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Wachsende Datenmengen Maßnahmen für eine nachhaltigere Datenspeicherung

Ein Gastbeitrag von Sasche Hempe* 4 min Lesedauer

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Unternehmen setzen zunehmend auf Nachhaltigkeitsziele zur Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks, indem sie den Energiebedarf bei der Datenspeicherung reduzieren. Angesichts der Komplexität moderner Speicherumgebungen erfordert dies ein dynamisches Datenmanagement und die effiziente Nutzung von Speichertechnologien.

Unternehmen verfolgen Nachhaltigkeitsziele zur Verbesserung ihrer Ölobilanz, wobei das Management unstrukturierter Daten zentral ist. Effektive Datenspeicherung reduziert den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Unternehmen verfolgen Nachhaltigkeitsziele zur Verbesserung ihrer Ölobilanz, wobei das Management unstrukturierter Daten zentral ist. Effektive Datenspeicherung reduziert den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, haben viele Unternehmen sich bereits konkrete Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Als einer der größten Energieverbraucher muss bei solchen Initiativen auch die Datenspeicherung im Fokus stehen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass Rechenzentren derzeit für etwa 1 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich sind, und warnt, dass Emissionen bis 2030 um die Hälfte sinken müssen, um Netto-Null-Ziele zu erreichen. Und das bei rapide steigenden Datenmengen.

Doch eine nachhaltige Datenspeicherung ist einfacher gesagt als getan. Zum einen sind rund 90 Prozent der heutzutage generierten Daten inzwischen unstrukturierte Daten – und damit weitaus schwieriger zu kategorisieren und zu verwalten. Zum anderen ist die Speicherinfrastruktur in den meisten Unternehmen über viele Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen. Deshalb gleicht sie oft einem Flickwerk unterschiedlichster Speichertechnologien, Anbieter und Produktgenerationen. Zu dieser heterogenen physischen Speicherinfrastruktur kommen oft noch Cloud-Speicher für zahlreiche Anwendungsfälle hinzu.

Das Resultat sind hochkomplexe Speicherumgebungen, die einem immer schneller wachsenden Speicherbedarf gerecht werden müssen. Die Verantwortlichen stehen nun vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, Nutzern und Anwendungen nicht nur die richtigen Daten zur richtigen Zeit verfügbar zu machen, sondern dabei auch noch für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit zu sorgen.

Sorgfältiges Datenmanagement wird immer wichtiger

Viele Daten sind heute in einer Vielzahl von Anwendungsfällen geschäftskritisch, etwa für die Datenanalyse oder beim Training von KI-Modellen. Weil immer mehr Prozesse digitalisiert sind, müssen Unmengen von Daten laufend zwischen Systemen ausgetauscht werden, nur um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Das bedeutet: Sie können nicht einfach wie früher in ein kostengünstiges Langzeit-Archiv verschoben werden, sondern müssen auf einem Primärspeicher liegen, wo sie unmittelbar zugänglich und nutzbar bleiben. Das gilt ebenso für viele unstrukturierte Daten wie Video-, Audio- und Sensordaten, die im Prinzip immer verfügbar sein müssen. Damit ist für eine optimale Storage-Nutzung ein deutlich dynamischeres Datenmanagement nötig, als es bisher der Fall war.

Vergleicht man nun, wie viel Energie die unterschiedlichen Speichertypen verbrauchen, dann wird deutlich, dass es hier eine große Spannweite gibt. Flash-Speicher benötigen beispielsweise weniger Energie als Festplatten, und Cloud-Speicher sind meist deutlich effizienter als Rechenzentren vor Ort. Um ihren Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen zu verringern, müssen Unternehmen daher zunächst den konkreten Energiebedarf der unterschiedlichen von ihnen genutzten Speichertechnologien und Speicherorte kennen. Danach brauchen sie die Möglichkeit, anhand einer Vielzahl von Variablen wie Verfügbarkeit, Sicherheitsüberlegungen und Nachhaltigkeitszielen die geeignete Speicherung für jeden Datentyp zu bestimmen.

Ein effektives Management über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg, das die Archivierung veralteter Daten und das Beseitigen redundanter Daten beinhaltet, kann die Speicheranforderungen bereits drastisch reduzieren und so die Nachhaltigkeit verbessern. Moderne, herstellerneutrale Multi-Vendor- und Multi-Cloud-Plattformen für das Management unstrukturierter Daten bieten die hierfür notwendigen Funktionen.

Speichernutzung und Rechenzentren optimieren

Aktuelle Lösungen für das aktive Management unstrukturierter Daten erlauben zudem die CO2-Bilanzierung unstrukturierter Datenspeicher in der Cloud und im Rechenzentrum – und helfen Unternehmen, die wichtigsten Indikatoren laufend zu überwachen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Mit einem transparenten Überblick über alle Daten, alle Speicher und deren CO2-Bilanz können IT-Verantwortliche beispielsweise schnell erkennen, welche Optimierungen im Rechenzentrum nötig sind. Das können etwa das Löschen überflüssiger, veralteter und trivialer Daten oder die Verlagerung bestimmter Daten in die Cloud auf weniger umweltbelastende Speicher sein.

Eine Optimierung der bestehenden Speicherinfrastruktur lässt sich auch durch die Konsolidierung von Storage-Systemen erreichen, um vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und den Energieverbrauch zu senken. Die Wiederverwendung oder Stilllegung von Hardware ist ebenfalls eine effektive Maßnahme zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks. Zum Beispiel sollten veraltete und ineffiziente Speicher identifiziert und außer Betrieb genommen werden, sobald die dort gelagerten Daten auf bisher ungenutzten Speicherplatz migriert sind. Mit einem guten Datenmanagement lässt sich außerdem die Anschaffung doppelter Backup-Hardware in Niederlassungen vermeiden; stattdessen kann das Backup im Hauptrechenzentrum stattfinden.

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Fazit

Der Klimawandel ist nicht mehr nur eine Bedrohung, die in weiter Ferne liegt. Aus gutem Grund steht Nachhaltigkeit heute ganz oben auf der Agenda fast aller großen Unternehmen. Der erste und wichtigste Schritt, um die Bilanz bei der Datenspeicherung zu verbessern, ist das aktive und planvolle Management unstrukturierter Daten. Denn diese machen heute den Großteil aller Daten aus.

Hierfür benötigen Unternehmen in erster Linie zwei Dinge: Ein akkurates Verständnis der CO2-Bilanz ihrer gespeicherten Daten und Lösungen, um ihre Daten so zu verwalten, dass sie jederzeit am optimalen Ort gespeichert sind. Ganz abgesehen von ihrer Fähigkeit, Nachhaltigkeitsrichtlinien einzuhalten, werden Unternehmen, die ihre wachsenden Datenmengen nicht in den Griff bekommen, sich sonst in naher Zukunft mit einer ganzen Bandbreite kritischer Probleme konfrontiert sehen.

* Der Autor: Autor: Sascha Hempe, Regional Sales Manager, DACH & Nordics, Datadobi

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