Wer gemeinsame Dokumentenbearbeitung ohne zentrale Cloud-Anbieter realisieren möchte, findet in CryptPad eine quelloffene Lösung mit clientseitiger Verschlüsselung, modularem Aufbau und vielseitigen Einsatzszenarien. Die Software lässt sich auf dedizierter Hardware oder in virtuellen Umgebungen betreiben und eignet sich sowohl für private Nutzung als auch für Organisationen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen.
CryptPad ermöglicht sichere, gemeinschaftliche Dokumentenbearbeitung mit End-to-End-Verschlüsselung, auf eigenen Servern oder virtuell, für Privatpersonen und Organisationen mit entsprechenden Sicherheitserfordernissen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
CryptPad basiert auf einem Zwei-Domain-Modell zur Abwehr von Cross-Site-Scripting-Angriffen. Neben der Hauptdomain für den Zugriff durch Nutzer wird eine zweite, sogenannte „Safe-Origin“-Domain für sicherheitsrelevante Inhalte eingerichtet. Beide Domains lassen sich über DNS-Weiterleitungen oder CNAME-Einträge auf DynDNS-Adressen abbilden, was auch Selfhosting ohne festen IP-Adressraum ermöglicht. Der gesamte Datenverkehr wird über HTTPS abgesichert, inklusive Forward Secrecy mit eigenen Diffie-Hellman-Parametern.
Installation auf Debian-Systemen
Die Installation erfolgt manuell über Git, Node.js und npm. Das Projekt empfiehlt die Verwendung des NodeSource-Repositorys für aktuelle LTS-Versionen von Node.js. Nach dem Anlegen eines dedizierten Benutzerkontos wird das Repository geklont, Abhängigkeiten per „npm ci“ installiert und ein systemd-Service zur Verwaltung eingerichtet. Die eigentliche Webapplikation läuft standardmäßig auf Port 3000 und 3003. Ein vorgeschalteter nginx-Proxy übernimmt die TLS-Terminierung sowie den Schutz der Anwendung vor direkten Zugriffen.
Zugriffssteuerung und Benutzerverwaltung
Nach der Erstinstallation erlaubt CryptPad anonyme Nutzung. Diese lässt sich über Konfigurationsparameter gezielt einschränken. Registrierungen können deaktiviert oder auf Einladung durch Administratoren beschränkt werden. Zugriff auf Speicherplatz und Pad-Erstellung wird über die Optionen „disableAnonymousStore“ und „disableAnonymousPadCreation“ kontrolliert. Für maximale Abschottung lassen sich alle Pad-Typen ausschließlich für registrierte Nutzer freischalten. Administratorrechte werden über öffentliche Schlüssel konfiguriert, die im Benutzerprofil generiert und in der zentralen Konfigurationsdatei hinterlegt werden.
Mit CryptPad können Unternehmen eine sichere Kollaborations-Lösung aufbauen.
(Bild: Joos)
Komponenten und Erweiterbarkeit
CryptPad enthält Module für Textdokumente, Tabellen, Markdown-Slides, Kanban-Boards, Umfragen, Code-Notizen und Diagramme. Die Inhalte werden im integrierten Drive gespeichert, vollständig verschlüsselt und versioniert. Mit optionaler ONLYOFFICE-Integration erweitert sich der Funktionsumfang um kollaborative Tabellenbearbeitung. Die Anwendungslogik bleibt clientseitig, sämtliche Inhalte werden lokal im Browser entschlüsselt. Auch der Betrieb in restriktiven Netzwerken ist möglich, da alle Kommunikationspfade über HTTPS erfolgen.
Betrieb und Administration
Die Konfiguration erfolgt über JavaScript-Dateien im Projektverzeichnis. Anpassungen an Nutzerverhalten, Sicherheitseinstellungen oder Funktionsumfang sind ohne Kompilierung möglich. Backups lassen sich über Standard-Tools erstellen, da alle Nutzerdaten strukturiert im Filesystem abgelegt werden. systemd-Integration erlaubt automatischen Start beim Booten sowie einfache Statusabfragen. Die TLS-Zertifikatsverwaltung erfolgt idealerweise mit Certbot, der sich nahtlos in nginx integriert.
Externe Instanzen und Community
Für Anwender, die CryptPad ohne eigenen Server testen möchten, stehen öffentliche Instanzen wie cryptpad.fr oder cryptpad.digitalcourage.de zur Verfügung. Beide erlauben anonyme Nutzung oder die Registrierung kostenfreier Benutzerkonten. Wer CryptPad dauerhaft einsetzen will, profitiert vom Selfhosting: Die volle Datenhoheit, individuell konfigurierbare Sicherheitsmechanismen und die Modularität der Plattform bieten einen deutlichen Mehrwert gegenüber zentralisierten Diensten.
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