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Unternehmen, die mit einem massiven Wachstum unstrukturierter Daten zu kämpfen haben, erhalten mit einer softwarebasierten Lösung die Möglichkeit, zusätzliche Kapazitäten in die Cloud zu verlagern. Das Verwaltungs-Tool von Red Hat Storage Server, der kommerziellen Version von GlusterFS, etwa basiert auf dem oVirt-Projekt – einer Open-Source-Infrastruktur- und Virtualisierungsmanagement-Plattform – und bietet Administratoren von einem Punkt aus einen vollständigen Überblick über den gesamtem Storage-Pool.
Ergänzt um die Einbindung von Red Hat Enterprise Virtualization, die beispielsweise eine Live-Migration von VMs und Festplattenspeicher ermöglicht, vereinfacht sich die Administration unstrukturierter Daten in Umgebungen mit wenigen Terabyte bis zu mehreren Petabyte und die Datenexplosion bleibt beherrschbar.
Durch die Unterstützung von File und Object Storage in einem einheitlichen Speicher-Pool ergeben sich wichtige Vorteile. Die Kombination von File und Object Storage vereinfacht die Verwaltung unterschiedlicher Daten und bietet Unternehmen eine höhere Speicher- und Informationsflexibilität, um das rasante Wachstum unstrukturierter Daten zu bewältigen und schneller sowie kostengünstiger als mit herstellerspezifischen SAN-Lösungen auf die Daten zugreifen zu können.
Zusätzliche interessante Perspektiven ergeben sich aus einer Einbindung von GlusterFS in OpenStack-Lösungen. Mit GlusterFS, und ebenso mit Red Hat Storage, können Administratoren eine Open Hybrid Cloud aufbauen sowie verwalten. Grundlage dafür bildet eine optimale Abstimmung von GlusterFS mit Red Hat OpenStack. Die Unified Storage Services unterstützen Blockspeicher (Cinder), Image-Services (Glance) und Objektspeicher (Swift) aus einem gemeinsamen Speicher-Pool.
Deutlicher Vorteil gegenüber der SAN-Welt
Um die Betriebskosten einer OpenStack-Infrastruktur weiter zu reduzieren, sieht GlusterFS beziehungsweise Red Hat Storage vor, dass die Speicher- und Verarbeitungsfunktionen auf dem gleichen physischen oder virtuellen Server ausgeführt werden. Dies ist ein deutlicher Vorteil gegenüber der herkömmlichen SAN-Welt, in der es eine klare Trennung von physischer oder virtueller Server- und der Storage-Infrastruktur gibt.
Zusammengefasst eignen sich softwarebasierte Lösungen daher sehr gut zum Speichern unterschiedlicher unstrukturierter Daten, zur Verwaltung komplexer Medieninhalte und einer arbeitsplatznahen Archivierung. Einsatzgebiete sind beispielsweise Audio- und Videodaten wie sie von Content Delivery Networks benötigt werden.
Einsatzbereiche im Nearline-Storage-Bereich
Typische Einsatzbereiche im Nearline-Storage-Bereich sind Archive für medizinische Daten etwa bei Gene-Sequencing oder auch Daten aus meteorologischen Beobachtungen und Aufzeichnungen. Gerade in dem letztgenannten Business Case sind die Übergänge zum High Performance Computing fließend, wo eine hohe Bandbreite oder ein hoher Datendurchsatz gefragt sind.
Die Architektur von Red Hat Storage sieht außerdem vor, auf den Storage-Nodes auch direkt Berechnungen oder Analysen (beispielsweise mit Hadoop) laufen zu lassen, was zu geringeren Kosten für eine solche Infrastruktur führt. Typische Einsatzgebiete einer softwarebasierten Storage-Lösung erstrecken sich damit von On-Premise über Private und Public bis zu Open Hybrid Clouds.
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