Software-Defined Storage (SDS), hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) oder auch Hybrid-Cloud-Services: Die Datenspeicherung hat sich im Zuge der Digitalisierung zu einem bedeutenden Industriezweig entwickelt. Getrieben von den Entwicklungen wie Big Data, KI, IoT oder auch Industrie 4.0 ist der Bedarf an kostengünstigem und schnellem Online-Storage massiv gewachsen.
Für Storage-Kunden zählen neben den Kosten die Leistung, die Zuverlässigkeit, der Platzbedarf, die Möglichkeit zur individuellen Skalierung, die Schnelligkeit des jeweiligen Speichersystems, aber auch Nachhaltigkeit zu den wichtigsten Auswahlkriterien.
Dementsprechend vielfältig hat sich der Storage-Markt in den letzten Jahren entwickelt. Gestiegen sind gleichzeitig aber auch die Anforderungen und Ansprüche an Storage-Lösungen.
Ein wichtiges Thema für die potenziellen Nutzer von Speicherplatz stellt dabei schon traditionell die Kostenstruktur dar. Es geht hierbei allerdings längst nicht mehr nur um das klassische Hardware-Geschäft. Vielmehr erwarten die Kunden von einem Storage-Angebot, dass verschiedene Konzepte innerhalb von heterogenen (Speicher-)Landschaften miteinander verzahnt und aufeinander abgestimmt werden, um auf diese Weise die bestmögliche Performance bei einer gleichzeitig günstigen Kostenstruktur zu erreichen.
Kundenwünsche werden noch zu wenig berücksichtigt
Für potenzielle Nutzer von Speichersystemen zählen neben den Kosten dabei die Leistung, die Zuverlässigkeit, der Platzbedarf, die Möglichkeit zur individuellen Skalierung sowie die Schnelligkeit des jeweiligen Speichersystems zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Besonders stark in den Fokus gerückt sind aber vor allem das Thema Nachhaltigkeit und ein möglichst geringer Ressourcen- und Energieverbrauch.
Das wird auch durch Studien, wie zum Beispiel die Enterprise-Storage-Studie 2021 und die Pure-Storage-Studie über IT, Energieverbrauch sowie Nachhaltigkeitsmanagement (Titel: „Drivers of Change: Pure Storage IT Sustainability Impact Survey 2022“) bestätigt beziehungsweise belegt. Fakt ist aber auch: Hinsichtlich der Erfüllung von Kundenwünschen gibt es bei einigen Herstellern und Anbietern von Storage-Lösungen noch Nachholbedarf.
Denn von den involvierten Unternehmen werden im Rahmen der eigenen Unternehmenskultur und -philosophie weiterhin einige Aspekte, denen Kunden eine große Bedeutung zumessen, nicht genügend oder teilweise auch überhaupt nicht berücksichtigt. Was die Kunden im Hinblick auf Storage-Lösungen dabei wirklich wollen, lässt sich durch insgesamt neun Faktoren skizzieren.
1. Nachhaltigkeit und niedriger Energieverbrauch
Big Data, Storage-Lösungen zwecks Datenspeicherung, Rechenzentren und auch die Digitalisierung an sich bringen den Unternehmen und der Wirtschaft zahlreiche Vorteile. Diese spiegeln sich zum Beispiel in der Automatisierung und Vereinfachung der Geschäftsprozesse, einer effektiveren Zusammenarbeit, einem schnelleren Wissenstransfer, einer Erweiterung der eigenen Geschäftsfelder oder auch effektiveren Werbe- und Marketingmaßnahmen wider.
Diesen Vorteilen und Chancen stehen auch verschiedene Nachteile und Risiken gegenüber, wie zum Beispiel das Ausspionieren sensibler Informationen, Datenverlust oder kostenintensive Umstrukturierungen. Das ist aber noch nicht alles. Denn die Digitalisierung selbst und auch Rechenzentren, die gerade für die Storage-Performance entscheidende Faktoren darstellen, haben noch Defizite im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Energieverbrauch.
