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Moderne Fahrzeuge als Dienstanbieter – Bereitstellung und Vernetzung in der Cloud

Das Auto als IT- und Infotainment-Client

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Das Fahrzeug als ein weiterer Dienstanbieter in der Cloud

Beide Trends – der Ausbau der Informations- und Unterhaltungselektronik sowie der Bordsysteme – haben dazu geführt, dass in Autos mittlerweile eine Unmenge von Daten vorhanden sind, die übertragen, gespeichert und verarbeitet werden müssen.

Eher früher als später wird in den Fahrzeugen schlicht der Platz fehlen, um kurzzeitig die Rohdaten zu speichern, die verarbeiteten Information mittelfristig abzulegen und die immer komplexer und einem immer schneller werdenden Anpassungszyklus unterworfene Verarbeitungslogik zu unterstützen.

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Individualisierte Serviceintervalle

Mit der permanenten Anbindung von Fahrzeugen an das Internet – die Hersteller arbeiten mit Hochdruck an dem Thema – zeichnet sich für diese Situation ein eleganter Ausweg ab. Eine entscheidende Rolle müsste dabei der Cloud als zentraler Speicherplattform zukommen.

Sämtliche Daten, die vom Auto selbst produziert werden, könnten in Echtzeit via Internet übertragen und in der Wolke abgelegt werden. Für die Hersteller hätte das den Vorteil, dass sie direkt und jederzeit auf Informationen zu jedem einzelnen Fahrzeug zugreifen könnten. So ließen sich bestehende Geschäftsprozesse verbessern und neue Services entwickeln.

Denkbar wäre etwa, dass der Fahrer rechtzeitig eine Nachricht über den Verschleiß eines Bauteils erhält, sein Händler ihm einen Werkstatttermin vorschlägt und das Ersatzteil rechtzeitig bestellt wird.

"iCAR"

Zudem könnten in der Cloud zahlreiche Informations- und Unterhaltungsangebote abgelegt sein, die das Auto bei Bedarf abruft: Musiktitel, das Adressbuch oder Kartenmaterial für die Navigation – und zwar in der gleichen personalisierten Art und Weise, die der Fahrer auch bei anderen Wiedergabegeräten nutzt.

Auf diese Weise wäre auch sichergestellt, dass die Informationen immer auf dem neuesten Stand sind. Möglich wäre es auch, in der Cloud oder auf einem Smartphone spezifische Fahrzeugkonfigurationen zu speichern. Mit dem Smartphone als virtuellem Schlüssel könnte selbst der Fahrer eines Mietwagens automatisch die richtige Sitzposition einstellen, die von ihm bevorzugten Radiosender anwählen oder sogar die komplette Buchungs-und Rückgabeabwicklung durchführen.

Das integrierte Fahrzeug

Alles deutet darauf hin, dass Fahrzeuge in Zukunft keine weitgehend autarken und isolierten Elemente im Leben des Fahrers mehr sind. Vielmehr werden sie in das ihn umgebende Infotainment-Ökosystem integriert werden und müssen zusätzlich eine weitere Dienstleistung, nämlich den Transport von A nach B, bereitstellen.

Dabei muss sich diese Dienstleistung nahtlos in die den Fahrer umgebenden Leistungen einfügen lassen. Der Stellenwert des Fahrzeugs wird sich also über die nahtlose Integration und nicht über losgelöste Elemente wie Geschwindigkeit oder Motorleistung definieren.

Diese Integration muss aber deutlich weiter gehen, als lediglich die Sozialen Netzwerke im Bordcomputer anzuzeigen – was im Großen und Ganzen der aktuelle Stand ist. Den Herstellern wird daher nichts übrig bleiben, als sich in Zukunft nicht mit dem Fahrzeugen alleine zu beschäftigen, sondern auch mit deren Vernetzung in die Welt des Fahrers und der Bereitstellung von integrierten Inhalten.

Erfahren Sie mehr über die Zukunft der IT im Automobil auf der AutomotiveCOM2012 in Wolfsburg.

*Jan Appl, Associated Partner und Leiter Competence Center Strategien, Architekturen und Methoden bei Mieschke Hofmann und Partner (MHP), und Dr. Oliver Oswald, Partner bei Mieschke Hofmann und Partner (MHP)

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