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Management unstrukturierter Daten Datenverwaltung in einer Multi-Vendor-Multi-Cloud-Umgebung

Von Sascha Hempe* 5 min Lesedauer

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Welche Systeme eignen sich für eine sinnvolle Datenverwaltung bei steigenden Volumen in Multi-Cloud-Umgebungen? Sascha Hempe von Datadobi vergleicht die vier Kategorien von Datenmanagement-Lösungen in Hinblick auf ihre Tauglichkeit.

Welche Systeme eignen sich für eine sinnvolle Datenverwaltung bei steigenden Volumen in Multi-Cloud-Umgebungen? Sascha Hempe von Datadobi vergleicht die vier Kategorien von Datenmanagement-Lösungen in Hinblick auf ihre Tauglichkeit.(Bild:  ©metamorworks, Getty Images via Canva.com)
Welche Systeme eignen sich für eine sinnvolle Datenverwaltung bei steigenden Volumen in Multi-Cloud-Umgebungen? Sascha Hempe von Datadobi vergleicht die vier Kategorien von Datenmanagement-Lösungen in Hinblick auf ihre Tauglichkeit.
(Bild: ©metamorworks, Getty Images via Canva.com)

Die Menge an unstrukturierten Daten ist heute praktisch unüberschaubar. Da das Datenvolumen immer weiterwächst, benötigen viele Unternehmen immer mehr Speicherorte und -technologien. Infolgedessen verfügen die meisten Organisationen über heterogene Speicherumgebungen, die aus Storage verschiedener Anbieter und Multi-Cloud-Umgebungen bestehen.

Viele Tools, beispielsweise von Storage-Anbietern, versprechen jedoch, Massen an unstrukturierten Daten auf unterschiedliche Weise zu verwalten. Andere Anbieter bieten Datenverwaltungs-Lösungen an, die eine Organisation der Daten durch eine Analyse derselben ermöglichen. Das klingt auf den ersten Blick verlockend. Aber sind die Lösungen wirklich miteinander vergleichbar? Zumal es schwierig ist, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze zu bewerten. Daher ist es sinnvoll, die vorhandenen Datenmanagement-Lösungen zu kategorisieren.

Die vier Hauptkategorien von Datenmanagement-Lösungen

Es gibt vier Hauptkategorien von Lösungen zur Datenverwaltung, mit denen Ordnung in unstrukturierte Datensammlungen gebracht werden soll: 1. Storage und Cloud-Storage, 2. Backup-Lösungen, 3. Data-Value-Produkte und 4. herstellerneutrale Lösungen. Vor- und Nachteile dieser Kategorien werden im Folgenden dargestellt.

1. Storage- und Cloud-Storage-Lösungen

Anbieter von Storage-Hardware und Cloud-Storage haben sehr gute Speicherprodukte im Portfolio. Sie können Datenmengen unabhängig von ihrer Größe verarbeiten. Neben der Sicherung von Datenbanken bieten sie auch zahlreiche andere Speicherfunktionen an.

Diese Anbieter haben sich auf die Datenverwaltung als Teil ihres Angebots spezialisiert. Das bedeutet jedoch auch, dass ihre Produkte nicht gut für die Organisation von Daten in komplexen Multi-Vendor- und Multi-Cloud-Umgebungen geeignet sind.

Einige Anbieter behaupten zwar, dass ihre Speicherverwaltungslösungen in heterogenen Umgebungen funktionieren. Bei näherer Betrachtung können die Lösungen dies jedoch nicht belegen. Fast alle Lösungen beginnen mit der Ablage von Daten in ihrem eigenen Speicher. Dies widerspricht jedoch völlig dem Konzept einer hybriden Umgebung. Oft stellt diese Software ein Nebenprodukt neben der Hardware oder Cloud dar und ist daher nicht ausgereift.

2. Backup-Lösungen

Viele Anbieter von Backup-Lösungen verfügen über hervorragende Produkte für die Sicherung von Daten und die Organisation einer großen Menge von Point-in-Time-Kopien. Diese können entweder auf die ursprünglichen Plattformen zurückgespielt werden oder sind direkt von der Backup-Appliance verfügbar, um eine schnelle Wiederherstellung zu ermöglichen. Die Organisation strukturierter Daten profitiert von stabilen Funktionen der Backup-Lösungen.

Unstrukturierte Daten werfen jedoch ungewöhnliche Probleme auf, für die Backup-Lösungen weniger geeignet sind. Auch hier erwarten viele Anbieter, dass die Daten auf ihrer Plattform abgespeichert werden, bevor der Prozess der Datenverwaltung beginnen kann. Doch hier gibt es ein noch größeres Problem: Wie der Name schon sagt, beginnen Backup-Lösungen beim Backup. Das bedeutet, dass eine temporäre Kopie der Daten erstellt wird. Es sind also nicht die tatsächlichen Daten selbst, die sich ständig ändern.