Der Fokus liegt einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Datenspeicherung
So soll die Digitalisierung nach Einschätzung des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum; kurz: WEF) alleine im Jahr 2021 für über vier Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sein. Im Hinblick auf den Energieverbrauch stehen insbesondere die Rechenzentren und damit eben auch die Anbieter von Storage-Kapazitäten im Fokus. Derzeit entfällt auf Rechenzentren rund ein Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.
Bei der immer größeren Menge an Daten und Anwendungen ist hier ein weiterer Anstieg des Energieverbrauchs in den kommenden Jahren vorprogrammiert. Die aktuelle Energie- und Umweltbilanz von Rechenzentren und Speicher-Lösungen sind den meisten potenziellen und bestehenden Kunden von Storage-Anbietern ein Dorn im Auge. Sie suchen gezielt nach Möglichkeiten zur nachhaltigen und energieeffizienten Datenspeicherung. Gerade für die besonders datenlastigen Unternehmen stellt dies einen überaus wichtigen Aspekt dar.
Storage in die unternehmenseigene Nachhaltigkeitsstrategie integrieren
Zielgruppen, Kunden und insbesondere auch die Endverbraucher reagieren angesichts dringender Themen wie Klimawandel, Umweltzerstörung, Energiekrise und Ressourcenverbrauch äußerst sensibilisiert auf die Vorgehensweise von Unternehmen. Immer stärker werden die Firmenphilosophie und die Unternehmenskultur in Kaufentscheidungen für oder gegen Marken oder Produkte einbezogen. Ein Unternehmen, das sich nicht in Sachen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umweltschutz engagiert sowie für einen sparsamen Umgang mit Ressourcen und Energie steht, verliert Kunden und Umsatz. Bereits in vielen Unternehmen sind daher Stellen für Nachhaltigkeitsmanager entstanden, die für die Entwicklung und Umsetzung spezifischer Nachhaltigkeitsstrategien verantwortlich sind.
Stand: 08.12.2025
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Für Storage-Anbieter wird eine nachhaltige Ausrichtung zum Erfolgsmodell
Da Nachhaltigkeit und Co. eng mit Kundenzuspruch und damit auch mit dem ganzheitlichen Unternehmenserfolg zusammenhängen, ist eine nachhaltige Ausrichtung mittlerweile essenziell und stellt längst auch ein ökonomisches Erfolgsmodell dar. Das gilt sowohl für den gesamten Unternehmensauftritt als auch für einzelne Business-Segmente, wie beispielsweise eben Storage-Szenarien. Fakt ist jedenfalls: Die Nachfrage nach einem nachhaltigen Storage steigt kontinuierlich, da eine solche Ausrichtung auch bei den Kunden und den Nutzern digitaler Speicherlösungen ganz oben auf der Wunschliste steht.
Tipps und Best-Practices zur Umsetzung nachhaltiger Datenspeicherung
Unternehmen müssen gezielt auf die jeweils richtigen Komponenten mit einem niedrigen Stromverbrauch zurückgreifen. Für die Archivierung von Daten sind zum Beispiel Bandspeicher gut geeignet. Sie erzeugen nur wenig Wärme und benötigen für den Betrieb vergleichsweise geringe Mengen an Strom. Geht es dagegen um datenintensive Workloads, sind SSDs (Solid-State-Drives; Flash-Speicher) die beste Wahl. Im Vergleich zu Festplatten weisen sie einen geringeren Strombedarf auf und erzeugen weitaus weniger Wärme. Grundsätzlich sollten bei Speichersystemen immer die Energieeffizienz und der Platzbedarf als Entscheidungskriterium herangezogen werden.
Rechenzentren müssen bei der Speicherung und Aufbewahrung von Daten vor allem für eine gute Energieeffizienz sorgen und gleichzeitig den Umweltgedanken durch die eigenen Systeme abbilden. Nachweisbare Umweltwirkungen durch Treibhausgaspotenzial, einen abiotischen Rohstoffverbrauch oder auch den kumulierten Energieaufwand lassen sich dabei durch eine sorgfältige Zusammenstellung von Systemen, Geräten und Komponenten deutlich reduzieren. Sinnvoll ist es auch, den Energie- und Ausrüstungsaufwand für das Verschieben, Speichern, Sichern, Archivieren und Weiterleiten der Daten exakt auf den Bedarf zuzuschneiden.
