Kommentar von Gerald Sternagl, Red Hat

Datenwachstum im Griff mit GlusterFS

| Autor / Redakteur: Gerald Sternagl / Nico Litzel

Der Autor: Gerald Sternagl ist EMEA Business Unit Manager Storage bei Red Hat
Der Autor: Gerald Sternagl ist EMEA Business Unit Manager Storage bei Red Hat (Bild: Red Hat)

Die effiziente Speicherung großer Mengen unstrukturierter Daten wie Bilder, Dokumente, Mails, Objekte oder Videos ist das Metier von GlusterFS, einem hochskalierbaren, verteilten File System. Red Hat Storage nutzt GlusterFS als technischen Unterbau

SAN-Systeme können das explosionsartige Datenwachstum bei Audio- und Bilddateien, E-Mails, Office-Dokumenten und Zeichnungen nicht verkraften; auf solche unstrukturierten Daten entfällt rund 90 Prozent der entstehenden Datenmenge. Wollen Unternehmen die rasant ansteigende Flut unstrukturierter Daten in den Griff bekommen, müssen effiziente Methoden zum Einsatz kommen, wie sie GlusterFS bietet.

GlusterFS ist ein offenes, verteiltes File System, das bis zu Speichergrößen im Petabyte-Bereich skaliert. Dazu präsentiert GlusterFS die Storage-Kapazitäten einer großen Zahl von Standardservern als einheitlichen, gemeinsam zu nutzenden Speicher-Pool und ermöglicht so eine lineare Skalierbarkeit, wie sie durch SAN-Systeme nicht zu erzielen ist.

Flexible, erweiterbare Architektur

Das Scale-out File System verteilt die Daten nicht auf Node-, sondern auf Brick-Ebene. Bricks bilden die grundlegende Speichereinheit und enthalten die Pfadangaben zum physischen Speicherort. Server Nodes enthalten die Bricks und Volumes entstehen aus den Bricks verschiedener Server. Für Benutzer bilden die Volumes einen Shared Storage Pool, um Daten zu lesen und zu schreiben.

GlusterFS stattet die einzelnen Bricks mit sogenannten Translatoren aus, die bestimmte Funktionen bereitstellen. Mit Hilfe dieser „Übersetzer“ lässt sich das File System funktional erweitern, etwa um die POSIX-Schnittstelle zu nutzen oder zu definieren, gezielte Aktionen wie zum Beispiel einen Virus-Scan auszulösen oder auch einen verteilten RAID-Verbund über mehrere Bricks aufzubauen. Einige Translatoren lassen sich miteinander kombinieren und daraus entsteht eine logische Addition von Funktionen, die als Brick Graph bezeichnet wird.

GlusterFS bietet mehrere Möglichkeiten, um auf Volumes zuzugreifen: einen nativen GlusterFS Client, NFS, SMB, HTTP/REST (via SWIFT) und ein Hadoop-Plugin. Der GlusterFS Client ist über FUSE (Filesystem in Userspace) eingebunden und damit kein Teil des Linux-Kernels. Beim Zugriff per NFS sind keine Besonderheiten zu beachten, denn GlusterFS enthält einen eigenen NFS Server. GlusterFS Volumes sind automatisch per NFS zugänglich. Samba stellt den Zugriff per SMB bereit.

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