Backup, Archivierung, Langzeitspeicherung im Vergleich

Daten wirtschaftlich und sinnvoll speichern

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Im Zusammenhang mit der Langzeitspeicherung von Dateien fällt immer wieder der Begriff „fixed Content“. Hierbei handelt es sich um Dateien, die generiert werden und nach einer bestimmten Zeit definitiv keinen Änderungen mehr unterliegen. Auch diese Dateien liegen in der Regel auf den primären Speichersystemen und kosten dort Platz und Energie. „Fixed Content“ kann man jederzeit in den Langzeitspeicher verlagern, um den wertvollen Speicherplatz auf den primären Systemen wieder zurückzugewinnen.

Eigenschaften:

  • Dateien sind nicht mehr im Zugriff,
  • Dateien müssen aufbewahrt werden, unterliegen aber keinen gesetzlichen Richtlinien,
  • Dateien belegen unnötig Platz auf den primären Speichersystemen,
  • Dateien können kostengünstig abgelegt werden und es ist
  • keine zusätzliche Sicherung mehr notwendig.

Beispiel:

Sie haben sehr viele Dateien auf Ihrem PC oder Notebook. Einige dieser Dateien benötigen Sie nicht mehr, wollen sie aber auch nicht wegwerfen. Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben für die Aufbewahrung. Solche Dateien legen Sie zum Beispiel auf eine externe USB-Festplatte, um den wertvollen Platz auf Ihrem PC wieder freizubekommen.

Ordnung durch passende Speicherlösungen für jeden Fall

Zusammenfassend kann man das Modell folgendermaßen darstellen: Es gibt Dateien auf den primären Speichersystemen, die benötigt und auch genutzt werden. Weiterhin gibt es die Dateien in der Langzeitaufbewahrung. Diese Dateien kommen ursprünglich aus den primären Speichersystemen und wurden seit einer bestimmten Zeit nicht mehr angefasst, werden aber möglicherweise in der Zukunft wieder gebraucht. Deshalb sollen sie nicht gelöscht werden. Die Dateien im primären Speicher werden durch ein regelmäßiges Backup gesichert, sodass sie im Falle eines Verlustes wieder hergestellt werden können.

Außerdem gibt es Archivdateien. Einige von diesen kommen aus den primären Speichersystemen, andere werden nur für das Archiv erzeugt oder digitalisiert. Auch die Archivdateien werden durch Backupläufe oder andere Mechanismen gesichert.

Beispiel aus der „Papierwelt“

Die Unterschiede werden deutlich durch ein Beispiel aus der „Papierwelt“: Sie haben einen Papier-Ordner „Schriftverkehr“. In diesem befinden sich alle Dokumente. Einige dieser Dokumente sind extrem wichtig. Daher wird eine Kopie angefertigt und diese Kopie in einem anderen Ordner abgelegt. Das ist das Backup. Von ein paar Dokumenten verlangt der Gesetzgeber, dass sie für zehn Jahre aufbewahrt werden. Diese werden daher in einem speziellen Ordner abgelegt und in einem feuerfesten Tresor gelagert. Das ist das Archiv. Zur Sicherheit fertigen Sie von jedem Dokument noch eine Kopie an. Das ist das Backup des Archivs.

Der Ordner „Schriftverkehr“ wird nun immer voller und voller. Daher nehmen Sie die alten Dokumente heraus und legen diese in einem anderen Ordner ab und lagern diesen in einem anderen Raum. Sie wollen die Dokumente nicht vernichten, brauchen Sie aber auch nicht täglich. Das ist die Langzeitspeicherung.

Merke: Ein Backup ist kein Archiv, ein Archiv ist kein Langzeitspeicher.

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