3. Business-Data-Value-Produkte

Bei Data-Value-Anwendungen, die es am besten ermöglichen, einen Mehrwert für das Unternehmen aus bestehenden Daten zu schaffen, spielt es keine Rolle, ob diese für Business Intelligence, die Einhaltung von Vorschriften, Wissenschaft oder für etwas anderes genutzt werden. Der Schwerpunkt liegt hier auf Geschäftsanwendungen. Sie sind jedoch nicht für den Umfang der heutigen unstrukturierten Speicherumgebungen ausgelegt. Sie sind nicht in der Lage, in Umgebungen mit mehreren Petabytes und mehr als einer Milliarde Dateien die richtigen Daten zu filtern. Um diese zu erkennen, brauchen sie zuerst Unterstützung.

4. Verwaltung unstrukturierter Daten – mit herstellerunabhängigen Produkten

Für das Management einer heterogenen Landschaft unstrukturierter Datenspeicher in einem Unternehmen eignet sich somit keine der drei vorher genannten Kategorien von Datenverwaltungs-Software. Ihnen fehlen die Herstellerunabhängigkeit sowie die Anpassungsfähigkeit an die Speicher- und Cloud-Anbieter und Business-Value-Anwendungen, die für eine optimale Lösung erforderlich sind.

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Diese unabhängige Software-Kategorie existiert bereits unter dem wenig glamourösen Namen „herstellerneutrale Datenverwaltungs-Software“. Diese neue Software-Kategorie für die Verwaltung unstrukturierter Daten in einer Multi-Vendor-Multi-Cloud-Datenumgebung bietet im Vergleich zu nicht herstellerneutralen Produkten zahlreiche Vorteile.

Vorteile herstellerneutraler Datenverwaltungs-Software

Professionelle Datenmanagement-Lösungen sollten die Hauptinteressen von Unternehmen beim Umgang mit unstrukturierten Daten berücksichtigen und herstellerneutral bei den wichtigsten Anliegen unterstützen:

  • Kostensenkung: Ein herstellerunabhängiges Produkt vereinfacht die Einführung in die Cloud, überträgt Daten auf kostengünstigere On-Premises-Speicher, fördert die Außerbetriebnahme unnötiger Speicher und eliminiert überflüssige, veraltete und unwichtige Daten (ROT). All das spart Kosten.
  • Risikominimierung: Durch herstellerneutrale Datenverwaltungssoftware werden IT-Führungskräften darauf aufmerksam, welche Daten sie besitzen, warum sie diese besitzen, wo sich diese befinden und wer sie kontrolliert. Dies erhöht die Sicherheit unstrukturierter Daten. Unternehmen können somit wertvolle unstrukturierte Daten aufbewahren und ROT (Redundant, Obsolete or Trivial), veraltete sowie potentiell gefährliche Daten beseitigen.
  • Wertsteigerung: Herstellerneutrale Lösungen ermöglichen es Unternehmen, ihre Daten zu einem optimalen Zeitpunkt an den geeigneten Ort zu verschieben, um datenbasierte Anwendungen bestmöglich zu unterstützen.
  • CO2-Emissionsreduktion: Moderne Produkte helfen Unternehmen, ESG-Richtlinien einzuhalten und CO2-Reduktionsziele zu erreichen. Endbenutzer sehen, welches ihrer Speichersysteme die meiste Energie verbraucht und wie kostengünstig der Betrieb von Speichern mit erneuerbaren Energien sein kann. Darüber hinaus trägt es dazu bei, Daten auf günstigere Speicheroptionen zu verschieben.

Fazit: Herstellerneutrales Datenmanagement ist die beste Wahl

Die aktuellen Lösungen im Bereich Datenmanagement lassen erkennen, dass Unternehmen für die sinnvolle Verwaltung unstrukturierter Daten in einer Multi-Vendor-Multi-Cloud-Umgebung ein herstellerneutrales Produkt benötigen, das in jeder Speicher- oder Cloud-Umgebung einsetzbar ist. Bisherige Lösungen für die Datenverwaltung sind nicht in der Lage, eine Multi-Vendor-Multi-Cloud zu managen. In jüngster Zeit wurde jedoch eine herstellerneutrale Lösung für die Organisation unstrukturierter Daten entwickelt. Ihre Vorteile liegen in der Unabhängigkeit von Herstelllern, bei der andere Lösungen nicht mithalten können.

* Der Autor: Sascha Hempe, Regional Sales Manager, DACH bei Datadobi.

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