Hierarchisches Speichermanagement mit der Adaptive Optimization Software

3PAR bringt Storage Tiering auf die logische Volume-Ebene

11.03.2010 | Redakteur: Nico Litzel

Dynamic und Adaptive Optimization im Vergleich
Dynamic und Adaptive Optimization im Vergleich

Utility-Storage-Anbieter 3PAR bietet Mach8IOPS-SSDs von STEC in seinen InServ-F-Class- und T-Class-Storage-Servern an. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen das Angebot um die 3PAR Adaptive Optimization Software für autonomes Storage Tiering auf Sub-Volume-Ebene.

Ab dem kommenden Quartal wird 3PAR in den Highend-Arrays der T-Series und in den F-Class-Midrange-Modellen SSD-Einheiten unterstützen, die aus jeweils acht Mach8IOPS-SSDs à 50 Gigabyte bestehen.

Die meisten Speicheranbieter setzen bei ihren SSD-Angeboten auf STECs ZeusIOPS-SSDs mit 100 Gigabyte Kapazität, 3PAR hingegen ganz bewusst auf Mach8IOPS-Laufwerke mit 50 Gigabyte Kapazität. Craig Nunes, Vizepräsident Marketing bei 3PAR, erläuterte im Gespräch mit Storage-Insider.de, dass kleinere SSD-Kapazitäten sinnvoller seien, da die Inspire-Architektur von 3PAR die hohe Performance der SSD-Ressourcen per Wide Striping über sämtliche Controller, CPUs und Ports verteilt.

Darüber hinaus erhielten Kunden bei der 3PAR-Variante mehr Leistung für ihr Geld: „Zwischen Fibre-Channel-Laufwerken mit 146 und 300 Gigabyte besteht kein großer Preisunterschied, da sich beide Disks lediglich durch eine Platte mehr oder weniger voneinander unterscheiden“, so Nunes. „Bei Flash ist der Preisunterschied zwischen 50 und 100 Gigabyte dagegen deutlich ausgeprägter, da hier tatsächlich doppelt so viel NAND-Kapazität verbaut wird.“ Zum Preis eines einzelnen großen Laufwerkes erhalte man daher mit kleineren Laufwerken unterm Strich über doppelt so viel Flash-Kapazität.

Die SSDs sollen ab dem kommenden Quartal verfügbar sein und werden 17.900 Euro pro InServ-Array kosten.

Granulares Storage Tiering

Auch Kunden, die kein Interesse am Einsatz von Solid State Drives haben, sollen von 3PARs jüngstem Softwareprodukt, der „3PAR Adaptive Optimization Software“ für Storage Tiering auf Sub-Volume-Ebene profitieren. Die Adaptive Optimization Software basiert auf der seit 2005 angebotenen Tiering Software „Dynamic Optimization Software“, die allerdings nur ganze Laufwerke auf höhere oder niedrigere Speicherebenen verlagert.

Adaptive Optimization arbeitet feiner. Laut Nunes besteht ein virtuelles Volume mit 500 Gigabyte Kapazität für gewöhnlich aus bis zu 4.000 Sub-Volumes, die 3PAR „Regions“ nennt. Adaptive Optimization kann anhand von konfigurierbaren Policies jede dieser Region unabhängig vom restlichen Volume zwischen den Speicherebenen bewegen, beispielsweise auf eine Tier-0-Ebene mit Flash-Speichern, auf Tier 1 mit schnellen Fibre-Channel-Laufwerken oder eine dritte Ebene, die aus günstigen SATA-Drives besteht.

Weiter mit: QoS-Gradienten

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