Speichersysteme sowohl unterschiedlicher Bauarten und Hersteller gemeinsam verwalten und flexibel den Servern zuweisen können. Eine Speichervirtualisierung mit dem SAN Volume Controller begegnet diesen Herausforderungen mit einer skalierbaren Architektur.

Viel Aufwand haben viele Unternehmen in den letzten Jahren betrieben, um sich von einer dezentralen Speicherlandschaft mit direkt angeschlossenem Speicher (Direct Attached Storage, DAS) hin zu einer zentralen Speicherlösung mit einem Storage Area Network (SAN) zu entwickeln. Wohl existieren Storage Area Networks nicht flächendeckend, vielfach bilden sie aber bereits den Standard. In der jetzigen Phase geht es darum, sowohl Serverumgebungen als auch Speichersysteme weitgehend zu virtualisieren.

Die derzeit existierenden SAN-Lösungen sind oft recht starre Umgebungen und bilden meist Einzellösungen für Plattformen bestimmter Hersteller und Fachbereiche. Folglich sind Änderungen aufwendig und unterbrechen meist den Anwendungsbetrieb. Falls ein IT-Betreiber unterschiedliche Speichersysteme – unter Umständen mehrerer Hersteller – installiert hat, benötigt er jeweils unterschiedliche Administrations-Tools. Auch ist die hardwarebasierende Datenspiegelung zwischen Speichersystemen unterschiedlicher Bauart nicht möglich, das Gleiche gilt für Speichersysteme unterschiedlicher Hersteller.

Schlechte Kapazitätsauslastung

Administrationsarbeiten geraten damit sehr aufwendig, weil Plattformwissen und die zugehörige Pflege gleich mannigfach vorzuhalten ist. Weiterhin lasten heutige Speicherlösungen ihre installierten Speicherkapazitäten schlecht aus. Weltweite Kundenumfragen ergaben, dass die effektive Nutzung bei etwa 50 Prozent liegt. Auch beim Austausch von Speichersystemen im Rahmen von Business-Continuity-Maßnahmen war hoher Aufwand notwendig und zumeist wurde der Anwendungsbetrieb für die gesamte Migrationsdauer unterbrochen. Der IBM SAN Volume Controller (SVC) erleichert dies erheblich, indem er Migrationen bei laufendem Betrieb ermöglicht.

Eine Speichervirtualisierung mit IBM SVC bietet gegenüber traditionellen Speicherlösungen den Vorteil, dass Speicherplatz weitgehend herstellerunabhängig zugeordnet werden kann. Hieraus folgt eine einfachere Administration, da sich die virtuelle Oberfläche unabhängig von den jeweils installierten Speichersystemen konfigurieren lässt. Die Grundidee besteht darin, schnell und flexibel Plattenspeicher dort zuordnen zu können, wo gerade Bedarf entsteht. Dem stand bisher im Wege, dass am SAN angeschlossene Server nur Zugriff auf die ihnen zugeordneten Speicherbereiche hatten.

Weiter mit: Der SVC löst starre Muster auf

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