Cohesity erweitert die GenAI-Funktionen in seinem KI-Assistenten Gaia um ein Visualisierungstool und um den Zugriff auf weitere Datenquellen. Anwender können nun dank grafischer Kategorisierung Einblicke in ihre Daten gewinnen. Auch Sharepoint- und NAS-Umgebungen lassen sich nun anbinden.
So funktioniert das Topic-Modeling im neuen Datenexplorer für Cohesity Gaia: In einem ausgefeilten Prozess findet die Analysefunktion heraus, um welche Themen (Topics) es in den ausgewerteten Dokumenten geht – und visualisiert diese anschließend.
(Bild: Cohesity)
Cohesity hat eine visuelle Datenfunktion für seinen KI-Assistenten Cohesity Gaia angekündigt, die zum Patent angemeldet ist. Dieser Datenexplorer soll für Kunden Dateien und Dokumente innerhalb eines Datensatzes visuell nach Themen anordnen und kategorisieren, ähnlich einem semantischen Explorer. Damit stelle Cohesity die Daten in einen neuen Kontext, so der Hersteller.
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Das Feature schlage den Nutzern zudem weitere Anfragen vor, mit deren Hilfe sie gewünschte Ergebnisse eingrenzen und schneller weitere Einblicke gewinnen könnten. Bereits Anfang dieses Jahres kam die erste Version von Cohesity Gaia als erster KI-basierter Suchassistent auf den Markt, nun wurde es wohl Zeit für ein Update.
Unternehmen haben nach Angaben des Forrester-Analysten Boris Evelson „oft Schwierigkeiten, Erkenntnisse aus ihren unstrukturierten Daten und Texten zu gewinnen. Und dies wird schwerer, je größer die Menge unstrukturierter Daten wird.“ Da diese Big Data mehr als 80 Prozent aller Unternehmensdaten ausmachen, seien Unternehmen oft gezwungen, Abfragen durchzuführen und Berichte zu erstellen, die nur einen kleinen Teil ihrer Daten auswerteten, nämlich jene Informationen, die strukturiert auf entsprechenden Systemen abgelegt sind. Dies könne dazu führen, dass Berichte und Analysen unvollständig oder ungenau seien und wertvolle Informationen in den anderen unstrukturierten Datensätzen verborgen blieben.
Cohesity Gaia bringe nun die Technologie generativer KI zu den Unternehmensdaten und ermögliche so deutlich schnellere und bessere Ergebnisse für eine Vielzahl von Anwendungsfällen. Die Lösung indiziert und liefert Erkenntnisse aus unstrukturierten Daten, die in vielen gängigen Formaten gespeichert sind, darunter E-Mails, Dokumente, PDFs, Textdateien, Tabellenkalkulationen, HTML, XML und Präsentationen. Auch Aspekte der Vertraulichkeit lassen sich dabei berücksichtigen. Denn mit Cohesity Turing lasse sich verantwortungsbewusste KI („Responsible AI“) realisieren.
Erkenntnisse dank automatisch generierter Themen
Eine der größten Herausforderungen bei der Arbeit mit großen Datenmengen besteht laut Cohesity darin, dass Nutzer zwar Zugriff auf Daten haben, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen oder welche möglichen Suchen sie starten können. Dieses Datenmanagement kann gemäß mehreren Studien zufolge bis zu 80 Prozent der Arbeitszeit eines Mitarbeiters verschlingen.
Cohesity Gaia soll nun automatisch eine visuelle Darstellung der Daten zeigen, und zwar nach semantischen Themenblöcken geordnet. So sollen Nutzer einen klaren Ausgangspunkt erhalten. Der neue visuelle Datenexplorer nutze dazu „Topic Modeling“. Dahinter stecken laut Hersteller eine Reihe fortschrittlicher KI-Techniken mit natürlicher Sprachverarbeitung, um verborgene thematische Strukturen in Dokumenten und Dateien sofort zu erkennen. Diese tiefen Einblicke mit Kontext in die Art der Daten seien die Basis für ein besseres Verständnis und ermöglichten es Nutzern, bei ihrer Suche fundiertere und gezieltere Fragen zu stellen.
Gaia Datenexplorer vereinfache diesen Prozess weiter, indem es Nutzern ermögliche, durch Themen zu navigieren, Dialogfragen zu stellen und mit intelligenten, kontextbezogenen Eingabeaufforderungen (dem Prompting) zu interagieren, um schnell die relevantesten Informationen zu finden. Im Einklang mit dem Engagement von Cohesity für verantwortungsbewusste KI biete Gaia Kunden Einblick in ihre Daten, während diese sicher und regelkonform blieben.
„Cohesity Gaia und der neue visuelle Datenexplorer haben das Potenzial, den Datenzugriff für Unternehmen zu revolutionieren, indem sie die Herausforderung der Verwaltung und Gewinnung von Erkenntnissen aus unstrukturierten Daten in unterschiedlichen Systemen angehen“, sagt Chirag Mehta, Principal Cybersecurity Analyst bei Constellation Research. „Diese Innovation könnte nicht nur die Datensicherheit und Compliance verbessern, sondern Geschäftsanwendern von Unternehmenskunden auch tiefere und stärker kontextbezogene Einblicke ermöglichen. Das dürfte die Entscheidungsfindung und die betriebliche Effizienz erheblich optimieren.“
Darüber hinaus hat Cohesity angekündigt, den Support für neue Workloads und Datenquellen in Gaia zu erweitern. Kunden könnten jetzt Unternehmensdaten von Microsoft 365 Mail, Microsoft 365 Sharepoint und Microsoft 365 OneDrive analysieren, die auf der Cohesity-Plattform geschützt seien, sowie von On-Premises- oder Cloud-basierten Dateiservern. Dazu zählen gängige Systeme wie Dell EMC Isilon, Netapp NAS, physische Dateiserver und Cohesity Smartfiles.
Stand: 08.12.2025
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Weitere Neuerungen
In diesem Update führt Cohesity zudem Index-Filtering ein. Damit können Anwender steuern, welche Daten von der Indexierung in Gaia ausgeschlossen werden sollen und welche vom Index erfasst werden. Durch diese Auswahl lassen sich beispielsweise vertrauliche Informationen wie etwa Forschungsunterlagen besser schützen.
Das Update umfasst auch die Funktion „Single Sign-on“ (SSO). Nutzer können daher Gaia in die firmeneigene SSO-App integrieren und so bewirken, dass nur befugte Benutzer Zugang zu Gaia erhalten. Weitere Informationen lassen sich dem Cohesity-Blog und einem Gaia-Whitepaper entnehmen. Letzteres erfordert die Registrierung vor dem Download. Das Whitepaper beschreibt die komplette Architektur der Anwendung.
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„Wir haben Cohesity Gaia entwickelt, weil Unternehmen in der Lage sein sollten, aus den Daten, für deren Schutz und Speicherung sie so viel Zeit und Ressourcen aufwenden müssen, wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen“, fasst Craig Martell, CTO von Cohesity, zusammen. „Es muss einfach sein, eine datenbasierte Abfrage zu stellen und ein präzises, nützliches und weiterführendes Ergebnis zu erhalten – unabhängig davon, wo die Daten gespeichert sind oder wie weit sie zurückreichen.“
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