Auf neuen Wegen zur Datensicherheit

Deduplizierung eröffnet Optionen bei Backup & Recovery

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Ein zusätzlicher Vorteil der dynamischen Deduplizierung sind die niedrigen Kosten, da diese Technik bei den neuen D2D-Backup-Systemen (D2D = Disk-to-Disk) bereits standardmäßig integriert ist. Dadurch fallen keine zusätzlichen Lizenzgebühren an. Zudem nutzt die dynamische Deduplizierung einen Hash-basierenden Prozess für den Vergleich von Daten, weshalb dieses Verfahren mit jeder Backup und Recovery-Software kompatibel ist.

Mehrstufiges Konzept

Große und auch immer mehr mittelständische Unternehmen verfolgen einen mehrstufigen Backup- und Recovery-Prozess, in dem Daten sowohl auf Disks als auch auf Bändern gesichert werden und diese Produkte skalierbar sein müssen. Die schnelle Datensicherung erfolgt zunächst auf Disk – beispielsweise mithilfe von Snapshots oder Snapclones.

Ist dieser Prozess abgeschlossen, lassen sich die Daten auf dem virtuellen Library System (VLS) absichern und dann mithilfe der Accelerated-Deduplication-Technik deduplizieren (Post-Processing-Verfahren). Dabei bleibt die letzte Sicherung immer als Ganzes bestehen, vorher gesicherte, identische Datenblöcke werden durch Pointer ersetzt. Das beschleunigt das Recovery, da die Daten dann nicht erst de-dedupliziert werden müssen.

Mehr Möglichkeiten bei Backup und Recovery

Der Einsatz einer geeigneten Deduplizierungs-Lösung eröffnet den Administratoren mehr Spielräume bei Backup und Recovery. Das dynamische Deduplizierungs-Verfahren hat den Vorteil, sehr wenig Platz zu brauchen, weil schon während des Sicherungsprozesses dedupliziert wird und Dedupizierung-Raten bis zu 1:50 erreicht werden. Die Accelerated-Deduplication-Technik braucht auf den VLS-Systemen ein wenig mehr Platz bei der Sicherung (Post-Processing), ist aber schneller und aufgrund der VLS-Systeme besser skalierbar.

Die deutlich geringeren Datenmengen reduzieren die Kosten für den Einsatz Festplatten-basierender Sicherungssysteme. Das ermöglicht es, bei gleich bleibenden oder gar geringeren Kosten, Daten im Zweifel auf diesen Systemen zu sichern – mit entsprechenden (Geschwindigkeits-)Vorteilen bei der Wiederherstellung im Schadensfall.

Hinzu kommt, dass bislang knapp bemessene Backup-Fenster für die reduzierten Datenvolumina ausreichen und sich auch andere Standorte einfacher in das Backup-Konzept einbinden lassen. Gerade der Einsatz dieser Technik senkt den Stromverbrauch bei der Nutzung und Kühlung von Festplattensystemen.

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