Gleichzeitig sollte die Ressourcennutzung stetig überprüft und entsprechend optimiert werden. Verfügen Systeme und Geräte für die Datenspeicherung im großen Stil nicht über eine genügend hohe Auslastung, wirkt dies kontraproduktiv im Hinblick auf die jeweiligen Nachhaltigkeitsziele. Daten sollten dabei bestenfalls konsolidiert und nicht benötigte Geräte oder Systeme ausgeschaltet werden. Das erhöht die Energieeffizienz und reduziert den Umfang des Strombedarfs.
Für Storage-Anbieter, Unternehmen und alle anderen Marktakteure gilt: Datenverschwendung verhindern. Daher ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der vorhandenen Daten unerlässlich. In der Praxis haben sich das Katalogisieren von Daten und das Verwenden einer Taxonomie zwecks genauer Definition, Kennzeichnung und Gruppierung des Datenmaterials bewährt. Zudem unterstützen klar ausgearbeitete Richtlinien zur Aufbewahrung von Daten ein nachhaltiges Storage.
Außerdem ist der Einsatz spezifischer Tools empfehlenswert. Um die Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen und den Energieverbrauch zu verringern, sollten zum Beispiel Rationalisierungs- und Automatisierungstools zum Einsatz kommen. Auch die Integration fortschrittlicher Technologien, wie zum Beispiel extrapolierende Analysen oder maschinelles Lernen, stellen gute Booster für die Verbesserung von Energieeffizienz und Ressourcennutzung dar. Speicherkapazitäten lassen sich zudem mithilfe einer Software-definierten Speicherung effizienter nutzen. Bei Bedarf leisten auch Microservices und Container-Programmierungen gerade im Bereich der Anwendungsentwicklung von Storage-Lösungen wertvolle Hilfe. Für eine sichere und zuverlässige Bereitstellung und Provisionierung von Speicherkapazitäten oder auch anderweitiger Ressourcen können Infrastructure-as-Code-Modelle eingeführt werden. Das optimiert den Ressourceneinsatz und erhöht die Effizienz.
Im Hinblick auf die technische beziehungsweise technologische Ausstattung für ein nachhaltiges Storage sind moderne Ausführungen wichtig. Das sorgt im Vergleich zu älteren oder minderwertigeren Ausstattungskomponenten für eine deutliche Verringerung des Energieverbrauchs. Das gilt übrigens auch für Arbeitsprozesse und -abläufe. Diese können nämlich ebenso wie technisches Equipment oder IT-Anwendungen mit der Zeit veralten. Außerdem können sich Voraussetzungen und Gegebenheiten stark verändert haben. Auch in diesem Fall müssen die Ablaufprozesse überarbeitet und auf die neue Situation ausgerichtet werden. Als eine gute Lösung präsentieren sich dabei flexiblere und individualisierbare Umgebungen, da auf diese Weise schneller auf veränderte Geschäftsanforderungen und Arbeitslasten im Storage-Bereich reagiert werden kann.
Um eine effiziente Performance der Speichersysteme zu garantieren, muss auch die physische Umgebung stimmig gestaltet werden. Dies betrifft zum Beispiel die Gestaltung der Luftströme, die einen großen Einfluss auf die Kühlung von Speichergeräten haben. Das gilt auch für Erkenntnisse und Features aus dem Bereich der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Hier können entsprechende Techniken beispielsweise zur Stabilisierung von Umgebungstemperaturen genutzt werden. Das wiederum unterstützt ein effizienteres Energie- und Ressourcenmanagement.
Empfehlenswert ist zudem der Einsatz kritischer Metriken. Dadurch kann zum Beispiel der Energieverbrauch in einem bestimmten Gebäude oder Areal ermittelt werden.
