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Speichertipp: Open-Source-Tool zur Datenrettung DDRescue rettet Daten auf Linux-Systemen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Um Daten von beschädigten Festplatten oder SSDs zu retten, können Admins in Linux-Umgebungen das Open-Source-Tool DDRescue einsetzen. Wir erläutern, wie das funktioniert.

In der Linux-Welt hilft das kostenlose Tool DDRescue bei der Datenrettung.(Bild:  L.S. - stock.adobe.com)
In der Linux-Welt hilft das kostenlose Tool DDRescue bei der Datenrettung.
(Bild: L.S. - stock.adobe.com)

DDRescue ist ein kostenloses Open-Source-Tool für Linux, das bereits seit 20 Jahren dazu genutzt werden kann, Daten von beschädigten Datenträgern zu retten. Der Entwickler veröffentlicht regelmäßig neue Versionen des Tools.

DDRescue wird normalerweise über die Kommandozeile bedient. Sie starten das Tool mit einem Befehl wie „ddrescue [Optionen] Eingabedatei Ausgabedatei [Logdatei]“. Die Eingabedatei ist in der Regel das beschädigte Laufwerk, von dem Sie Daten retten möchten, und die Ausgabedatei ist der Ort, an dem Sie die geretteten Daten speichern möchten.

Das Tool bietet die Möglichkeit, eine Logdatei zu verwenden, was besonders nützlich ist, wenn der Datenrettungsprozess unterbrochen wird. Mit einer Logdatei können Sie die Datenrettung an der Stelle fortsetzen, an der sie gestoppt hat.

Iterative Datenrettung mit DDRescue

Ein weiterer wichtiger Aspekt von DDRescue ist seine iterative Datenrettungsstrategie. Das Tool arbeitet zuerst an den unbeschädigten Teilen eines Datenträgers und widmet sich erst danach den beschädigten Bereichen. Diese Methode maximiert die Menge der geretteten Daten und minimiert das Risiko, dass ein Laufwerk während des Prozesses vollständig ausfällt.

Hier sind einige Beispiele für den Gebrauch von DDRescue:

Der folgende Befehl zeigt die grundlegende Verwendung von „ddrescue“. Hierbei ist „/dev/sda“ die Quellfestplatte, und „recovery.img“ ist das Image, das „ddrescue“ erstellt. „rescue.log“ wiederum ist die Logdatei, die den Fortschritt verfolgt:

ddrescue /dev/sda recovery.img rescue.log

Wenn der Datenrettungsprozess unterbrochen wird, können Sie ihn mit demselben Befehl fortsetzen. DDRescue verwendet die Logdatei, um herauszufinden, wo er aufgehört hat:

ddrescue /dev/sda recovery.img rescue.log

Manchmal kann das Hinzufügen der Option „-d“ (für direkten Disk-Zugriff) helfen, mehr Daten zu retten:

ddrescue -d /dev/sda recovery.img rescue.log

Retten von Daten in mehreren Durchläufen: Manchmal kann es hilfreich sein, mehrere Durchläufe mit unterschiedlichen Optionen durchzuführen. Zum Beispiel könnte man zunächst einen Durchlauf mit „-n“ durchführen, um alle einfach zu rettenden Bereiche zu kopieren, und danach einen Durchlauf ohne „-n“, um schwierigere Bereiche erneut zu versuchen:

ddrescue -n /dev/sda recovery.img rescue.logddrescue /dev/sda recovery.img rescue.log

In diesen Beispielen steht „/dev/sda“ für die Quellfestplatte. Sie müssen „/dev/sda“ durch den tatsächlichen Pfad Ihres Datenträgers ersetzen. Sie können den Pfad mit Tools wie „lsblk“ oder „fdisk“ herausfinden.

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