Die Entsorgung nicht mehr benötigter oder defekter Geräte, Systeme und Komponenten ist fester Bestandteil von Nachhaltigkeitsbestrebungen. Um hier zuverlässig eine stets zeitnahe Entsorgung zu gewährleisten, sollte eine regulierende und kontrollierende Verwaltung installiert werden. Mit anderen Metriken-Tools lassen sich etwa der von einem Rechenzentrum verursachte Kohlenstoffausstoß oder die Effektivität des Stromverbrauchs identifizieren. Dadurch erhält das jeweilige Unternehmen wichtige Daten, um Schwachstellen und Potenziale beim Energieverbrauch oder dem Ausstoß von Emissionen aufzudecken. Das stellt die Basis für Verbesserungen dar.
2. Transparente, flexible Zahlungsmodelle
Jedes Unternehmen und jeder Kunde besitzen individuelle Bedürfnisse, Vorlieben und auch Vorgaben, die sich aus der eigenen Geschäftstätigkeit ergeben. Für Storage-Kunden sind daher gerade flexible und bis zu einem gewissen Grad individualisierbare Zahlungsmöglichkeiten wichtig. Die Speicherplatz anbietenden Unternehmen benötigen daher zum einen immer ein breites Spektrum an mehreren Zahlungsarten und Zahlungsoptionen. Zum anderen müssen die einzelnen Tarife und Kostenstrukturen auf unterschiedliche Bedürfnisse und Intentionen ausgerichtet sein. Diese Flexibilität erlaubt es den Kunden, ein Zahlungsmodell auszuwählen, das zum eigenen Unternehmen und den entsprechenden Vorhaben passt.
Flexible Zahlungsmodelle für die Datenspeicherung in der Cloud beinhalten in der Regel Kosten für die Bereitstellung der Speichermöglichkeit sowie für die tatsächliche Nutzung. In einem solchen Preismodell sollten zudem immer die variablen Kosten der Pufferkapazität transparent dargestellt werden. Diese wird in regelmäßigen Abständen mithilfe von automatisierten und auf Ihren Systemen installierten Tools gemessen. Für die potenziellen Kunden von Storage-Anbietern ist es hierbei zum Beispiel besonders wichtig, in welcher Form die tatsächliche Nutzung der Speicherkapazitäten ermittelt wird.
Aus diesen Komponenten setzen sich flexible Zahlungsmodelle zusammen
Die Preise für Storage-Angebote sollten grundsätzlich auf mehreren Komponenten basieren und sich bestenfalls aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen. Das könnte zum Beispiel in dieser Form realisiert werden:
Preis für Datenspeicher: Hierbei geht es um die Menge der gespeicherten Daten. Die jeweiligen Preise für Storage sollten dabei immer abhängig vom Standort der Server und der Speicherkapazitäten sowie von der Speicherklasse der Daten sein. Dadurch stehen Kunden hier mehrere Optionen zur individuellen Auswahl zur Verfügung.
Preis für die Datenverarbeitung: Die Kosten für Nutzer sollten sich auch in diesem Bereich aus mehreren Faktoren zusammensetzen. Die diesbezügliche Kostenstruktur für Cloud-Storage beinhaltet zum Beispiel die Preise für die durchgeführte Verarbeitung inklusive möglicher Vorgangsgebühren und die jeweiligen Abrufgebühren. Bei der Preisgestaltung sollten Storage-Anbieter zudem die Spezifikation von Regionen einfließen lassen und dies dann auch transparent darstellen.
Preis für die Netzwerknutzung: Die jeweilige Kostenstruktur ergibt sich in diesem Fall aus der Menge an gelesenen beziehungsweise abgerufenen und verschobenen Daten.
3. Die Cloud als sicherer Speicherort
Die Serverstandorte der sichersten Clouds liegen dabei direkt in Deutschland. Von der Funktionsweise her unterliegen in diesem Fall alle hochgeladenen und gespeicherten Daten in der Cloud der DSGVO sowie dem deutschen Datenschutzrecht. Zudem genießt an diesen Serverstandorten die Sicherheit der Daten oberste Priorität. Das spiegelt sich in den bestmöglichen Schutz- und Abwehrmechanismen gegenüber möglichen Cyber-Attacken wider.
Garantiert wird dies durch eine ISO-27001-Zertifizierung. Die IT- und Cloud-Sicherheit ist dabei ein Thema, mit dem sich Unternehmen nahezu tagtäglich beschäftigen müssen. Das trägt dazu bei, dass bei den Storage-Kunden meistens klare Vorstellungen über Art und Form von Schutzmaßnahmen vorliegen. Laut Umfrageergebnissen und Studienergebnissen wünschen Kunden vor allem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sowie regelmäßig neu generierte Cloud-Passwörter. Auch Smartphone-Apps als mobile Zugriffsmöglichkeiten zählen für viele Kunden heute zum Standard. Als kundenfreundliche Features gelten zum Beispiel aber auch eine automatische Synchronisation, eine Git-Anbindung und eine individuelle Verwaltung der Teamarbeit.
Die Private Cloud als optimale Lösung für Unternehmen
Wer im Hinblick auf die zahlreichen Sicherheitsrisiken der Internetnutzung einen besonders hohen Schutz erzielen möchte, sollte sich dabei für eine eigene Private Cloud entscheiden. Diese bietet den Vorteil, dass jeweils nur ein einziges Unternehmen auf das Datenmaterial zugreifen kann. Zudem reduziert sich das Risiko für externe Angriffe im Vergleich zu herkömmlichen Cloud-Services deutlich. Oftmals fragen Kunden auch nach einem konfigurierbaren Firewall-Management. Das macht deutlich, wie hoch der Stellenwert der Datensicherheit auch bei den Nutzern von Storage-Lösungen ist. Anbieter ohne weitreichende Sicherheitsmaßnahmen werden dagegen von der Kundschaft weitestgehend ignoriert.
4. Gewährleistung einer kundenfreundlichen Migration in jede Richtung
Die Datenmigration, wie beispielsweise das Verschieben von Daten an sicherere Speicherorte, stellt einen regelmäßig ablaufenden Geschäftsprozess dar. Ist eine Migration bestimmter Dateien und Daten nicht möglich, kann dies für das betreffende Unternehmen fatale Folgen nach sich ziehen. Basierend auf der jeweiligen Infrastruktur der Public oder Private Cloud, sollte das Set-up immer einen migrationsfähigen Status erreichen. Zwecks Überprüfung von Kompatibilität sowie Funktionalität können Konsistenz- und Failover-Tests genutzt werden.
5. Einfache Skalierbarkeit als einer der größten Kundenwünsche
Unter dem Begriff Skalierbarkeit wird die Fähigkeit verstanden, ein IT-System an den jeweiligen Bedarf und an wechselnden Anforderungen auszurichten. Die Leistungsfähigkeit eines Systems für die Datenspeicherung kann via horizontale oder vertikale Skalierung erhöht oder vermindert werden. Typische Skalierungen dieser Art sind beispielsweise:
Ersetzen weniger leistungsfähiger Bauteile,
Einbau einer leistungsstärkeren Grafikkarte,
Hinzufügen einer CPU,
Vergrößerung der Speicherkapazität.
Kunde sollte die Wahl zwischen horizontaler und vertikaler Skalierung haben
Alternativ kann eine entsprechende Skalierung auch in vertikaler Form durch einfache Veränderungen an der System-Software ausgeführt werden. Im Hinblick auf die Overheads ist dies sogar die effizientere Methode. Dafür ist die horizontale Skalierung oftmals weitaus kostengünstiger.
Für Nutzer von Storage-Angeboten stellt eine einfache Skalierung ein wesentliches Entscheidungskriterium dar. Denn nur durch diese Anpassungsmöglichkeiten erlauben es, die Speicherkapazität an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Je schneller, einfacher und kostengünstiger das funktioniert, desto zufriedener sind die Kunden von Storage-Anbietern.
Für Storage-Nutzer stellt die Erstellung von Multimedia-Assets mittlerweile einen Schlüsselfaktor dar. Denn es müssen immer mehr unstrukturierte Daten gespeichert werden. Dafür werden Object-Storage-Systeme in Form neuer, kosteneffizient verteilter Speicherlösungen benötigt. Im Gegensatz zu Legacy-Architekturen kommen hierbei hierarchiefreie Datenspeichermethoden zum Einsatz. Das bringt den Storage-Kunden Vorteile in Sachen Speichereffizienz, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. Daher ist es ratsam, veraltete Legacy-Systeme aufgrund ihrer alten Programmiersprachen, sperrigen Benutzeroberflächen und umständlichen Datenverwaltung gegen moderne und kostensparende Architekturen auszutauschen. Object Storage ist hierbei die richtige Wahl.
7. Hybrid-Cloud als zukunftsfähiges Modell
Unternehmen möchten im Business flexibel bleiben. Mit der Bereitstellung von Hybrid-Cloud-Modellen schaffen Storage-Anbieter hierfür die Voraussetzungen. Ein solches Modell verbindet dabei die Vorteile einer Public und einer Private Cloud. Das bedeutet zum einen nahezu unbegrenzte Ressourcen, eine hohe Skalierbarkeit, flexible Zahlungsmodelle, eine erhöhte Sicherheit und eine vergleichsweise günstige Kostenstruktur. Zum anderen lassen sich dank der integrierten Private-Cloud-Strukturen kritische Prozesse sicher und compliant betreiben.
Ein konsequent bedarfsorientierter Ansatz im Fokus
Das alles geschieht im Rahmen eines strikt bedarfsorientierten Einsatzes. Der Kunde erhält auf diese Weise ein System für die Datenspeicherung, das Variabilität, Flexibilität und Individualität auf allen Prozessebenen bietet. Im Zusammenspiel mit einer hohen Elastizität und der Nutzung von On-Demand-Angeboten schafft eine Hybrid-Cloud als zukunftsfähiges Modell alle Voraussetzungen für das sichere und schnelle Speichern von großen Datenmengen, wobei die Kosten für die Cloud-Services auf ein Minimum reduziert werden können.
8. Gefragt ist ein den Einzelfall betrachtender Support
Ein hervorragender und individuell ausgerichteter Support stellt für die Mehrzahl der Kunden mittlerweile eine Grundvoraussetzung dar. Gerade bei komplexen Thematiken und Produkten sowie auf Langfristigkeit ausgerichteten Geschäftsbeziehungen hat für Kunden ein vertrauensvolles und angenehmes Verhältnis zum Unternehmen und zu einem Ansprechpartner höchste Priorität. Das bestätigen gleich mehrere Studien auf Basis von Kundenbefragungen. Eine gute Kundenkommunikation mit individueller Ansprache und fallspezifischem Bezug vermittelt Glaubwürdigkeit und kann im weiteren Verlauf zu Markenbewusstsein und Markenloyalität führen. Das gilt auch im Storage-Bereich.
9. Der Kunde muss wieder zum König gemacht werden
Es reicht heutzutage nicht mehr, einfach nur ein gutes Produkt auf den Markt zu werfen und über Werbung Kunden zum Kauf zu animieren. Quasi als Gegenpol zum anonymen Internet verlangen potenzielle Käufer und Kunden weitaus mehr von einem Unternehmen. In erster Linie möchten sie, dass ihre Bedürfnisse befriedigt, sie individuell sowie kompetent beraten und im Bedarfsfall bei ihren Projekten begleitet und unterstützt werden. Der vor langer Zeit gültige Ausspruch „Der Kunde ist König“ hat den Sprung in die Moderne geschafft. Nur wer buchstabengerecht nach dieser verschüttgegangenen Maxime handelt, wird seine Kunden halten und neue Kunden gewinnen können. Dazu gehört auch, Produkte und Leistungen anzubieten, die sich am tatsächlichen Bedarf des Kunden orientieren. Auch für Storage-Anbieter und ihr Business ist dies ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Aktuelles eBook
Daten DSGVO-konform speichern – und löschen
eBook „Daten DSGVO-konform speichern – und löschen“
(Bild: Storage-Insider)
Auch vier Jahre nach Beginn der Anwendung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben Unternehmen und Behörden Probleme damit, ihr Konzept zur Speicherung und Löschung personenbezogener Daten konform mit der DSGVO zu entwickeln und umzusetzen. Das neue eBook gibt Orientierung für die Prozesse der Aufbewahrung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung.